Grundlagen der Organisationstheorie und Kommunikation
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Organisationstheorie: Klassische Ansätze
Taylorismus (Scientific Management)
Taylor strebte eine wissenschaftliche Organisation der Arbeit an, die auf der Trennung von geistiger und körperlicher Arbeit basiert. Die Arbeitsstudie erfolgt in drei Schritten:
- a) Auswahl: Bestimmung der besten Arbeitsmethode.
- b) Analyse: Zerlegung der Arbeitsbewegungen und Zeitmessung.
- c) Standardisierung: Festlegung der normalen Arbeitszeit.
Zusätzlich forderte er die wissenschaftliche Auswahl von Arbeitnehmern (die besten Talente) und ein Anreizsystem zur Leistungsförderung.
Kritik: Die zunehmende Entqualifizierung der Arbeitnehmer, die nur noch Anweisungen ausführen, ohne selbst nachzudenken.
Fordismus
Henry Ford führte das Fließband ein. Durch die Arbeitsteilung und den vollen Einsatz von Mensch und Maschine bei der Produktmontage erreichte er:
- Reduzierung der Herstellungszeit.
- Steigerung der Produktion bei sinkenden Verkaufspreisen.
- Höhere Löhne für Mitarbeiter im Vergleich zum Wettbewerb.
- Einsparung von Kontrollpersonal.
Fayol: Klassisches Management
Fayol gilt als Vater des modernen Managements. Er verlagerte den Schwerpunkt von der reinen Produktion auf die Errichtung von Fachbereichen und deren Koordination. Ein zentraler Faktor ist die Besetzung der Stellen mit qualifiziertem Personal.
Weber: Bürokratieprinzip
Die bürokratische Organisation steht nicht für Ineffizienz, sondern für eine Struktur, die durch reguläre Verfahren, Aufgabenteilung, Hierarchie und unpersönliche Beziehungen gekennzeichnet ist.
Ouchi: Theorie Z
Ouchi betonte die Bedeutung von Qualität und Arbeitsgruppen. Durch die Förderung der Mitarbeitermotivation und die Wertschätzung des Personals konnten Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber japanischen Modellen stärken.
Prozess der Kommunikation
Elemente des Kommunikationsprozesses
- Sender: Die Person, die die Nachricht kodiert und versendet.
- Empfänger: Die Person, die die Nachricht empfängt und interpretiert.
- Nachricht: Der Inhalt, der vom Sender an den Empfänger übermittelt wird.
- Kanal: Das Medium der Übertragung (Worte, Gesten, Bewegungen).
- Feedback: Die Reaktion des Empfängers, die dem Sender zeigt, ob die Nachricht verstanden wurde.
Phasen der Kommunikation
Der Prozess umfasst die Kodierung (Umwandlung in Zeichen/Regeln), die Übertragung (Methode der Vermittlung), den Empfang (Aufnahme durch den Empfänger) und die Dekodierung (Interpretation der Nachricht unter Berücksichtigung des Kontextes).
Arten der Kommunikation
- Übertragungsform: Verbal oder non-verbal.
- Formalität: Formelle Kommunikation (strukturiert, unterliegt Regeln) vs. informelle Kommunikation (entsteht oft durch Gerüchte).
- Interne Kommunikation:
- Abwärts: Vom Vorgesetzten zum Untergebenen (Anweisungen).
- Aufwärts: Vom Untergebenen zum Vorgesetzten (Berichte/Feedback).
- Horizontal: Zwischen Personen auf gleicher Hierarchieebene.
- Externe Kommunikation: Austausch mit Personen oder Stellen außerhalb des Unternehmens (z. B. Kunden).
Mündliche Kommunikation: Dient dem zwischenmenschlichen Austausch. Schriftliche Kommunikation: Dient der Dokumentation und Transzendenz (z. B. Verträge, Rechnungen).