Grundlagen der Philosophie: Definition, Merkmale & Gebiete
Eingeordnet in Philosophie und Ethik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,49 KB
Was ist Philosophie?
Die Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und drückt die Neigung zur Weisheit aus. Die Philosophie entstand in Griechenland aus dem Staunen und dem Hinterfragen der Natur. Die Notwendigkeit, die Welt, das Leben und die Dinge zu erklären und zu verstehen, prägte die Sichtweise der Menschen. Diese Haltung minimierte die Angst und die Ehrfurcht vor dem Unbekannten.
Merkmale der Philosophie
- Die Suche nach dem Fundament oder dem Prinzip der Ideen.
- Der Versuch, unserem Leben einen Sinn zu geben.
- Sie gilt als Wissenschaft, da sie die Ursachen von Ereignissen untersucht. Sie ist die universellste Wissenschaft, da sie sowohl geistige als auch materielle Wesen sowie die Ursachen von Ereignissen durch Spekulation erforscht.
- Sie ist wichtig, um die Vielfalt der Ansätze für dasselbe Problem zu erklären. Sie hilft, die unterschiedlichen Denkweisen innerhalb einer Gemeinschaft zu verstehen und fördert die Integration anderer.
- Für die Praxis bestätigt sie die Existenz einer rationalen, sozialen und politischen Ordnung. Darüber hinaus strebt sie nach höherer Erkenntnis durch Kontemplation und Weisheit, was zu Glück führt.
- Aufgrund der Vielfalt der Fragestellungen hat die Philosophie ihre Antworten in bestimmte Bereiche unterteilt.
Gebiete der Philosophie
Ethik
Untersucht das menschliche Verhalten im Hinblick auf Gut und Böse.
Ästhetik
Reflektiert über das Wesen von Schönheit und Kunst als freie Manifestation des menschlichen Geistes.
Metaphysik
Bedeutet „jenseits der Physik“. Sie ist ein tiefgründiger Gedanke, der versucht, das letzte Wesen der Dinge zu ergründen.
Logik
Untersucht die Merkmale wahrer und korrekter Erkenntnis. Sie ist eine Analyse der formalen Struktur der Sprache aristotelischen Ursprungs.
Erkenntnistheorie (Gnoseologie)
Beschäftigt sich mit der Validierung jeder Art von Wissen (z. B. bei Platon und Aristoteles).
Wissenschaftstheorie
Ein Teilbereich, der sich mit der Validierung wissenschaftlicher Theorien beschäftigt.
Theodizee und Religionsphilosophie
Die Theodizee ist das Studium des Wesens und der Existenz Gottes. Die Religionsphilosophie untersucht die Intuition und die angestrebte Vereinigung zwischen Mensch und Gott. Die Theologie ist eine Wissenschaft, deren Hauptanliegen die Offenbarung und der Glaube sind.
Die ersten Philosophen
Warum entstand die Philosophie in Griechenland?
Sie entstand im späten 6. und frühen 7. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien (Ionien). Die dort herrschende Freiheit des Denkens und die kulturelle Vielfalt schufen Unsicherheit im Volk. Dies führte dazu, dass bisherige Überzeugungen infrage gestellt wurden, was die Entwicklung des philosophischen Denkens förderte.
Die Schule von Milet
Die ersten Philosophen kamen aus der Stadt Milet. Sie suchten nach dem Urstoff (Archē), der allen Dingen zugrunde liegt und die Umwandlung von einem Wesen in ein anderes ermöglicht.
Thales von Milet
Er sah das Wasser als Urstoff an.
Anaximander
Er bestimmte das Apeiron (das Unendliche oder Unbestimmte) als Urstoff.
Anaximenes
Er sah die Luft als Urstoff, die als Geist die Welt umhüllt und der Atem des Lebens ist.