Grundlagen der Plattentektonik und Geologie

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Theorie der Kontinentalverschiebung

Vor etwa 200 Millionen Jahren bildeten die Kontinente einen einheitlichen Superkontinent namens Pangäa, der von einem einzigen Ozean, der Panthalassa, umgeben war. Dieser zerbrach in mehrere Stücke, die begannen, in ihre heutigen Positionen zu driften. Diese Theorie wurde 1912 von Alfred Wegener vorgeschlagen.

Theorie der Konvektionsströme

Diese Theorie ergänzt Wegeners Ansatz. Konvektionsströme im Erdmantel fungieren als Motor für die Kontinentalbewegung. Aufgrund von Dichteunterschieden, die durch Temperaturgradienten entstehen, bewegen sich die Kontinente wie auf einem Förderband über dem darunterliegenden Material.

Der Kontinentalrand

  • Passiver Kontinentalrand: Keine seismische oder vulkanische Aktivität.
  • Kontinentalschelf: Eine sanft abfallende Fläche, die bis zu 200 Meter Tiefe reicht und eine natürliche Verlängerung des Kontinents darstellt.
  • Kontinentalhang: Ein steiler Abfall, der bis zu 4500 Meter Tiefe erreichen kann.
  • Tiefseeebene: Eine Ebene mit vulkanischem Relief und Anzeichen für vulkanische Aktivität.

Theorie der Ozeanbodenspreizung

Der Meeresboden wird kontinuierlich durch vulkanisches Material erneuert, das aus den mittelozeanischen Rücken austritt. Durch das ständige Nachschieben von Material bewegen sich die Platten auseinander, was beispielsweise zur stetigen Trennung von Südamerika und Afrika führt.

Theorie der Plattentektonik

Die Lithosphäre ist in mehrere ineinandergreifende Lithosphärenplatten unterteilt. In den Kontaktzonen zwischen diesen Platten treten die meisten geologischen Phänomene auf. Es gibt sieben große Platten, deren Anzahl und Ausdehnung sich über geologische Zeiträume hinweg verändern kann.

Wichtige geologische Begriffe

  • Lithosphäre: Die starre äußere Schicht der Erde, bestehend aus der Kruste und dem obersten Teil des Mantels.
  • Geothermischer Gradient: Der Temperaturanstieg im Erdinneren in Richtung des Erdkerns.
  • Wärmefluss: Die Wärmemenge, die pro Zeiteinheit durch eine Flächeneinheit tritt.
  • Transformstörung: Tritt an Plattengrenzen auf, an denen sich Platten horizontal aneinander vorbeibewegen, ohne Lithosphäre zu erzeugen oder zu zerstören.
  • Tektogenese: Geologische Prozesse an Plattengrenzen, die zur Bildung eines Orogens führen.
  • Diagenese: Der Prozess der Gesteinsbildung aus lockeren Ablagerungen durch Verfestigung.
  • Orogenese: Gebirgsbildungsprozesse an Plattengrenzen.
  • Metamorphose: Umwandlung von Gesteinen durch hohen Druck und hohe Temperaturen.

Geologische Formationen

  • Mittelozeanische Rücken: Ostpazifischer Rücken, Chile-Rücken.
  • Ozeanische Gräben (Kontinentalnähe): Peru-Chile-Graben, Cayman-Graben.
  • Ozeanische Gräben (Ozean): Marianengraben, Süd-Sandwich-Graben.
  • Inselbögen: Kreta, Antillen, Marianen, Tonga, Salomonen.

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