Grundlagen der Raumwahrnehmung, Perspektive und Licht

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Grundlagen der Raumwahrnehmung

Der Raum ist das Medium, in dem wir uns bewegen. Er ist unbegrenzt und dreidimensional, was bedeutet, dass er drei Abmessungen besitzt: Höhe, Breite und Tiefe. Durch diese Dimensionen können wir die Sättigung (Lage) und die Position eines festen Körpers bestimmen.

Die Art und Weise, wie unsere Augen den Raum wahrnehmen, wird durch das Gesichtsfeld definiert. Dieses ist in zwei Ebenen unterteilt: die Ebene des Himmels und die Ebene der Erde. Beide werden durch den Horizont getrennt, der sich auf Augenhöhe des menschlichen Beobachters befindet. Jeder Mensch nimmt seine Umgebung aus einem einzelnen Blickwinkel wahr, der sich bereits durch die Änderung der Blickrichtung oder der Beobachtungsposition verändert.

Die Darstellung des Raumes

Die Darstellung des Raumes (Höhe, Breite und Tiefe) basierend auf der zweidimensionalen Ebene (Höhe und Breite) wird durch Ressourcen zur Simulation von Tiefe erreicht. Dazu gehören Techniken wie die Überlagerung von Elementen oder Transparenz. Auch die Größe, die Farbintensität und die Schärfe von Objekten vermitteln ein Gefühl von Entfernung.

Die Perspektive und der Fluchtpunkt

Die Perspektive (Vorausschau) ist ein geometrischer Kegelschnitt, durch den der Raum und reale Objekte so dargestellt werden, wie wir sie sehen. Um eine Zeichnung mit diesem System zu erstellen, ist es notwendig, den Punkt festzulegen, von dem aus wir die Szene beobachten.

Die Höhe des Horizonts wird durch die Sichtlinie (auf Augenhöhe des Beobachters) bestimmt und als horizontale Linie eingezeichnet. Die Tiefendimension wird zu einem Punkt am Horizont geführt, dem sogenannten Fluchtpunkt, in dem alle Linien zusammenlaufen.

Vom Zweidimensionalen zum Volumen

Eine Fläche hat zwei Dimensionen: Höhe und Breite. Wenn wir die fehlende Dimension, die Tiefe, hinzufügen, erschaffen wir eine Form oder ein dreidimensionales Volumen.

Regelmäßige Polyeder und Volumenarten

Regelmäßige Polyeder sind dreidimensionale geometrische Formen, die aus gleichen regelmäßigen Polygonen gebildet werden, die an ihren Kanten (Seiten) verbunden sind.

Volumenarten können einfach oder komplex sein, je nachdem, ob sie aus einer oder mehreren Formen bestehen. Zudem kann ein Volumen voll oder leer sein, d. h. massiv oder als Hohlraum existieren. Das Volumen kann zudem konkav (nach innen gewölbt) oder konvex (nach außen gewölbt) sein. Volumen kann durch technische und gestalterische Verfahren wie Zeichnung oder Malerei dargestellt werden.

Licht, Schatten und künstlerische Techniken

Das Einbetten und die Skizze

Das Einbetten (Encajado) ist ein vereinfachtes Modell, bei dem mit Hilfe von geometrischen Formen Grundlinien gezeichnet werden. Diese Hilfslinien dienen der Orientierung und werden später gelöscht.

Natürliches und künstliches Licht

Das natürliche Licht der Sonne und seine Qualität variieren ständig in Abhängigkeit von der Tageszeit und der Jahreszeit. Da es nicht manipuliert werden kann, arbeiten Maler oft im Freien, um zeitabhängige Effekte einzufangen; die Sonnenstrahlen verlaufen hierbei parallel. Künstliches Licht wird durch Lampen, Scheinwerfer usw. erzeugt, wobei die Strahlen divergent (auseinanderlaufend) sind.

Ausdruckskraft des Lichts und Chiaroscuro

Die Ausdruckskraft des Lichts ändert sich je nach Richtung: Das Licht kann frontal, seitlich oder als Gegenlicht wirken. Chiaroscuro (Hell-Dunkel) ist die gezielte Verteilung von Licht und Schatten, um plastisches Volumen zu erzeugen.

  • Die Gradient-Technik (Verlauf) bezeichnet die schrittweise, sanfte Verringerung der Intensität von Farben oder Grautönen.
  • Man unterscheidet zwischen Umgebungslicht, Eigenschatten und Schlagschatten.

Ton (Clay) ist eine Art von Erde, die durch die Zersetzung von aluminiumhaltigen Mineralien entsteht und oft zur Formung von Volumen genutzt wird.

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