Grundlagen der Rechnungslegung: Aktiva, Passiva und Eigenkapital einfach erklärt
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Elemente der Rechnungslegung
1. Aktiva (Vermögenswerte)
Elemente der Aktiva: Dazu gehören Güter und andere wirtschaftliche Ressourcen, die das Unternehmen kontrolliert. Es wird erwartet, dass diese Ressourcen dem Unternehmen in Zukunft wirtschaftliche Vorteile oder Gewinne bringen.
2. Passiva (Verbindlichkeiten)
Kurzfristige Verbindlichkeiten: Diese entstehen, weil das Unternehmen erwartet, wirtschaftliche Vorteile oder Erträge zu erzielen, die es veräußern kann. Sie stellen Verpflichtungen dar.
3. Eigenkapital (Nettovermögen)
Das Eigenkapital stellt den verbleibenden Anteil am Vermögen dar, nachdem die Passiva abgezogen wurden. Es beinhaltet Beiträge der Partner oder Eigentümer sowie andere akkumulierte Ergebnisse, die nicht als Verbindlichkeiten eingestuft werden.
4. Erträge (Einnahmen)
Definition: Erhöhung des Nettovermögens im Laufe des Jahres durch Zu- oder Abnahmen des Wertes von Vermögenswerten oder Schulden, sofern diese nicht auf Beiträge von Partnern oder Eigentümern zurückzuführen sind. Die Erfassung erfolgt, wenn die Höhe der zukünftigen wirtschaftlichen Ressourcen zuverlässig bestimmt werden kann.
5. Aufwendungen (Ausgaben)
Definition: Abnahme des Nettovermögens im Laufe des Jahres durch die Entstehung oder Wertminderung von Vermögenswerten oder die Anerkennung von Schulden, sofern diese nicht auf Ausschüttungen an die Anteilseigner oder Eigentümer zurückzuführen sind. Die Erfassung erfolgt, wenn der Rückgang zukünftiger wirtschaftlicher Ressourcen zuverlässig geschätzt werden kann.
Definitionen wichtiger Begriffe
Vermögen (Erbe/Bestand)
Gesamtheit der Elemente, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen, d.h. die kontrollierten Vermögenswerte des Unternehmens, die zur Begleichung von Verbindlichkeiten dienen.
Umlaufvermögen (Kurzfristige Aktiva)
Vermögenswerte, von denen erwartet wird, dass sie das Unternehmen maximal 1 Jahr oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus verlassen.
Kurzfristige Verbindlichkeiten (Laufende Verbindlichkeiten)
Verpflichtungen, die innerhalb der nächsten 12 Monate oder innerhalb des normalen Betriebszyklus zu begleichen sind.
Langfristige Passiva (Nicht laufende Verbindlichkeiten)
Verpflichtungen, die nach 12 Monaten oder nach Ende des normalen Betriebszyklus zu zahlen sind.
Rechnungslegungszyklus (Accounting Cycle)
Die Gesamtheit der Geschäftsvorfälle, die das Unternehmen über einen bestimmten Zeitraum durchführt. Dieser Zeitraum dauert normalerweise 1 Jahr und fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.
Wertkorrekturen (Correcciones Valorativas)
Es gibt zwei Arten:
- Irreversibel: Nicht behebbar (z.B. systematische Abschreibungen und unsystematische Verluste wie Überschwemmungen).
- Reversibel: Wiederherstellbar (z.B. Wertminderung/Impairment).
Änderungen von Schätzungen
Veränderungen in der Nutzungsdauer, dem Restwert oder der Abschreibungsmethode werden als Änderungen in den Rechnungslegungsschätzungen behandelt, es sei denn, sie stellen einen Fehler dar. Dies geschieht, wenn zusätzliche Informationen gesammelt werden oder neue Fakten bekannt werden.
Fehler (Error)
Auslassungen oder Ungenauigkeiten aus vergangenen Perioden, die nicht behoben wurden oder bei denen zum Zeitpunkt der Entstehung keine zuverlässigen Informationen zur Verfügung standen, die das Unternehmen hätte berücksichtigen müssen.