Grundlagen der Sexualbiologie und Gesundheitsvorsorge
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Biologische Grundlagen der Sexualität
Phänotyp: Die physischen Eigenschaften, die wir an einer Person sehen.
Genotyp: Die gesamte genetische Vererbung eines Individuums.
Biologisches Geschlecht: Die Summe des genotypischen Profils eines Individuums.
Sexualhormone: Abhängig von den Hormonen.
Phänotypisches Geschlecht: Ab dem 8. embryonalen Monat, abhängig von Hoden und Testosteron.
Geschlechtszuweisung: Das Geschlecht, das dem Kind bei der Geburt basierend auf äußeren Merkmalen zugewiesen wird.
Sekundäre Geschlechtsmerkmale
- Wachstum der Körperbehaarung bei beiden Geschlechtern
- Menstruation bei Frauen und erster Samenerguss bei Männern
- Wachstum der Brüste und Hüftverbreiterung
Sexuelle Funktionsstörungen
Erektionsstörungen oder Impotenz: Unfähigkeit des Mannes zum Geschlechtsverkehr.
Vorzeitiger Samenerguss: Unfähigkeit, die Ejakulation nach dem Eindringen in die Vagina länger als 30 Sekunden hinauszuzögern.
Anorgasmie: Die Frau kann keinen Orgasmus erreichen (auch als Frigidität bezeichnet).
Dyspareunie: Schmerzhafter Geschlechtsverkehr, häufiger bei Frauen, oft durch psychologische Faktoren oder mangelnde Schmierung bedingt.
Vaginismus: Schmerzhafte Kontraktionen der Vagina während des Geschlechtsverkehrs.
Menschliche sexuelle Reaktion
Unterteilt in 4 Phasen: 1. Erregungsphase, 2. Plateauphase, 3. Orgasmusphase, 4. Rückbildungsphase.
Geschlechtsverkehr: Besteht aus dem Eindringen des Penis in die Vagina.
Verhütungsmethoden
Temporäre Methoden
- Natürliche Methoden: Rhythmusmethode, Basaltemperatur, Billings-Methode, Stillzeit.
- Mechanische Verfahren: Kondome, Diaphragmen, Intrauterinpessare (Spirale).
- Chemische Barrieren: Spermizide, Schaumzäpfchen.
- Hormonelle Methoden: Pillen, Hormonspritzen, Implantate.
Definitive chirurgische Methoden
- Tubenligatur
- Vasektomie
Sonstige
- Coitus interruptus
- Scheidenspülung
Sexuelle Identität und Orientierung
Homosexualität: Anziehung zu einer Person des gleichen Geschlechts.
Bisexualität: Sexuelle Anziehung zu beiden Geschlechtern.
Transsexualität: Verlust der geschlechtlichen Identität, das Gefühl, im falschen Körper zu leben.
Cross-Dressing: Das Bedürfnis, Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen.
Heterosexualität: Anziehung zu Personen des anderen Geschlechts.
Paraphilien und sexuelle Abweichungen
Pädophilie: Sexuelle Wünsche gegenüber Kindern.
Inzest: Sexuelle Beziehungen zwischen Verwandten.
Bestialität: Sexuelle Handlungen mit Tieren.
Fetischismus: Sexuelle Befriedigung durch unbelebte Objekte.
Nekrophilie: Sexuelles Interesse an Leichen.
Voyeurismus: Beobachten nackter Körper ohne Zustimmung.
Exhibitionismus: Sexuelle Befriedigung durch das Zeigen der eigenen Genitalien.
Sadismus: Lust durch Zufügen von Schmerz.
Masochismus: Lust durch Empfinden von Schmerz.
Vergewaltigung: Sexuelle Handlung gegen den Willen einer Person unter Anwendung von Gewalt.
Prostitution: Kommerzialisierte sexuelle Handlungen.
Pornografie: Konsum von Bildern oder Handlungen zur sexuellen Befriedigung.
Abtreibung
Definition: Unterbrechung der Schwangerschaft vor der Lebensfähigkeit des Fötus.
Klassifikation: Spontan (sporadisch, habituell) oder induziert (legal oder illegal/klandestin).
Ursachen: Vergiftungen, Fehlbildungen, Traumata, Toxämie, Infektionen.
Merkmale: Bauchschmerzen, vaginale Blutungen.
Auswirkungen: Psychologisch (Angst, Depression), Partnerschaftsprobleme, soziale Diskriminierung, Unfruchtbarkeit.
Sexuell übertragbare Infektionen
- HPV (Humanes Papillomavirus)
- HIV (Aids)
- Filzläuse (P. pubis)
- Syphilis (Treponema pallidum)
- Gonorrhoe (Gonokokken)
- Herpes Simplex (HS-1 Mund, HS-2 Genitalien)
- Granuloma inguinale (Donovan-Körperchen)
- Lymphogranuloma venereum (Chlamydia)
- Trichomonaden (T. vaginalis)
- Candida (C. albicans)
Hygiene und Gesundheitsvorsorge
Ziel: Verbesserung der Gesundheit, Krankheitsprävention.
Präventionsebenen: Primär (vor der Krankheit), Sekundär (während der Krankheit), Tertiär (Begrenzung von Folgeschäden).
Persönliche Hygiene: Körperliche Übung, gute Haltung, Körperpflege, Händewaschen.
Familienhygiene: Kontakt mit Kranken vermeiden, persönliche Sachen respektieren.
Gemeinschaftshygiene: Wasseraufbereitung, gute Belüftung und Lichtverhältnisse.
Körperliche Fitness: