Grundlagen der Software: Betriebssysteme und Anwendungen

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Was ist Software?

Software ist der logische Bestandteil eines Computers. Sie umfasst alle Programme, die vom Computer verwaltet werden, und stellt einen Satz von Regeln und Anweisungen dar.

1. Systemsoftware (Basis-Software)

Die Systemsoftware besteht aus einer Reihe von Programmen, welche die Steuerung des Computers übernehmen und die Basis für Anwendungen bilden. Sie ermöglicht das Funktionieren des Innenlebens und erleichtert dem Anwender die Interaktion sowie die Kommunikation zwischen Maschinen und Geräten.

1.1 Betriebssysteme (Operating Systems)

Das Betriebssystem steht der Maschine am nächsten und fungiert als Vermittler zwischen Benutzer und Hardware. Es wird als Erstes in den Speicher geladen und ist unerlässlich, um die Maschine zu bedienen. Es gibt zwei Arten von Schnittstellen: Text und Grafik.

Funktionen des Betriebssystems:
  • Planung, Initialisierung und Aufsicht bei der Ausführung eines Programms
  • Verwaltung aller Systemressourcen
  • Initiierung und Steuerung von Ein- und Ausgabegeräten (E/A)
  • Fehlerbehandlung
  • Erleichterung der Kommunikation zwischen Bediener und Geräten
  • Verwaltung von Informationen auf Speichergeräten
Typen von Betriebssystemen:
  • Nach Design:
    • Proprietär: Der Hersteller hat die volle Kontrolle über das Betriebssystem.
    • Offen: Diese können auf jedem Rechner laufen.
  • Nach Aufgaben:
    • Einzelbenutzer (Single User): Single-Tasking (z. B. MS-DOS) oder Multitasking (z. B. Windows).
    • Mehrbenutzer und Multitasking: Zum Beispiel Linux.
    • Netzwerk-Betriebssysteme: Miteinander verbundene Computer.
Häufigste Betriebssysteme:

MS-DOS, Unix/Linux, Windows 95/98/ME/XP sowie Windows NT/2000/2003.

1.2 Programm-Tools und Utilities

Diese Programme helfen bei der Kontrolle der Maschine, ohne in Konflikt mit dem Betriebssystem zu geraten:

  • Norton Utilities und PCTools: Management und Systemoptimierung.
  • Disk-Kopierer: Sie verdoppeln den Speicherplatz durch eine Reihe von Techniken.
  • Speichermanagement: Optimierung der Speichernutzung.
  • Antivirus: Schutz und Impfung des Systems.
  • Print-Spooler: Verwaltung von Druckwarteschlangen.

1.3 Programmiersprachen

Ein Satz von Regeln und Anweisungen, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind, um Software-Programme zu erstellen.

  • Low-Level-Sprachen:
    • Maschinensprache: Besteht aus 0 und 1, spezifisch für jeden Computer.
    • Assembler: Ersetzt die Maschinensprache durch Mnemotechnik (englische Abkürzungen). Diese laufen schneller als High-Level-Sprachen und benötigen weniger Speicherplatz, sind jedoch nicht portabel.
  • High-Level-Sprachen: Diese stehen dem Benutzer näher als der Maschine. Sie sind unabhängig von der Computerarchitektur, vereinfachen die Arbeit des Benutzers und benötigen Übersetzer, um sie in Maschinensprache umzuwandeln.

2. Anwendungssoftware

Eine Sammlung von Programmen, die auf der Basis der Systemsoftware entworfen, entwickelt und implementiert wurden.

2.1 Horizontale Anwendungssoftware

Diese sind nicht für eine spezifische Aktivität bestimmt und hängen vom Benutzer ab:

  • Multifunktions-Pakete: Allgemeine Anwendungen.
  • Suites: Verbesserte multifunktionale Pakete.
  • Integrierte Management-Programme: Verwaltung des Unternehmens.

2.2 Spezifische Management-Software

Diese lösen Probleme für einen oder mehrere spezifische Kunden:

  • Branchen-Software (SW Sektor): Ausgerichtet auf eine Gruppe von Gemeinschaftsunternehmen.
  • Individual-Software (SW nach Maß): Speziell auf die Bedürfnisse eines einzelnen Kunden zugeschnitten.

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