Grundlagen der Taubblindheit: Kommunikation, Führung und Braille

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I. Kommunikation und Entwicklung bei Taubblindheit

1. Der Prozess der Kommunikationsentwicklung bei angeborener Taubblindheit

a. Erfolgt nur, wenn kompetente Partner in der Lage sind, durch die Beobachtung der Handlungen einer taubblinden Person deren Bedeutung zu folgern und eine leicht erkennbare, konsistente und kohärente Reaktion zu bieten, die dem entspricht, was die Person erwartet.

2. Der Spracherwerb bei taubblinden Personen

b. Kann nur die Folge eines angemessenen Kommunikationsentwicklungsprozesses sein.

3. Entwicklung von Kommunikation und Spracherwerb

b. Wie bei anderen, durch viele Erfahrungen sozialer Interaktion. Die Partner müssen jedoch Experten in der Kommunikation sein und über ein sprachlich angemessenes Kommunikationssystem sowie ein individualisiertes Programm verfügen.

4. Hauptziel der Intervention bei angeborener Taubblindheit

b. Eine Bildung zu ermöglichen, die es ihnen erlaubt, ihre individuellen Potenziale so weit wie möglich zu entwickeln, um für sich selbst, ihre Familie und die Gesellschaft, in der sie leben, sinnvoll zu sein.

5. Lernen über die Umgebung bei angeborener Taubblindheit

b. Brauchen sie gut geplante, vermittelte Lernerfahrungen, um die Welt zu verstehen und das Lernen der taubblinden Person zu unterstützen.

6. Intervention bei erworbener Taubblindheit (früh)

c. Erhaltung und Ausbau der Fähigkeit der Person, Entscheidungen zu treffen, ihr eigenes Leben zu organisieren und zu verwalten, sowie die Etablierung einer Kommunikationsform entsprechend ihren persönlichen Eigenschaften.

7. Definition der Mediation

b. Die Person, die als Begleiter der taubblinden Person fungiert, kompetent in der Nutzung alternativer Kommunikationssysteme ist und sich auf die Bemühungen und Interessen der taubblinden Person einlässt. Sie handelt, um die beste Antwort auf die Bedürfnisse der betreffenden Person zu geben.

8. Anwendungsbereich der Mediation

b. Sowohl Personen mit angeborener Taubblindheit als auch jene, die diese in irgendeiner Form erworben haben, um das Lernen, die Verbesserung ihrer sozialen Kompetenzen bei der Arbeit oder die Gestaltung ihrer Freizeit zu unterstützen.

9. Arten der Mediation

a. Allgemeine Mediation, pädagogische Mediation und soziale Mediation.

10. Mediation und Guide-Interpretation

a. Zwei verschiedene Berufsbilder, die nicht verwechselt werden sollten.

II. Führungstechniken und Guide-Interpretation

11. Verantwortung des Führer-Dolmetschers (Führung)

a. Er muss sich an jeden taubblinden Menschen anpassen können, sowohl an jene, die Rehabilitationsprogramme absolviert haben und die Techniken der sehenden Führung anwenden, als auch an jene, denen diese unbekannt sind. Er muss die Konsequenzen bedenken, wenn die taubblinde Person die richtigen Techniken nicht anwendet, und muss durch die Übermittlung gültiger Informationen in jeder Situation reagieren.

12. Position der taubblinden Person bei der Führung

b. Sie hält sich am Ellenbogen der Führung fest, den linken Daumen außen, den Arm nah am Körper, sodass der Ellenbogen in einem Winkel von etwa neunzig Grad gehalten wird.

13. Position der Führungsperson (berührungslose Technik)

b. Den Arm entlang des Körpers halten, ohne Abstandshalter, den Körper entspannt und vor der taubblinden Person in Gehrichtung bleiben.

14. Führung bei engen Passagen

c. Den Führungsarm direkt nach hinten verschieben oder die taubblinde Person von der Seite nach innen führen, um nicht die erste Indikation zu geben, hinter ihr zu gehen.

15. Position auf Treppen oder Bordsteinen

a. Annäherung von vorne, senkrecht dazu. Die Führungsperson oder diejenige, die zuerst geht, muss den Schritt anzeigen, um zu verhindern, dass die taubblinde Person fällt.

16. Treppensteigen mit Geländer

b. Bei der Annäherung langsame Gangart, die Hand der taubblinden Person auf das Geländer legen, die Treppe hinauf- oder hinuntergehen und am Ende einen Schritt machen, damit die taubblinde Person den letzten Schritt beenden kann.

17. Taktile Anzeige von Objekten

c. Durch die Bereitstellung von Kurzinformationen über das Objekt. Dann die Hände unter die Hände der taubblinden Person legen und sich dem Objekt nähern, wobei jeder ein Ende hält, um dessen Position im Raum bekannt zu machen. Dann die Hände der taubblinden Person auf das Objekt bewegen und erst dann im Detail erklären.

18. Auswahl der Führungstechniken

b. Abhängig von der Schwierigkeit der Situation und der Komplexität der Umgebung.

19. Regeln der taktilen Kommunikation während der Führung

a. Die visuelle Aufmerksamkeit auf die Umgebung richten und sich nicht ausschließlich auf die Kommunikation konzentrieren. Vor Hindernissen warnen, Bewegungen und Platzwechsel ankündigen.

20. Sicherheitsstandards in Risikosituationen

c. Die Führungsperson muss das Tempo verlangsamen, die Kommunikation stoppen und eine Führungstechnik anwenden. Wenn Gefahr besteht, kann sie mit dem Arm vor dem Körper stoppen. Wenn Zeit ist, sollte die taubblinde Person vor der Anwendung der Technik über die Situation informiert werden; wenn nicht, sollte erklärt werden, was anschließend geschah.

III. Rolle und Aufgaben des Führer-Dolmetschers

21. Hauptrollen des Führer-Dolmetschers

a. Dolmetschen, Kontextualisieren und Führen.

22. Vorbereitung auf individuelle Termine

a. Vorab Informationen über die taubblinde Person und das Thema sammeln.

23. Gesprächsbeginn bei Resthörvermögen

a. Sich nähern, den Namen nennen, sanft berühren und sich vorstellen.

24. Abwesenheit des Dolmetschers

b. Muss er warnen/Bescheid geben.

25. Informationsübermittlung

b. Muss 100 % der Informationen in der Nachricht übermitteln, jedoch unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit und des Umfangs der taubblinden Person.

26. Vorbesprechung mit dem Benutzer

b. Basisdaten sammeln, um mit dem Dolmetschen zu beginnen.

27. Vorbereitung der Umgebung

a. Diejenigen, die den Empfang der Nachricht durch die taubblinde Person erleichtern.

28. Kontextualisierung

a. Ist es notwendig, die besondere Situation des Dolmetschens und die individuellen Eigenschaften der taubblinden Person zu berücksichtigen.

29. Sprachliche Interpretation

b. Botschaften übermitteln, indem der Inhalt und die dahinter stehenden Ideen übertragen werden.

30. Berufsbild des Führer-Dolmetschers

a. Den individuellen Merkmalen, der Schulung und der professionellen Einstellung.

IV. Braille-Schrift und Transkription

31. Transkriptionsaufgabe 1

Frau Perez ging auf den Markt. Die Tomaten kosteten 2,25 € pro Kilo. Waren sie billig?

32. Transkriptionsaufgabe 2

3.490,78

33. Rechtschreibfehler in Blindenschrift

Unterstreichen Sie die Rechtschreibfehler, die Sie in diesem Text in Blindenschrift finden:

34. Geburtsjahr von Louis Braille

b. 1809

35. Kombinationen im Sechs-Punkte-System

c. 64

36. Bedeutung eines Braille-Zeichens

c. 9 b

37. Auswahl des Braille-Codes

a. Das visuelle Ergebnis.

38. Die Braille-Schablone als Schreibgerät

b. Manuell.

39. Interpoint-Schreibweise

a. Mit beiden Seiten des Blattes (Doppelseitiger Druck).

40. Kurzschrift Braille

b. Vereinfacht die Wörter (durch Kontraktionen).

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