Grundlagen der Textanalyse: Exposition, Argumentation, Instruktion & Textmerkmale

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Exposition: Effektive Informationsvermittlung

Die Exposition ist eine Sprachform, deren Hauptzweck die objektive, geordnete und klare Übermittlung von Informationen ist. Ihr Ziel ist die konsistente Darstellung und Klärung von Begriffen.

Typen der Exposition

  • Populärwissenschaftliche Exposition: Richtet sich an Empfänger ohne spezielle Vorkenntnisse.
  • Fachliche Exposition: Richtet sich an Empfänger mit spezifischem Fachwissen.

Struktur eines expositorischen Textes

Expositorische Texte sind möglichst einheitlich und strukturiert aufgebaut, typischerweise in drei Teilen:

  1. Einleitung: Vorstellung des Themas.
  2. Entwicklung/Hauptteil: Darstellung der Daten in einer logischen Reihenfolge (z.B. kausal, räumlich, chronologisch, aufzählbar).
  3. Schlussfolgerung: Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen.

Methoden der Exposition

Häufig verwendete Methoden umfassen:

  • Definition
  • Vergleich
  • Exemplifikation (Beispiele)
  • Frage-Antwort-Schema
  • Problemlösung

Sprache der Exposition

Die Sprache zeichnet sich durch Sachlichkeit, Klarheit und Ordnung aus.

  • Das Vokabular behält seine präzise Bedeutung; Daten und Methoden werden klar dargestellt.
  • Konnektoren geben Aufschluss über die Beziehung zwischen Sätzen und die Abfolge der Informationen.

Argumentation: Überzeugen durch Begründung

Argumentation ist eine Methode, um durch Daten und Begründungen zu überzeugen.

Definition der Argumentation

Argumentation ist eine Redeweise, die eine Idee oder These durch die Angabe von stichhaltigen Gründen verteidigt.

Elemente der Argumentation

Eine Argumentation besteht aus drei Hauptelementen:

  1. Gegenstand/Thema: Worüber argumentiert wird.
  2. These: Die zu verteidigende Behauptung zum Thema.
  3. Argumente: Die die These stützenden Begründungen.

Struktur einer Argumentation

Die typische Struktur einer Argumentation umfasst:

  1. Einleitung: Präsentation des Themas.
  2. Darstellung der These: Vorstellung der zu verteidigenden Behauptung.
  3. Argumentation: Darlegung der unterstützenden Argumente.
  4. Schlussfolgerung: Zusammenfassung und Abschluss des Textes.

Arten und Funktionen von Argumenten

Argumente können nach drei Kriterien unterschieden werden: ihrer Funktion, ihrem Inhalt und ihrem Zweck.

Funktionen von Argumenten

  • Argumente: Dienen dazu, die eigene Ansicht zu stützen.
  • Gegenargumente: Dienen dazu, gegnerische Argumente zu entkräften. Dies kann durch totale Ablehnung (Widerlegung) oder durch Zugeständnisse (Verhandlung) geschehen.

Kategorien von Argumenten (nach Inhalt)

  • Argument der Mehrheit (was die meisten bevorzugen oder ablehnen)
  • Nützlichkeitsargument (was nützlich ist oder nicht)
  • Ethisches Argument (was moralisch richtig oder falsch ist)
  • Hedonistisches Argument (was angenehm ist oder nicht)

Ziele der Argumentation

Es gibt zwei Hauptziele der Argumentation:

  • Rationale Argumente: Der Sender beabsichtigt, seine These logisch zu beweisen.
  • Emotive Argumente: Der Sender möchte den Empfänger emotional überzeugen.

Instruktionstext: Regeln und Anleitungen

Ein präskriptiver Text ist eine Art von Diskurs, der darauf abzielt, das Verhalten des Empfängers bei der Ausführung einer Tätigkeit oder Aufgabe zu regeln oder anzuleiten.

Typen von Instruktionstexten

  • Regulierende Texte: Erlassen Anordnungen oder Vorschriften zur Verhaltensregulierung (z.B. Gesetze, Regeln).
  • Anleitende Texte: Geben Tipps oder Anweisungen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (z.B. Gebrauchsanweisungen, Rezepte).

Struktur eines Instruktionstextes

  • Ziel: Der Zweck, der durch die Vorschriften oder Anweisungen erreicht werden soll.
  • Programm/Anleitung: Eine Reihe von Regeln oder Anweisungen, oft in chronologischer, hierarchischer oder aufzählender Reihenfolge.

Sprache des Instruktionstextes

Die Sprache zeichnet sich durch Klarheit, Ordnung, Präzision und Empfängerorientierung (Appellfunktion) aus.

Typische Merkmale sind:

  1. Gemeinsame visuelle oder verbale Codes (z.B. Symbole, Fachbegriffe).
  2. Beschreibende Sequenzen.
  3. Ordnungsmarker (z.B. Nummerierungen, Aufzählungen).
  4. Auffordernde Verbformen (z.B. Imperativ, Infinitiv).

Textmerkmale: Was einen Text ausmacht

Ein Text ist eine vollständige Botschaft, die mündlich oder schriftlich in einem Kommunikationsakt übermittelt wird.

Grundlegende Merkmale eines Textes

  • Der Text wird als vollständige Botschaft präsentiert.
  • Er bildet ein geschlossenes Sprachuniversum, d.h., der Text bezieht sich nur auf sich selbst und seine Inhalte.
  • Er besitzt thematische Einheit, wobei thematische Unterschiede einem gemeinsamen Oberthema dienen.
  • Er weist inneren Zusammenhalt auf, d.h., die einzelnen Aussagen sind grammatisch und semantisch miteinander verbunden.

Angemessenheit (Situationsbezug)

Die Angemessenheit eines Textes hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Der Empfänger: Die Beziehung zwischen Sprecher und Empfänger beeinflusst die Sprachwahl. Man spricht anders zu einer vertrauten Person als zu einer unbekannten.
  • Die Situation: Der Kontext (z.B. formell oder informell) bestimmt den Sprachstil.
  • Das Medium: Ob mündlich oder schriftlich, beeinflusst die Ausdrucksweise (z.B. ein Brief im Vergleich zu einem Gespräch).

Kohärenz

Kohärenz bezieht sich auf den inhaltlichen Zusammenhang eines Textes:

  • Prinzip des Themenbezugs: Alle Ideen eines Textes müssen sich auf das Hauptthema beziehen.
  • Prinzip der Relevanz: Ideen sollten dem Kontext angemessen sein.
  • Prinzip der Widerspruchsfreiheit: Alle Aussagen müssen miteinander kompatibel sein.

Kohäsion

Kohäsion beschreibt den grammatischen und lexikalischen Zusammenhalt:

  • Aussagen eines Textes sind durch lexikalische und grammatikalische Komponenten miteinander verbunden, die den Sinn herstellen.

Korrektheit

Die Sprache im Text muss korrekt und fehlerfrei (grammatisch, orthografisch) verwendet werden.

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