Grundlagen der Textproduktion und Werbestrategien: Korrektur und Optimierung
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Grundlagen der Textproduktion und Korrektur
Die Textualisierung umfasst drei grundlegende Operationen: Verweis (Auswahl von Wörtern oder Ausdrücken, die Konzepte oder Realitäten bezeichnen), Linearisierung (Anordnung verschiedener Konzepte, Wörter oder Sätze in einer linearen Prosa-Sequenz) und Transkription (Produktion von Prosa, die auf Papier oder einem Computerbildschirm geschrieben wird).
Die Struktur des Absatzes
Ein Absatz ist eine Gruppe von Sätzen, die einen globalen Aspekt eines Themas der Schriftsprache bilden und eine signifikante Einheit darstellen. Er unterscheidet sich auch visuell, da er grafisch abgegrenzt ist. Der Absatz hat eine externe Funktion, die dazu dient, die Organisation des Inhalts formal darzustellen, und eine innere Struktur, in der die Sätze eine engere syntaktische Beziehung zueinander pflegen als zu den Sätzen anderer Absätze.
Die zentrale Idee des Absatzes
Der Absatz besteht aus einer zentralen Idee, die in einem Themensatz ausgedrückt wird, der sich in der Regel am Anfang des Unterabschnitts befindet.
Umfang des Absatzes
Die Länge des Absatzes variiert je nach Textgenre. Aktuell sollten Sie mindestens vier Sätze und idealerweise nicht mehr als sechs bis acht Sätze pro Absatz verwenden.
Merkmale guter Absätze
Die Merkmale eines guten Absatzes sind Kürze und Klarheit.
Empfehlungen für klares Schreiben
- Schreiben Sie kurze Sätze.
- Ordnen Sie die Wörter so an, dass das Subjekt (S) und das Verb (V) einfach zu finden sind.
- Eliminieren Sie Wiederholungen oder Redundanzen.
- Vermeiden Sie Wörter mit irrelevanten Bedeutungen und bevorzugen Sie aktive Verben.
Der Überarbeitungsprozess
Phase 1: Die Revision
Die Revision besteht darin, den Inhalt und die Struktur des ersten Entwurfs zu bewerten, um festzustellen, ob das Geschriebene dem entspricht, was beabsichtigt war.
Fragen zur Überprüfung der Schriftsprache
- Fokus: Ist der Text angemessen? Ist der Zweck klar? Wird der Leser wie erwartet reagieren? Gibt es genügend Informationen? Müssen wir alles noch einmal lesen? Sind die Ideen klar genug?
- Struktur: Ist der Text gut organisiert? Sind die Unterabschnitte gut verteilt?
- Absätze: Behandelt jeder Unterabschnitt ein anderes Unterthema? Hat er eine klare Idee und eine angemessene Länge?
Phase 2: Die Korrektur
Die Korrektur ist die letzte Phase der Produktion. Hierbei wird geprüft, ob der Text die Regeln der Schriftsprache einhält. Es werden Sätze, Wörter, Zeichensetzung, Rechtschreibung, Grammatik, Stil und Register korrigiert. Danach sollte der Text sauber sein.
Textkohäsion und Kohärenz
1. Die Kohäsion des Textes
Die Kohäsion ist die Eigenschaft, die durch verschiedene Mechanismen auf der Grundlage syntaktischer Formen der Handlung zusammenhängt und die Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen des Textes aufzeigt.
1.1 Die Bindemittel (Kohäsionsmittel)
Die Textkohäsion wird durch die Anwendung verschiedener Beziehungsformen beim Schreiben erreicht, darunter:
- Das Lexikon:
- Vermeidung der Wiederholung desselben Wortes.
- Verwendung eines Synonyms für dieselbe Realität.
- Kapselung in einem Wort oder Satz.
- Verwendung eines Oberbegriffs (Hyperonym) oder Unterbegriffs (Hyponym).
- Verwendung von Wörtern aus demselben Bedeutungsfeld.
- Die Anapher:
- Ersetzung durch ein pronominales Element mit variabler Deixis im unmittelbaren sprachlichen Kontext.
- Rückgriff durch Ellipse.
- Die Konjunktion (Verbindung):
- Verwendung von Elementen, die die Verbindung herstellen.
- Verwendung von Diskursoperatoren.
- Einsatz von Konnektoren, die Ideen verknüpfen.
Die Verbindungselemente (Konnektoren)
Dazu gehören Wörter oder Ausdrücke, die große Textteile (Absätze, Sätze oder ganze Klauseln) miteinander verbinden. Nach ihrer Funktion werden sie in drei Arten eingeteilt:
- Globale Organisatoren (Strukturmarkierungen):
- Initiierung und Weiterführung.
- Zusammenfassung und Verteilung.
- Fortsetzung und Ergänzung.
- Zeitliche Abfolge.
- Einführende Diskursoperatoren (Orientierung des Empfängers):
- Sichtbarkeitsindikatoren oder Grad der Gewissheit.
- Thematische Indikatoren.
- Einführung von Beispielen.
- Einführung von Erklärungen.
- Anschlüsse (Relationen zwischen Einheiten):
- Additionen (Summativ).
- Kontraste (Kontrastiv).
- Ursache-Wirkung (Kausal).
- Zeitliche Abfolge (Temporal).
- Räumliche Abfolge (Spatial).
2. Die Werbetextgestaltung
Ziele der Werbung
Die Werbetechnologie zielt darauf ab, Botschaften in den Medien zu verbreiten, um:
- Die Vorteile eines Produkts zu berichten.
- Den Empfänger vom vorgeschlagenen Verhalten zu überzeugen/persuadieren.
Arten der Werbung
- Kommerzielle Werbung: Wird von privaten und öffentlichen Unternehmen durchgeführt, um die Öffentlichkeit zum Konsum ihrer Produkte zu bewegen. Ihr Ziel ist die Förderung der Marktwirtschaft.
- Kommunikative Werbung (Propaganda): Wird von politischen Parteien, gesellschaftlichen Organisationen und NGOs durchgeführt, um bestimmte Werte und Verhaltensweisen in der Gesellschaft zu fördern. Das Ziel ist die Steuerung des öffentlichen Verhaltens.
Formen der Anzeige
Anzeige (Print/Plakat)
Die Printanzeige kombiniert Text und Grafik. Sie ist präsent in städtischen Bereichen und auf Plakaten.
Radiowerbung (Audio)
Die Radiowerbung kombiniert Musik, Spezialeffekte und Text. Sie ist präsent im Bereich der Radiowerbung.
Audiovisuelle Werbung (TV/Film)
Die audiovisuelle Werbung kombiniert Bild, Inszenierung, Musik, Spezialeffekte und Text. Sie ist präsent im Bereich von Fernsehen und Film.
Effektivität der Werbung (AIDA-Prinzip)
Damit eine Anzeige effektiv ist, muss sie die folgenden Schritte durchlaufen: Aufmerksamkeit (Attention), Interesse (Interest), Verlangen (Desire) und Handlung (Action) – das AIDA-Prinzip.
Elemente einer grafischen Anzeige
- Titel: Der Satz, der das Thema der Anzeige zusammenfasst. Er ist größer als der restliche Text.
- Bild: Der figurative Teil der Anzeige (Foto, Zeichnung, etc.).
- Text: Schriftliche Produktinformationen durch einen kurzen erklärenden, überzeugenden oder lehrreichen Text.
- Slogan: Der Ausdruck, der die Nachricht abschließt und versucht, sich im Gedächtnis des Empfängers festzusetzen.
- Logo: Die symbolischen Elemente der Marke oder des Unternehmens.
Merkmale des Bildmaterials in der Werbung
- Das Bild ist grundlegend für jede Anzeige.
- Es wird in verschiedenen Formaten dargestellt: Fotografie, Zeichnung, Collage.
- Es dient dazu, verschiedene Ressourcen zu erzeugen: realistisch, evokativ, metaphorisch, symbolisch, emotional, erotisch.
- Die Wahl des Bildes zielt darauf ab:
- Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu gewinnen.
- Die Überzeugungskraft der Anzeige zu stärken.
Arten von Aussagen in Anzeigen
Aussagen der Sinne (Direkte Kommunikation)
- Produktname und Beschreibung eines Merkmals.
- Erklärung einer Handelspolitik eines renommierten Unternehmens.
- Charakterisierung des Produkts.
- Appell an den Empfänger.
Bildhafte Aussagen
- Metapher
- Synästhesie
- Metonymie
- Allegorie des Produkts (Identifizierung Produkt-Konsument)
Die drei häufigsten Texttypen
- Erklärungstext: Objektiver Charakter, erklärt die Eigenschaften des beworbenen Objekts.
- Steigerungstext (Augmentativ): Subjektiver Charakter, bewertet die Qualität der Dienstleistung oder des Gegenstandes positiv.
- Appellativer Text: Charakter der Aufforderung, richtet sich direkt an den Empfänger, um ihn zum Konsum zu bewegen.
Merkmale des Slogans
- Er ist der wichtigste Satz einer Anzeige.
- Er ist das Motto der Kampagne.
- Es ist der Ausdruck, der sich im Gedächtnis des Empfängers einprägen soll.
- Er ist das Symbol der Marke oder des beworbenen Produkts.
- Er sollte prägnant sein und eine direkte Sprache verwenden.
Arten von Slogans
- Appellativer Charakter: Richtet sich direkt an den Empfänger und erfordert dessen Intervention.
- Qualitätscharakter: Beschreibt eine Eigenschaft des Produkts oder der Marke.