Grundlagen und Theorien der Sozialen Arbeit und Ethik

Eingeordnet in Lehre und Ausbildung

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,43 KB

Grundlegende Konzepte der Sozialen Arbeit

Definitionen

Ideologie:
Eine Wissenschaft darüber, wie die Welt aufgebaut ist. Auf dieser Grundlage entstehen religiöse Überzeugungen und daraus abgeleitete Handlungen, die die Einstellung beeinflussen.
Perspektive:
Die besondere Art und Weise, die Welt zu beobachten.
Theorie:
Ein Weg, die Welt und ihre Komponenten zu erklären.
Person:
Ein fähiges Wesen, das rational denken und unbestimmt handeln kann.
Achtung (Respekt):
Aktive Sympathie für eine andere lebende Person.
Modell:
Klassifizierung und Beschreibung eines Teils der Welt; hat weniger Erklärungskraft als eine Theorie.

Vertiefende Erklärungen und Ethische Prinzipien

Das Modell ist eine deskriptive Klassifikation, die weniger Erklärungskraft als eine erklärende Theorie besitzt. Wertannahmen können nur in umfassenden Theorien und Perspektiven identifiziert werden.

  • Menschen, die soziale Betreuung in Anspruch nehmen, werden als Anwender (oder Klienten) bezeichnet.
  • Der Mensch, der in der Lage ist, vernünftig zu denken und selbstbestimmt zu handeln, wird als Person bezeichnet.
  • Das Konzept der Achtung kann als aktive Sympathie für ein anderes menschliches Wesen betrachtet werden.
  • Das Prinzip der Gerechtigkeit erfordert aus Gründen der Gleichbehandlung, dass wir [Güter/Ressourcen] so weit wie möglich verteilen.
  • Das Prinzip der Nützlichkeit verpflichtet uns, so viel Gutes wie möglich zu bewirken.
  • Die Sichtweise, die eine bestimmte Art und Weise der Beobachtung der bekannten Welt ermöglicht, wird als Perspektive bezeichnet.

Umfassende Theorien (4)

  1. Psychodynamisch
  2. Verhaltenstherapeutisch
  3. Systemisch / Ökologisch
  4. Kognitiv

Wenn eine Person ein Recht hat, hat mindestens eine weitere Person die Pflicht, dieses Recht zu gewährleisten.

Klassifikation und Kernideen

Theorieklassifikation nach Payne (1991)

  1. Theorie des Verständnisses (T. Verständnis)
  2. Theorie der Anwendung (T. Anwendung)
  3. Spezifische Theorie (T. Spezifisch)
  4. Theorie des Ausblicks (T. Ausblick)

Zentrale Ideen psychodynamischer Theorien

Zwei wichtige Ideen, die eine Theorie ausmachen, sind der Psychische Determinismus und das Unbewusste.

Wahr oder Falsch? (V/F)

  1. F: User-Kunden-Konzepte sind am besten für die soziale Arbeit geeignet. (R: Sie sind nicht die geeignetsten.)
  2. V: Der kompetente Fachmann ist im Gleichgewicht zwischen seinen Pflichten und erkennt dies an.
  3. F: Sowohl die Kantische als auch die utilitaristische Theorie konzipieren den Menschen nicht als Individuum, das frei entscheiden kann. (A: Sie sind frei, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.)
  4. V: Der Begriff des Gesetzes ist als gültige Forderung definiert.
  5. F: Wie in psychodynamischen Theorien relevant, sind die zwei Ideen psychologischer Indeterminismus und das Unbewusste. (R: Determinismus und Unbewusstes.)
  6. F: Verhaltenstheorien (TS) konzentrieren sich auf beobachtbares Verhalten, und die Theorien der Perspektive dienen der Analyse und Verhaltensänderung. (A: Dies geschieht in Verbindung mit der Lerntheorie.)
  7. F: Die Systemtheorie wird durch das System der Theorien und das System der Klienten gebildet. (R: Sie wird durch das Klienten-System und das System der Ziele gebildet.)
  8. V: Nutzer haben Rechte, da sie Menschen, Bürger und Konsumenten sind.
  9. F: Theorien unter professioneller Leitung können eingestuft werden in: Prof. Positive und Negative. (R: Reflektierend und Defensiv.)
  10. F: Die TS (Theorie der Sozialen Arbeit) ist in den institutionellen Rahmen der Rechte und Pflichten eingebettet, die nur durch Gesetz festgelegt sind. (R: Sie ist durch das Gesetz und den Institutionellen Kodex/Ethikkodex festgelegt.)

Verwandte Einträge: