Grundlagen der Trainingslehre: Kraft, Schnelligkeit & Prinzipien
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Faktoren der Muskelkontraktion
Die Muskelkontraktion wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst:
- Muskelfasertypen: Unterscheidung in schnell und langsam zuckende Fasern.
- Muskeldicke und Volumen: Muskelhypertrophie beeinflusst die Kraftentwicklung.
- Art der Kontraktion: Konzentrische und isometrische Kontraktionen.
Einfluss des Nervensystems
Die Koordination der Muskulatur erfolgt durch das Zusammenspiel von Agonisten, Antagonisten und Fixierern.
Weitere Einflussfaktoren
- Muskeltemperatur: Ein guter Aufwärmzustand erhöht die Leistungsfähigkeit.
- Trainingszustand und Motivation: Psychologische und physische Faktoren beeinflussen die Leistung.
Kraftarten und Definitionen
Physikalische Grundlage: Kraft = Masse × Beschleunigung
Maximalkraft
Die maximale Spannung, die ein Muskel gegen einen Widerstand erzeugen kann. Beispiel: Gewichtheben.
Explosivkraft
Die Fähigkeit, bei hoher Bewegungsgeschwindigkeit große Lasten zu bewegen. Beispiel: Weitsprung.
Kraftausdauer
Die Fähigkeit, eine Kraftleistung über einen längeren Zeitraum gegen Ermüdung aufrechtzuerhalten. Beispiel: Kajakfahren.
Schnelligkeit
Die Fähigkeit, Bewegungen in möglichst kurzer Zeit auszuführen.
Klassifizierung
- Reaktionsgeschwindigkeit: Zeit zwischen Reiz und Muskelkontraktion.
- Kontraktionsgeschwindigkeit
- Bewegungsgeschwindigkeit
Flexibilität (Beweglichkeit)
Die maximale Kapazität zur Erweiterung des Bewegungsumfangs in einem Gelenk.
Faktoren der Flexibilität
- Mechanisch: Gelenktyp und muskuloligamentäre Strukturen.
- Emotional/Sozial: Temperatur, Stress und soziale Gewohnheiten.
Trainingsprinzipien
Phasen der Belastung (Allgemeines Anpassungsgesetz)
- Alarmphase: Störung des homöostatischen Gleichgewichts durch Reize.
- Widerstandsphase: Anpassung des Organismus zur Wiederherstellung des Gleichgewichts.
- Erschöpfungsphase: Wenn der Reiz zu stark ist oder die Grenzen des Organismus überschreitet.
Wichtige Trainingsgrundsätze
- Prinzip der Individualität: Anpassung der Trainingsprogramme an die spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Athleten.
- Prinzip der Anpassung: Der Körper reagiert auf Belastung (Ermüdung) und Ruhe (Erholung) mit Leistungssteigerung.
- Prinzip der Progression: Langsame, stetige Steigerung der Trainingsbelastung zur Leistungsverbesserung.
- Prinzip der Kontinuität: Systematische Praxis ist notwendig, um Anpassungen zu erhalten und Überkompensation zu nutzen.
- Prinzip der Periodisierung/Alternanz: Wechsel von Belastung und Erholung zur optimalen Überkompensation.
- Prinzip der Variation: Einsatz vielfältiger Trainingsmethoden zur Vermeidung von Monotonie und Stagnation.