Grundlagen der UML und objektorientierten Modellierung
Eingeordnet in Informatik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,63 KB
Grundlagen der objektorientierten Modellierung
Objekt: Ein Objekt ist etwas, dem wir eine Identität, einen Zustand und ein Verhalten zuordnen können.
Klasse: Eine Abstraktion, die eine Reihe von Objekten mit ähnlichen Verhaltensmerkmalen zusammenfasst.
Anwendungsfälle (Use Cases)
Anwendungsfall: Eine Folge von Interaktionen zwischen einem Benutzer und einem Softwareprodukt zur Erfüllung eines Ziels.
Akteur: Ein Anwender, der direkt mit einem Anwendungsfall in Zusammenhang steht. Es gibt drei Typen:
- Main (Hauptakteur): Initiiert den Anwendungsfall, um seine Anforderungen zu erfüllen.
- Partner: Ein Akteur, der den Hauptakteur unterstützt.
- Secondary (Nebenakteur): Unterstützt das System bei der Erfüllung der Anforderungen des Hauptakteurs.
Assoziationen zwischen Anwendungsfällen
- Inklusion (Include): Ein Anwendungsfall ist in einem anderen enthalten; die Umsetzung ist obligatorisch.
- Erweiterung (Extend): Ein Anwendungsfall erweitert einen anderen; die Ausführung ist optional.
Anwendungsfälle werden aus den funktionalen Anforderungen abgeleitet.
UML-Diagrammtypen
Empfohlene Diagramme: Deployment-Diagramm, Sequenzdiagramm, Kollaborationsdiagramm, Business Use Case, Use-Case-Diagramm, Aktivitätsdiagramm, Klassendiagramm und Komponentendiagramm.
Verteilungsdiagramm (Deployment-Diagramm)
Stellt die physische Architektur dar, auf der das System implementiert wird. Es umfasst PCs, Server und Laborumgebungen, um das reibungslose Funktionieren des Systems zu gewährleisten.
RUP-Methode
Die RUP-Methode (Rational Unified Process) basiert auf objektorientierten Anwendungsfällen, da diese eine effiziente Methode zur Erfassung von Anforderungen, Richtlinien, Implementierung und Tests darstellen.
Interaktionsdiagramme
Zeigen den Ablauf und die Zusammenarbeit der beteiligten Objekte zur Erfüllung der Anforderungen.
- Sequenzdiagramm: Zeigt die zeitliche Abfolge der Interaktionen durch Nachrichten.
- Kollaborationsdiagramm: Zeigt, wie verschiedene Elemente zusammenarbeiten, um eine Systemanforderung zu erfüllen.
Regeln: Für jeden Anwendungsfall werden ein Sequenz- und ein Kollaborationsdiagramm erstellt. Nachrichten zwischen Klassen repräsentieren Assoziationen.
Aktivitäts- und Zustandsdiagramme
Aktivitätsdiagramm: Beschreibt Aktivitäten als Ergebnis der Interaktion zwischen Akteur und System.
Zustandsübergangsdiagramm: Zeigt die Zustände, die ein Objekt durchläuft, sowie Ereignisse, die Zustandsänderungen auslösen.
- Event: Eine Operation oder ein Prozess, der eine Zustandsänderung erzeugt.
- Wächterbedingung (Guard): Eine Bedingung, die erfüllt sein muss, damit ein Ereignis eintreten kann.
Datenbank- und Klassenkonzepte
- Tablespace: Speicherplatz für Tabellen.
- Datenbank: Sammlung von Daten.
- Eigentümer: Benutzer, dem Tabellen zugeordnet sind.
- Stored Procedure: Operation innerhalb der Datenbank.
In Klassen gibt es drei Arten von Sichtbarkeiten für Attribute und Operationen: privat, öffentlich und geschützt. Standardmäßig sind Attribute privat und Operationen öffentlich.
Layout: Eine Übersicht über die physische Implementierung des Systems.