Grundlagen der Unternehmensfinanzierung und Wertpapiere

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Grundlagen der Unternehmensfinanzierung

Eine Obligation ist ein festverzinsliches Wertpapier. Der Inhaber wird zum Gläubiger der Gesellschaft, was ihm das Recht gibt, Zinsen zu beziehen und die Rückzahlung des Kapitals zu verlangen. Die Gesamtverschuldung wird dabei als Darlehen ausgegeben.

Leasing und Vermietung

  • Leasing: Dies ist ein Vorgang, bei dem ein Unternehmen einen Vermögenswert im eigenen Namen erwirbt und ihn an eine Firma vermietet. Diese nutzt den Vermögenswert und zahlt dafür monatliche Raten.
  • Vermietung: Hierbei wird Miete für eine Maschine oder ein Fahrzeug gezahlt, sodass das Unternehmen diese nutzen kann, ohne sie kaufen zu müssen. Die Gebühr beinhaltet in der Regel die Instandhaltung und Reparaturen.

Finanzierung mit kurzfristigen Verbindlichkeiten

  • Kredite von Lieferanten: In vielen Fällen gewähren Lieferanten ihren Kunden Zahlungsziele. Während dieser Zeit bieten sie faktisch eine kostenlose Finanzierung für das Unternehmen an.
  • Factoring: Dies ist eine Vertragsart, bei der ein Unternehmen seine Forderungen an ein anderes Unternehmen (den Faktor) überträgt. Der Faktor übernimmt die Beitreibung der Schulden im Gegenzug für eine sofortige Zahlung.
  • Diskontierung von Wechseln: Der Diskont ist ein Vorgang, bei dem der Inhaber einen Wechsel an einen Dritten gibt, um den Betrag vorab zu erhalten.
  • Bankkredite: Ein Kredit ist ein Vorgang, bei dem ein Finanzinstitut verpflichtet ist, einem Kunden Geld zur Verfügung zu stellen. Der Kunde kann den Betrag pauschal oder in Teilbeträgen abrufen und zahlt Zinsen auf die jeweils beanspruchten Beträge.

4.2 Interne Finanzierung

A) Eigenkapital

Kapitalerhöhungen

Das Unternehmen erhält neue Finanzmittel durch Kapitalerhöhungen, also durch den Verkauf neuer Aktien der Gesellschaft. Diese werden von bestehenden Geschäftspartnern oder neuen Partnern erworben. Der Vorteil ist, dass keine Zinszahlungen anfallen.

Subventionen

Darunter versteht man Vorteile, welche die Beschaffung finanzieller Mittel durch die öffentliche Hand erleichtern:

  • Finanzielle Zuschüsse
  • Steuerrabatte oder Befreiungen von Steuern
  • Kredite zu niedrigen Zinssätzen
  • Bonus-Quoten in der Sozialversicherung
  • Rohstoffe und bestimmte administrative Ausstattungen
  • Die Zuweisung von Immobilien oder Grundstücken
  • Unterstützung durch die Gemeinschaft, den Staat, autonome Gemeinschaften oder lokale Behörden

B) Passiva und Fremdkapital

Finanzierung mit langfristigen Verbindlichkeiten
  • Bankdarlehen: Ein Darlehen ist ein Vertrag, bei dem ein Darlehensnehmer von einem Kreditgeber einen bestimmten Geldbetrag erhält, mit der Auflage, diesen innerhalb einer festgelegten Zeit und zu vereinbarten Bedingungen zurückzugeben.
  • Ausgabe von Wertpapieren: Wenn der Bedarf an finanziellen Mitteln sehr hoch ist, kann es schwierig sein, einzelne Kreditgeber zu finden. In diesem Fall kann die Gesamtsumme in Teilschuldverschreibungen mit geringerem Nennwert aufgeteilt werden, sogenannte Obligationen.

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