Grundlagen der Unternehmenskommunikation und Strategie
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Kommunikationspolitik
Herausforderungen der Kommunikation
- Flut von Informationen und Signalen
- Digitalisierung: führt zu Fragmentierung der Medien
- Globalisierung: erweitert das Absatzgebiet und den kulturellen Kommunikationsraum
Aufgabe 1: Zielgruppen der Kommunikation
Zielgruppen sind:
- Mitarbeiter
- Aktuelle Kunden
- Potenzielle Kunden
- Vergangene Kunden
- Lieferanten
- Konkurrenz
- Staat
- Umweltverbände
- Medienverbände
- Politische Parteien
Lasswell-Modell
Wer sagt was unter welchen Bedingungen auf welche Art und Weise über welche Kanäle zu wem mit welcher Wirkung? Wobei Sender und Empfänger die wichtigsten Elemente darstellen.
Above-the-line und Below-the-line
- Above-the-line: Unternehmenskommunikation, die man unmittelbar als solche erkennen kann.
- Below-the-line: Kommunikationsmaßnahmen, die nicht sofort als solche erkennbar sind.
Wichtig: Integrierte Kommunikation an allen Customer-Touch-Points, damit der Kunde auf seiner Customer Journey ein konsistentes Bild erhält. Customer Journey: Bekanntheit → Abwägung → Kauf → Bindung → Empfehlung (Online, Offline).
Planungsprozess der Kommunikation
1. Kommunikationsziele
Die psychografischen Ziele lassen sich in 3 Arten aufteilen:
- Kognitive Werbeziele: Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, Bekanntheitsgrad
- Affektive Werbeziele: Interesse an Produktangeboten, Positionierung
- Konative Werbeziele: Informationsverhalten, Probierkäufe
Weitere Schritte
- Planung Zielgruppen
- Festlegung der Kommunikationsstrategie
- Erfolgskontrolle
Aufgabe 2: AISDAS – Werbewirkungsmodell
- Attention (Aufmerksamkeit): Die Aufmerksamkeit der Zielpersonen gewinnen
- Interest (Interesse): Interesse wecken
- Search (Suche): Im Internet Infos suchen
- Desire (Verlangen): Bedürfnis und Kaufwunsch wecken
- Action (Handlung): Kaufakt
- Share (Teilen): Mund-zu-Mund-Propaganda
Segment- bzw. Zielgruppenbezug
- Zielgruppenidentifikation: Aktuelle und potenzielle Kunden.
- Zielgruppenbeschreibung: Relevante Verhaltensmerkmale bestimmen.
- Zielgruppenerreichbarkeit: Über welche Medien die Zielgruppe am besten angesprochen werden kann.
Aufgabe 3: Integrierte Kommunikation
Inhaltliche Integration
(Instrumental, Horizontal, Vertikal und Funktional):
- Gegenstand: Thematische Abstimmung, Konsistenz und Eigenständigkeit
- Ziele: Argumente und Bilder als Instrumente
- Zeithorizont: Langfristig
Formale Integration
- Gegenstand: Einhaltung formaler Gestaltungsprinzipien, Prägnanz und Klarheit
- Ziele: Einheitliche Zeichen, Logos, Slogans, Größe und Farbe
- Zeithorizont: Mittel- bis langfristig
Zeitliche Integration
- Gegenstand: Abstimmung innerhalb und zwischen Planungsperioden, Konsistenz und Kontinuität
- Ziele: Ereignisplanung
- Zeithorizont: Kurz- bis Mittelfristig
Aufgabe 4: Kommunikationsstrategie
Entscheidungen im Rahmen der Kommunikationsstrategie (5 Aspekte)
- Geographisch: Lokal, regional etc.
- Zeitliche: Einmalig, punktuell, kontinuierlich
- Positionierung: Def. des Nutzenversprechens
- Priorisierung der Instrumente: Mediastrategie
- Kreativ: Übersetzung des Nutzenversprechens, Reason Why, Kommunikationsstil
Festlegung des Kommunikationsbudgets
Massnahmen
- Wirkungsgestützte Methode: Hier versucht man, unterschiedliche Kommunikationsbudgets und zugehörige Zielerreichungsgrade funktional miteinander zu verknüpfen. Problem: Carry-Over-Effekt und Spill-Over-Effekt.
- Nicht wirkungsgestützte Methode: Hier stehen Planungsziffern im Vordergrund.
Selektionsentscheidungen
- Intermediaselektion: Auswahl zwischen verschiedenen Werbeträgerkategorien (z.B. Klassische Werbung: TV, Radio, Print...).
- Intramediaselektion (Wahl des Werbemittels): Auswahl aus den Kategorien, also Konkretisierung (z.B. Werbespot auf VOX oder Radiospot bei WDR2).