Grundlagen der Unternehmensplanung und -führung: Eine umfassende Analyse

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1. Grundlegende Elemente in der Planung: Von der Vision zum Ziel

Vollständiges Bild: Legt fest, wie das Unternehmen in einem bestimmten Bereich agieren möchte. Es ist ein wünschenswertes und erreichbares Bild, das eine Idealisierung der Zukunft des Unternehmens darstellt.

Mission: Der grundlegende sozioökonomische Zweck der Gründung eines Unternehmens. Die Mission ist die Daseinsberechtigung der Firma und die Prinzipien, nach denen das Unternehmen geführt wird.

Ziele und Vorgaben: Spezifische, quantifizierbare und zeitlich begrenzte Zwecke, die die Tätigkeit der Organisation lenken. Sie sind die Verwirklichung der im Rahmen der Mission festgelegten Grundsätze und müssen mit ihr im Einklang stehen. Die Ziele dienen der Festlegung von Prioritäten, bieten Normen für den Vergleich von Ergebnissen und vereinheitlichen die Bemühungen aller Mitglieder der Organisation.

2. Prinzipien der Organisationsgestaltung: Vertikale und horizontale Ansätze

Vertikale Designprinzipien:

Autorität: Das Recht oder die Fähigkeit, zu befehlen, Gehorsam zu fordern und Entscheidungen zu treffen, die andere beeinflussen. Dieser Begriff wird zunehmend durch den Begriff der Führung ersetzt.

Hierarchie: Die Schaffung geordneter Ebenen, auf denen das Prinzip der Autorität angewendet wird.

Horizontale Designprinzipien:

Arbeitsteilung: Die Aufteilung von Aufgaben, bei denen eine Tätigkeit oder Funktion zwischen den Mitgliedern aufgeteilt wird, um die Verwaltung zu reduzieren und die Quantität und Qualität der Ergebnisse zu verbessern.

Spezialisierung: Die ständige Zuweisung einer bestimmten Aufgabe an jede Person, wodurch diese zum Experten in einer Funktion wird und immer mehr Wissen in der individuellen Arbeit erlangt, was Zeit und Kosten spart (Lerneffekt).

3. Die Jobanalyse als grundlegende Personalressource

Die Jobanalyse umfasst die Untersuchung der Funktionen, Aufgaben und Tätigkeiten, die von jedem Mitarbeiter ausgeführt werden, sowie die Definition der Anforderungen, die erfüllt sein müssen, um diese Funktionen mit garantierter Qualität auszuführen.

Wir unterscheiden zwei Teile:

Beschreibung: Das Ziel ist es, die Elemente zu bestimmen, die die Stelle charakterisieren.

  1. Name
  2. Position in der Organisationsstruktur
  3. Inhalt der Stelle (Aufgaben oder Funktionen)

Spezifikation: Hier werden die Anforderungen und Verantwortlichkeiten ermittelt, die ein Arbeitnehmer erfüllen muss, um die Stelle auszufüllen.

4. Wichtige Quellen für externe Finanzierung: Kurz- und langfristig

Kurzfristige Finanzierung (C/P):

  • Lieferantenkredite
  • Wechsel
  • Factoring

Langfristige Finanzierung (L/P):

  • Eigenkapitalfinanzierung
  • Langfristige Verbindlichkeiten
  • Leasing

5. Besonderheiten von Dienstleistungen im Vergleich zu materiellen Gütern

Während materielle Güter Produkte der Natur sind, sind Dienstleistungen immateriell und können daher nicht gelagert oder transportiert werden. Sie müssen in dem Moment konsumiert werden, in dem sie erbracht werden, was zu Unterschieden in ihrer Verwaltung führt.

6. Haftung der Eigentümer: Einzelunternehmen vs. Kapitalgesellschaften

Bei einem Einzelunternehmen trägt der Eigentümer alle Risiken und haftet mit seinem gesamten Vermögen für die Verpflichtungen des Unternehmens. Bei Mitgliedern einer Kapitalgesellschaft ist die Haftung auf den Beitrag zum Unternehmen beschränkt.

7. Zentrale vs. dezentrale Organisation

Der Grad der Dezentralisierung einer Organisation bezieht sich auf die Ebene, auf der Entscheidungen getroffen werden. In einer zentralisierten Organisation werden die meisten Entscheidungen auf der höchsten Ebene getroffen, während in einer dezentralisierten Organisation die Entscheidungsfindung auf alle hierarchischen Ebenen verteilt ist.

8. Generische Strategien für Unternehmen

Ein Unternehmen kann drei grundlegende Strategien verfolgen:

  • Kostenführerschaft: Die niedrigsten Kosten in der Branche, um über den Preis zu konkurrieren (z.B. Discounter wie DIA).
  • Differenzierungsführerschaft: Ein einzigartiger Ruf, der Produkte unabhängig vom Preis attraktiv macht (z.B. Hipercor oder Carrefour im Einzelhandel).
  • Fokusstrategie (Segmentierung): Konzentration auf ein bestimmtes Marktsegment, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen (z.B. Urende im Vertrieb von Elektronik).

9. Management by Objectives (MbO)

MbO versucht, Mitarbeiter durch die Beteiligung an der Festlegung ihrer eigenen Ziele zu motivieren. Die Kenntnis der Faktoren, die zur Beurteilung ihrer Leistung herangezogen werden, wirkt ebenfalls motivierend.

Der Prozess umfasst drei Phasen:

  1. Festlegung von Zielen zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter.
  2. Regelmäßige Überprüfung des Fortschritts.
  3. Auswertung der Ergebnisse am Ende der Periode.

Ein Teil der Vergütung ist variabel und hängt von den Ergebnissen ab. MbO wirkt sich positiv auf die Motivation aus, da es die Messung des eigenen Fortschritts, größere Autonomie, regelmäßige Kommunikation und das Verständnis des Beitrags zur Erreichung der Unternehmensziele ermöglicht.

10. Kommunikationsarten im Unternehmen

(Hier fehlt die Beschreibung der Kommunikationsarten und Beispiele. Bitte ergänzen Sie diese.)

11. Interpretation der Fluktuationsrate bei Mercadona

Die Fluktuationsrate bewertet personelle Veränderungen im Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten. Eine erhöhte Fluktuationsrate wird als negativ betrachtet, da sie auf eine erhöhte Unzufriedenheit der Mitarbeiter hindeuten kann. Die Personalpolitik sollte dies berücksichtigen.

12. Analyse der finanziellen Situation eines Unternehmens

Wenn die wirtschaftliche Rentabilität konstant bleibt und die Verschuldung sinkt, während die finanzielle Rentabilität unterschätzt wird, liegt dies daran, dass die wirtschaftliche Rentabilität größer ist als die Finanzierungskosten (RE > i). Die Reduzierung der Verschuldung führt zu einer geringeren finanziellen Rentabilität.

13. Kritik an der Amortisationszeitmethode

Die Amortisationszeitmethode ist nicht ideal, da sie die Zeit, in der die Ströme erzeugt werden, nicht berücksichtigt, Cashflows nach der Amortisationsdauer ignoriert und inhomogene Mengen mit den Anschaffungskosten vergleicht. Bessere Methoden sind der Kapitalwert (NPV) und der interne Zinsfuß (IRR).

14. Der Diskont von Wechseln als Finanzierungsinstrument

Der Diskont von Wechseln bedeutet, dass ein Unternehmen einen Wechsel an ein Kreditinstitut sendet, um die Schuld später einzuziehen. Das Kreditinstitut gewinnt Zinsen für die Zeit. Das Ausfallrisiko verbleibt beim Unternehmen.

15. Unterschiede zwischen Werbung und Verkaufsförderung

Verkaufsförderung: Kurzfristige Anreize (z.B. Geschenke, Gewinnspiele, Gutscheine), um den Absatz zu steigern. Sie sind kurzfristig wirksam, verlieren aber mit der Zeit an Wirkung.

Werbung: Massenkommunikation über verschiedene Medien (TV, Radio, Plakate). Sie erreicht ein großes Publikum, ist aber weniger aufmerksamkeitsstark und kann zu einer Sättigung führen. Sie ermöglicht jedoch eine kontinuierliche Wiederholung der Botschaft.

16. Grundlegende Markenstrategien

  • Single-Brand-Strategie: Verwendung derselben Marke für alle Produkte (z.B. Yamaha).
  • Multi-Brand-Strategie: Verwendung verschiedener Marken für verschiedene Marktsegmente (z.B. L'Oreal).
  • Handelsmarken: Der Händler kontrolliert den Markt und spart Kosten für Werbung (z.B. Mercadona-Marken).

17. Das Modell der Kreislaufwirtschaft

Dieses Modell betrachtet eine Wirtschaft, die aus Haushalten (Besitzer der Produktionsmittel und Konsumenten) und Unternehmen (Produzenten) besteht. Haushalte kaufen Produkte und Unternehmen kaufen Produktionsfaktoren. Die Vergütung der Faktoren ermöglicht es den Haushalten, mehr Produkte zu kaufen.

18. Wettbewerbsvorteil

Ein Wettbewerbsvorteil ist eine überlegene Leistung des Unternehmens, die für den Verbraucher wichtig, von ihm wahrgenommen und nachhaltig sein muss (schwer zu imitieren).

19. Die vier grundlegenden Funktionen des Managements

Planung: Festlegung von Zielen und Maßnahmen zur Erreichung.

Organisation: Gestaltung der Struktur, die die beste Leistung ermöglicht.

Aktion: Ausführung der geplanten Maßnahmen.

Steuerung: Vergleich der Ergebnisse mit den Plänen und Korrekturmaßnahmen.

20. Handelskredit

Handelskredit ist die Aufschiebung der Bezahlung von Rohstoffen und Waren. Wenn ein Unternehmen seine Lieferanten nicht bar bezahlt, wird die Schuld zu einer Finanzierungsquelle. Beispiel: Ein Unternehmen kauft Waren und vereinbart eine Zahlung an Lieferanten innerhalb von 60 Tagen.

21. Negative finanzielle Laufzeit

Die finanzielle Laufzeit ist die Differenz zwischen der wirtschaftlichen Laufzeit und der durchschnittlichen Zahlungsfrist an Lieferanten. Große Einzelhändler haben oft eine negative finanzielle Laufzeit, da sie keine Rohstoffe lagern, eine kurze Lagerzeit für Fertigprodukte haben und die meisten Kunden bar bezahlen, während sie lange Zahlungsfristen mit ihren Lieferanten aushandeln.

22. Methoden der Preisgestaltung

  1. Kostenbasierte Preisgestaltung: Aufschlag auf die Kosten (z.B. Gesamtkostenmethode oder Grenzkostenmethode).
  2. Nachfragebasierte Preisgestaltung: Festlegung des Preises basierend auf der Zahlungsbereitschaft der Käufer.
  3. Wettbewerbsbasierte Preisgestaltung: Festlegung des Preises basierend auf den Marktpreisen.

23. Marketingstrategien: Massenmarketing vs. Segmentierung

  • Massenmarketing: Betrachtung aller Verbraucher als Einheit.
  • Personalisiertes Marketing: Anpassung des Angebots an die spezifischen Bedürfnisse jedes Kunden.
  • Segmentierung: Aufteilung der Kunden in homogene Segmente.

24. Kriterien der Marktsegmentierung

  • Demografische Variablen: Geschlecht, Alter, Familienstand.
  • Sozioökonomische Variablen: Einkommen, Beruf, Bildung.
  • Geografische Variablen: Land, Region.
  • Psychografische Variablen: Lebensstil, Persönlichkeit.

25. Die Jobanalyse als grundlegende Personalressource (Wiederholung)

Die Jobanalyse umfasst die Untersuchung der Funktionen, Aufgaben und Tätigkeiten, die von jedem Mitarbeiter ausgeführt werden, sowie die Definition der Anforderungen, die erfüllt sein müssen, um diese Funktionen mit garantierter Qualität auszuführen.

Wir unterscheiden zwei Teile:

Beschreibung: Das Ziel ist es, die Elemente zu bestimmen, die die Stelle charakterisieren.

  1. Name
  2. Position in der Organisationsstruktur
  3. Inhalt der Stelle (Aufgaben oder Funktionen)

Spezifikation: Hier werden die Anforderungen und Verantwortlichkeiten ermittelt, die ein Arbeitnehmer erfüllen muss, um die Stelle auszufüllen.

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