Grundlagen der Vermessung: Reflektoren und Totalstationen

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Reflektoren in der Geodäsie

Reflektoren sind optische Prismenspiegel, die sich auf einer Messstange befinden. Es gibt Einzelprismen oder Prismengruppen, wobei Letztere zur Erhöhung der Reichweite bei der Distanzmessung dienen. Das Prisma stellt einen konstanten Korrekturfaktor dar, der in der Konfiguration des EDM (Elektronische Distanzmessung) eingegeben werden muss.

Unbeabsichtigte Fehler bei der Messung

Es treten Fehler bei der direkten Messung von Abständen mit dem Messband auf. Experimente zeigen, dass der lineare Fehler E auf der Messlänge L verschiedene Werte annehmen kann. Bei der indirekten Messung von Entfernungen mit EDM wird der absolute Fehler in mm angegeben. Der Ausdruck lautet:

  • A: Fester Bestandteil der Genauigkeit (in mm).
  • B: Anteil der Entfernung in Parts per Million (ppm).
  • D: Gemessene Entfernung in Kilometern.

Der relative Fehler variiert je nach Gegebenheit: zerklüftetes Gelände oder horizontales Land (Werte wie 0,000032, 0,0078, 0,0022, sensibleme, L, LLELLL, ETL, TL 2 2, AED mm, DB, DEED, RD).

Vermessung mit der Totalstation

Planimetrische Methoden

Die Strahlungsmethode

Das Ziel ist es, Lagekoordinaten einer Reihe von Punkten auf dem Boden zu erhalten. Diese Methode erfordert einen Standpunkt mit bekannten Koordinaten im Gelände sowie eine bekannte Orientierung zu einem anderen Punkt, um das Azimut des Instruments zu führen. Die erhobenen Daten sind: Horizontalwinkel, Vertikalwinkel und Schrägstrecke.

Methodik: Nach dem Aufstellen des Geräts wird die azimutale Orientierung durch Anzielen eines bekannten Referenzpunkts vorgenommen. Während der Vermessung können Orientierungskontrollen durchgeführt werden. Sobald die Messwerte der repräsentativen Stellen (Horizontalwinkel, Vertikalwinkel und Schrägstrecke) aufgenommen wurden, muss der Referenzpunkt erneut angezielt werden, um zu prüfen, ob sich das Gerät bewegt hat. Sollte dies der Fall sein, müssen alle Beobachtungen verworfen werden. Ein Nachteil dieser Methode ist die fehlende Eigenkontrolle im Vergleich zu anderen Verfahren. Die ermittelten Koordinaten sind polar, während die normale Arbeit in kartesischen Koordinaten (X und Y) erfolgt, weshalb eine Umrechnung notwendig ist.

Der Polygonzug (Traverse)

Ein Polygonzug dient zur Bestimmung der Koordinaten von Elementen, die für weitere Vorhaben wie die Strahlungsmethode genutzt werden. Für manche ist ein solches Polygon einfach eine Reihe von Ketten-Strahlungen. Es gibt mehrere Arten von Traversen:

  • Geschlossener Polygonzug: Diese beginnen und enden am selben Punkt, wodurch der Fehler bewertet werden kann.
  • Beidseitig angeschlossener Polygonzug: Diese beginnen und enden an Punkten mit bekannten Koordinaten und Referenzen. Auch hier lässt sich der Fehler bestimmen.
  • Fliegender (offener) Polygonzug: Diese beginnen an einem bekannten Referenzpunkt, enden jedoch an einem Punkt mit unbekannten Koordinaten, sodass keine Möglichkeit zur Fehlerbewertung besteht.

Methodik: Das Gerät wird am Ausgangspunkt B1 aufgestellt und auf einen bekannten Referenzpunkt (Ref1) orientiert. Anschließend wird der zweite Punkt der Strecke (B2) angezielt, um Horizontalwinkel, Vertikalwinkel und Schrägstrecke zu bestimmen. Danach erfolgt der Instrumentenwechsel zu diesem abgestrahlten Punkt.

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