Grundlagen der Volkswirtschaftslehre: Definitionen und Konzepte
Eingeordnet in Wirtschaft
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,62 KB
Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
Volkswirtschaftslehre (Economy) ist die Wissenschaft, die sich mit der Art und Weise befasst, wie knappe Ressourcen verwaltet werden, um den unbegrenzten Bedarf der Gesellschaft zu decken. Das Ziel ist die Produktion und Verteilung von Waren und Dienstleistungen zum Konsum unter den Mitgliedern.
Wichtige ökonomische Konzepte
Mangel (Scarcity)
In der Wirtschaftswissenschaft bezeichnet Mangel nicht den völligen Mangel an Eigentum, sondern den relativen Mangel im Hinblick auf die Bedürfnisse, Wünsche und Anforderungen der Konsumenten.
Bedürfnis (Need)
In den Wirtschaftswissenschaften ist ein Bedürfnis identisch mit dem Wunsch der Konsumenten nach einer Ware oder Dienstleistung. Der Begriff bezeichnet nicht die Dringlichkeit oder Härte, die normalerweise in der Alltagssprache gemeint ist. Finanzielle Bedürfnisse können nicht immer vollständig befriedigt werden, weil die Waren und Dienstleistungen, die Konsumenten begehren, im Vergleich zu den unbegrenzten Wünschen rar sind.
Ware (Good)
Eine Ware ist generell alles, was zur Erfüllung von Bedürfnissen dient oder verwendet wird. Diese Güter werden in der Ökonomie eingestuft als Ersatzstoffe, freie Güter, unabhängige Güter und ergänzende Güter.
Bereiche der Ökonomie
Mikro- und Makroökonomie
- Mikroökonomie ist die Lehre davon, wie knappe Ressourcen zugewiesen werden, um Bedürfnisse zu erfüllen.
- Makroökonomie befasst sich mit der Untersuchung, inwieweit die verfügbaren Ressourcen voll genutzt werden, wie sie im Laufe der Zeit wachsen und anderen damit verbundenen Fragen.
Positive und Normative Ökonomie
- Positive Ökonomie ist die Wissenschaft, die objektiv Erklärungen für ökonomische Phänomene sucht. Sie befasst sich mit dem, was ist oder sein könnte, und bewertet die Auswirkungen beobachteter Phänomene anhand von Fakten.
- Normative Ökonomie liefert zweckmäßige Vorgaben basierend auf Werturteilen darüber, was sein sollte. Die Aussagen reagieren auf ethische, weltanschauliche oder politische Vorstellungen darüber, was als erwünscht oder unerwünscht gilt.
Theorie und Wirtschaftszyklus
Ökonomische Theorie
Die Ökonomische Theorie ist die Menge der Hypothesen, die versuchen, wirtschaftliche Aspekte der Wirklichkeit abzubilden. In der ökonomischen Theorie gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: die Mikro- und die Makroökonomie.
Der Wirtschaftszyklus
Der Wirtschaftszyklus beschreibt regelmäßige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivitäten im Laufe der Zeit, die typischerweise anhand von Variationen des Bruttosozialprodukts gemessen werden. Er wird durch eine Reihe von wirtschaftlichen Erscheinungen angetrieben. Die Bewertung konzentriert sich auf den Vergleich des Produktionspotenzials und des tatsächlichen Produkts.
Potenzielles oder Trend-Output
Das Potenzielle Einkommen (Trend-Output) ist das Produktionsniveau, das erreicht würde, wenn alle Ressourcen voll ausgelastet wären (Vollbeschäftigung).
Reales oder Effektives Produkt
Das Reale Produkt bezieht sich auf die Produktionssteigerung, bereinigt um Preissteigerungen eines Basisjahres (konstante Preise), wodurch die Wirkung von Preissteigerungen abgezinst wird.
Gesamtwirtschaftliche Aggregate
Gesamtwirtschaftliche Nachfrage (Aggregate Demand)
Die Gesamtwirtschaftliche Nachfrage ist die Summe der Ausgaben für Konsum, Investitionen der Unternehmen, Staatsausgaben und des ausländischen Sektors. Sie hängt vom Preisniveau sowie von der Geldpolitik, Finanzpolitik und Außenwirtschaft ab.
Aggregierte Angebotskurve (Aggregate Supply)
Die Aggregierte Angebotskurve zeigt die Gesamtmenge an Waren und Dienstleistungen, die Produzenten bereit und fähig sind, zu verschiedenen Preisniveaus anzubieten. Sie hängt von Preisen, Produktionskapazitäten, Kosten und Marktbedingungen ab.
Inflation
Inflation ist definiert als „kontinuierliche und umfassende Erhöhung des Preisniveaus von einer Periode zur anderen“. Dies bedeutet, dass die meisten Preise von Gütern und Dienstleistungen in der Wirtschaft gleichzeitig zu steigen beginnen.