Grundlagen der VWL: Einkommen, Arbeit und Marktversagen
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Einkommen, Vermögen und Verteilung
Das Einkommen ist die Summe der Bezüge, die die Eigentümer der Produktionsfaktoren erhalten. Die Einkommensverteilung beschreibt, wie dieses Einkommen in Form von Gehältern, Mieten, Zinsen und Gewinnen aufgeteilt wird. Sie hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab:
- Lohnunterschiede: Ausgeprägte Lohnunterschiede führen zu einer ungleichen Einkommensverteilung.
- Vermögensverteilung: Das Vermögen ist der Nettovermögenswert und umfasst materielle, physische sowie finanzielle Güter. Je kleiner der Anteil der Bevölkerung ist, der Zugang zu Vermögen hat, desto größer sind die Einkommensunterschiede in der Gesellschaft.
Der Arbeitsmarkt
Das Arbeitsangebot
Das individuelle Arbeitsangebot, also die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden, hängt von zwei Faktoren ab:
- Der individuellen Wahl zwischen Arbeit und Freizeit.
- Den Opportunitätskosten der Freizeit, d. h. dem Stundenlohn.
Die individuelle Angebotskurve zeigt die Anzahl der Stunden, die eine Person bei einem bestimmten Stundenlohn zu arbeiten bereit ist. Normalerweise steigt mit einem höheren Lohn auch das Arbeitsangebot. Das gesamte Arbeitsangebot einer Volkswirtschaft hängt von drei Faktoren ab:
- Löhne
- Bevölkerungsgröße
- Erwerbsquote
Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosenquote ist der prozentuale Anteil der Arbeitslosen an der gesamten Erwerbsbevölkerung.
Arbeitslosenquote = (Anzahl der Arbeitslosen / Erwerbsbevölkerung) * 100
Zu den wichtigsten Arten der Arbeitslosigkeit gehören:
- Friktionelle Arbeitslosigkeit: Entsteht durch den normalen Wechsel von Arbeitsplätzen (z. B. bei der Jobsuche).
- Strukturelle Arbeitslosigkeit: Wird durch ein Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt verursacht, beispielsweise durch Mindestlöhne oder den Einfluss von Gewerkschaften.
Marktversagen und staatliche Eingriffe
Externalitäten
Externalitäten (externe Effekte) entstehen, wenn die Produktion oder der Konsum eines Gutes Nebenwirkungen auf Dritte hat, die sich nicht in den Marktpreisen widerspiegeln.
- Negative Externalitäten: Entstehen, wenn die sozialen Kosten (z. B. durch Umweltverschmutzung) höher sind als die privaten Kosten. Die am Markt produzierte Menge ist dann größer als die sozial optimale Menge.
- Positive Externalitäten: Entstehen, wenn der soziale Nutzen größer ist als der private Nutzen (z. B. bei Bildung oder Forschung). Die am Markt produzierte Menge ist dann geringer als die sozial optimale Menge.
Steuern
Steuern sind obligatorische Abgaben von Bürgern und Unternehmen an den öffentlichen Sektor. Man unterscheidet zwei Hauptarten:
- Direkte Steuern: Werden direkt auf Einkommen und Vermögen erhoben (z. B. Einkommensteuer).
- Indirekte Steuern: Werden auf den Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen erhoben (z. B. Mehrwertsteuer).