Grundlagen der Wärmeübertragung und Thermodynamik einfach erklärt

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Grundlagen der Wärmeübertragung und Thermodynamik

Definition und Quellen der Wärme

Wärme ist die Übertragung von Energie zwischen Systemen oder Objekten aufgrund eines Temperaturunterschieds. Sie wird auch als thermische Energie bezeichnet.

Natürliche Wärmequellen

Die primäre natürliche Quelle für Wärme und Licht auf der Erde ist die Sonne.

Künstliche Wärmequellen

  • Feuer: Eine der ersten künstlichen Wärmequellen, die durch Verbrennung entsteht.
  • Elektrische Widerstände: In der Elektrotechnik erzeugen Widerstände Wärme, wenn Strom durch sie fließt (Joulesche Wärme). Dies geschieht durch den Widerstand der Teilchen in den Leitern.

Temperatur und Thermisches Gleichgewicht

Temperatur

Die Temperatur ist ein Indikator für die durchschnittliche kinetische Energie der Teilchen eines Körpers. Sie misst die Bewegungsintensität der Partikel.

Thermisches Gleichgewicht

Wenn zwei Körper unterschiedlicher Temperatur (einer heiß, einer kalt) in Kontakt gebracht werden, überträgt der heiße Körper Wärme auf den kalten, bis beide die gleiche Temperatur erreichen. Diesen Zustand nennt man thermisches Gleichgewicht.

Das Thermometer

Das Thermometer ist das Instrument zur exakten Messung der Temperatur. Um die Temperatur eines Objekts (fest, flüssig oder gasförmig) zu messen, wird das Thermometer in Kontakt mit dem Objekt gebracht, bis das thermische Gleichgewicht erreicht ist. Theoretisch kann die Temperatur niemals unter -273 °C (den absoluten Nullpunkt) fallen.

Wärmekapazität und Speicherung

Wärmespeicherung

Je größer die Masse eines Körpers, desto größer ist die Anzahl seiner Teilchen. Dies führt zu einer höheren internen Energie und damit zu einer größeren Fähigkeit, Wärme zu speichern.

Spezifische Wärmekapazität

Jeder Stoff besitzt eine spezifische Wärmekapazität. Dies ist die Energiemenge, die benötigt wird, um die Temperatur einer Masseneinheit um ein Grad zu erhöhen. Ein höherer Wert bedeutet, dass mehr Wärme benötigt wird, um die Temperatur der Substanz anzuheben.

Ausdehnung und Zustände der Materie

Wärmeausdehnung (Dilatation)

Das Phänomen, dass sich fast alle Stoffe bei Erwärmung im Volumen ausdehnen, wodurch ihre Dichte abnimmt.

Kontraktion

Der gegenteilige Effekt: Stoffe ziehen sich zusammen und ihr Volumen nimmt ab, wenn sie abgekühlt werden.

Ausdehnung und Aggregatzustände

Die Volumenvergrößerung ist umso stärker, je höher die Beweglichkeit der Teilchen ist. Daher ist der Effekt bei Gasen am größten, gefolgt von Flüssigkeiten und zuletzt den Festkörpern.

Anomale Ausdehnung des Wassers

Wasser verhält sich anders als die meisten Stoffe: Es dehnt sich zwischen 0 °C und 4 °C aus, wenn es abgekühlt wird, und zieht sich zusammen, wenn es von 4 °C auf 0 °C abgekühlt wird. Eis hat eine geringere Dichte als flüssiges Wasser (weshalb Eisberge schwimmen).

Phasenübergänge (Zustandsänderungen)

Schmelzen (Fusion)

Wenn ein fester Stoff erhitzt wird, beginnt er bei einer bestimmten Temperatur zu schmelzen. Die zugeführte Wärmeenergie wird benötigt, um die Teilchen aus ihrer festen Struktur zu lösen. Diese Temperatur wird als Schmelzpunkt bezeichnet.

Erstarren (Verfestigung)

Beim Übergang vom flüssigen in den festen Zustand gibt die Substanz Wärme ab und kühlt dabei ab.

Wärmeübertragungsarten

1. Leitung (Konduktion)

Wärmeübertragung durch feste Stoffe, ohne dass sich die Materie selbst bewegt.

2. Konvektion

Die Übertragung von Wärme durch die Bewegung der Materie selbst. Dies ist die typische Art, wie Wärme in Flüssigkeiten und Gasen verbreitet wird.

Wärmeleiter und Isolatoren

Materialien werden danach unterschieden, ob sie den Durchgang von Wärme erlauben (Leiter) oder verbieten (Isolatoren), je nach ihrem Verwendungszweck.

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