Grundlagen der Wirtschaft: Sektoren und Akteure
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1. Was ist wirtschaftliche Tätigkeit?
Menschen haben viele Bedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Wohnung, medizinische Versorgung und mehr. Als wirtschaftliche Tätigkeit bezeichnen wir jeden Prozess, durch den wir Produkte und Dienstleistungen erhalten, die diese Bedürfnisse erfüllen. Wirtschaftliche Aktivitäten basieren auf drei Phasen: der Produktion dessen, was wir benötigen, der Verteilung und dem Verbrauch.
Die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen sind unendlich, aber die Mittel, die wir einsetzen, um sie zu erfüllen (Rohstoffe, Arbeitskräfte, Geld etc.), sind begrenzt. Daher müssen wir entscheiden, welche Waren und Dienstleistungen in welcher Menge und mit welchen Mitteln produziert werden sollen, wie die Produkte verteilt werden und welcher Prozentsatz an Investitionen vorteilhaft ist. Die Ökonomie ist die Wissenschaft, die all diese Aspekte untersucht.
2. Die Wirtschaftssektoren
- Der primäre Sektor: Er umfasst Tätigkeiten zur Gewinnung von Nahrungsmitteln aus der natürlichen Umwelt: Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Forstwirtschaft.
- Der sekundäre Sektor: Er beinhaltet Aktivitäten zur wirtschaftlichen Umwandlung von Rohstoffen aus der Natur in verarbeitete Erzeugnisse: Industrie, Baugewerbe, Bergbau und Energiewirtschaft.
- Der tertiäre Sektor: Er umfasst eine breite Palette von Aktivitäten, die im Gegensatz zum primären und sekundären Sektor keine materiellen Güter produzieren, sondern eine Dienstleistung für die Gesellschaft erbringen. Dazu gehören Handel, Transport, Gesundheit und Bildung.
3. Die Beteiligten im Wirtschaftsleben
Familien
Familien können aus einer oder mehreren Personen bestehen. Ihre ökonomische Rolle ist doppelt: Einerseits nehmen sie an der Produktion teil, indem sie Unternehmen und dem Staat ihre Arbeit und ihr Kapital zur Verfügung stellen. Andererseits konsumieren sie die produzierten Waren und Dienstleistungen; dieser Konsum ist der Motor der wirtschaftlichen Tätigkeit.
Unternehmen
Unternehmen widmen sich der Produktion von Waren und Dienstleistungen mit dem Ziel der Gewinnerzielung. Zur Entwicklung ihrer Tätigkeit benötigen sie die Arbeit der Familien, für die sie einen Lohn zahlen, und kaufen Produkte sowie Dienstleistungen von anderen Unternehmen (zum Beispiel Maschinen). Unternehmen lassen sich wie folgt klassifizieren:
Nach Eigentumsverhältnissen:
- Öffentlich: Im Besitz des Staates.
- Privat: Im Besitz von Privatpersonen oder Organisationen.
Nach Größe (EU-Kriterien):
- Kleinstunternehmen: Weniger als 10 Beschäftigte und ein Umsatz von bis zu 2 Millionen Euro pro Jahr.
- Kleine Unternehmen: Weniger als 50 Beschäftigte und ein Umsatz zwischen 2 und 10 Millionen Euro.
- Mittelständische Unternehmen: Bis zu 250 Mitarbeiter und ein Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr.
- Großunternehmen: Wenn diese Zahlen überschritten werden.
Nach Rechtsform:
Es gibt Einzelunternehmen, die einer Person gehören, und Gesellschaften mit mehreren Eigentümern. Die häufigsten Formen sind die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Aktiengesellschaft (AG).
Der Staat
- Er legt die Regeln für die Wirtschaftstätigkeit des Landes fest.
- Er fördert privatwirtschaftliche Tätigkeiten durch Zuschüsse und andere Hilfen.
- Er gründet Unternehmen in strategischen Sektoren (Verteidigung, Luft- und Raumfahrt) sowie in Krisenbereichen.
- Er stellt öffentliche Dienstleistungen bereit (Bildung, Gesundheit, Post) und verbraucht selbst viele Waren und Dienstleistungen.
- Er schafft viele Arbeitsplätze für Fachkräfte im öffentlichen Dienst (Lehrer, Ärzte, Richter, Polizisten).
Zur Finanzierung dieser Maßnahmen erhebt der Staat Steuern.