Grundlagen der Wirtschaftspolitik und des Bankwesens
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Wirtschaftspolitik: Ziele und staatliche Eingriffe
Wirtschaftspolitik beschreibt die Einmischung der Regierung in die wirtschaftlichen Angelegenheiten eines Landes, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Maßnahmen werden von den Behörden zur Verfügung gestellt und basieren auf konstitutionellen Grundsätzen sowie sozialen Präferenzen.
Ziele und materielle Wohlfahrt
Die Ziele sind am materiellen Wohlbefinden orientiert und betreffen den gesamten Lebenszyklus der Bürger. Dazu gehören:
- Gleichheit: Gleichheit vor dem Gesetz und die Schaffung grundlegender Bedingungen für die Entwicklung.
- Frieden und Sicherheit: Abwehr möglicher Angriffe und die Wahrung internationaler Vereinbarungen.
- Unabhängigkeit: Das Recht, die eigene Meinung frei zu äußern.
- Solidarität: Die altruistische Verteilung von Ressourcen.
Wirtschaftliche Zielsetzungen und Indikatoren
Ziele werden oft in Geldwerten ausgedrückt. Um den Grad der Zielerreichung zu überprüfen, werden statistische Indikatoren genutzt, die produzierte Abweichungen aufzeigen.
- Wirtschaftliche Ziele: Erreichung des allgemeinen wirtschaftlichen Wohlstands durch das Streben nach Wirtschaftswachstum und Preisstabilität.
- Soziale Ziele: Verbesserung der Sozialhilfe in den Bereichen Bildung und Gesundheit.
- Wirtschaftswachstum: Steigerung der Produktion ohne Ausschöpfung der Ressourcen.
- Preisstabilität: Beibehaltung des allgemeinen Preisniveaus.
- Einkommensverteilung: Schrittweise Senkung der Differenzen zwischen den Einkommen.
- Vollbeschäftigung: Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Verringerung der strukturellen und zyklischen Arbeitslosigkeit.
- Zahlungsbilanzgleichgewicht: Abbau von Defiziten im Außenhandel.
Instrumente und Klassifizierung der Politik
Instrumente sind Variablen, welche die Regierungen kontrollieren können, um Ziele zu ermöglichen:
- Direkte Instrumente: Beschränkung des freien Spiels der Märkte.
- Indirekte Instrumente: Beeinflussung des Marktverhaltens über das Preissystem (z. B. Geld-, Fiskal- oder Handelspolitik).
Die Klassifizierung erfolgt in:
- Makroökonomische Politik: Für die globale wirtschaftliche Tätigkeit.
- Mikroökonomische Politik: Für einen spezifischen produktiven Sektor.
- Strukturpolitik: Lang- oder mittelfristige Absichten.
- Zyklische Politik: Kurzfristige Maßnahmen.
Das Bankwesen und Finanzintermediäre
Banken, einschließlich Sparkassen und ländlicher Kreditgenossenschaften, sind Finanzintermediäre. Sie erhalten Mittel von Kunden, um diese an andere zu verleihen. Für das erhaltene Geld zahlen Banken Zinsen; für gewährte Darlehen verlangen sie einen höheren Betrag. Diese Differenz bildet den Zinsertrag. Zudem fallen Gebühren für Transaktionen wie Überweisungen oder Geldwechsel an.
Hauptfunktionen der Banken
1. Ressourcenbeschaffung (Passivgeschäft)
Dies dient dazu, Ressourcen durch Kunden zu gewinnen:
- Girokonten: Der Kunde kann über Guthaben verfügen (z. B. mittels Scheckheft).
- Sparkonten: Guthaben ohne Scheckheft, oft dokumentiert in einem Sparbuch.
- Bausparkonten: Diese bieten viele steuerliche Vorteile; das Geld ist zweckgebunden für den Kauf oder die Reparatur des ersten Eigenheims.
- Termineinlagen: Das Geld verbleibt für eine vertraglich festgelegte Zeit bei der Bank.
2. Ressourcenverwendung (Aktivgeschäft)
Investitionen in Aktien, Anleihen und Kredite:
- Darlehen: Mittel, die an Personen oder Institutionen gewährt und zurückgezahlt werden (persönliche Darlehen oder Hypotheken).
- Kredite: Rechte, die Banken den Kunden einräumen, um Mittel bis zu einem bestimmten Limit zu nutzen.
3. Ergänzende Dienstleistungen
Hierzu zählen insbesondere Kreditkarten und Debitkarten. Mit Debitkarten kann direkt Geld abgehoben oder bezahlt werden. Bei Kreditkarten wird das Geld meist erst am Anfang des nächsten Monats vom Konto abgebucht.