Grundlagen der Wissenschaft, Messung und Vektorrechnung
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Wissenschaft und die wissenschaftliche Methode
Wissenschaft ist das durch Argumentation gewonnene Wissen, das durch Beobachtung und systematisch strukturierte Methoden erlangt wird. Die wissenschaftliche Methode besteht aus der Beobachtung, die zu einer Hypothese führt, welche bewiesen oder widerlegt werden muss.
Beobachtung ist eine Tätigkeit eines Lebewesens, bei der Daten über die Sinne als wichtigste Instrumente aufgenommen und verarbeitet werden. Der Begriff kann sich auch auf die während dieser Tätigkeit gesammelten Daten beziehen.
Messung und Messsysteme
Messung: Ein Vergleich einer Größenordnung mit einem anderen, willkürlich gewählten Standard, der als Referenz dient, um auszudrücken, wie oft dieser darin enthalten ist.
Maßstab der Messung: Ein Muster von Aktionen, das isoliert ist und als Grundlage zur Messung einer Einheit dient. Viele Einheiten haben Muster, aber im metrischen System gibt es nur Handlungsmuster.
Messsystem: Eine Menge von Elementen, Regeln oder Dingen, die in Beziehung zueinander stehen, um einen Zweck oder eine Funktion zu erfüllen.
Rundung, Unsicherheit und Fehlerrechnung
Rundung: Ein Prozess, bei dem unbedeutende Dezimalstellen einer Dezimalzahl entfernt werden.
Unsicherheit oder Fehler: Beinhaltet Aspekte der Messung wie Präzision und Genauigkeit, signifikante Stellen, absolute und relative Fehler, Histogramme sowie systematische und zufällige Fehler.
- Fehlerfortpflanzung
- Absoluter Fehler: Der Unterschied zwischen dem Messwert und dem exakten Wert. Er kann positiv oder negativ sein, je nachdem, ob der Wert über oder unter dem tatsächlichen Wert liegt. Die Einheiten sind dieselben wie die der Messung.
- Relativer Fehler (Prozentualer Anteil): Der relative Fehler multipliziert mit einhundert (100 %).
Signifikante Stellen
Signifikante Stellen repräsentieren die Nutzung einer Unsicherheit unter bestimmten Näherungen. Bei dieser Betrachtung ist die letzte Ziffer stets ein ungewisser Ansatz.
Vektoren in der Physik
Ein Vektor ist eine gerichtete Strecke im Raum. Jeder Vektor hat bestimmte Merkmale: Ursprung, Modul (Betrag), Richtung und Orientierung (Sinn).
- Einheitsvektor: Ein Vektor ist unitär, wenn seine Norm eins ist. Man erhält einen Einheitsvektor in Richtung eines anderen Vektors, indem man diesen durch seinen Betrag teilt.
- Modul eines Vektors: Eine Zahl, die der „Länge“ des Vektors in der grafischen Darstellung entspricht.
- Gegenvektor (Vector Reverse): Ein Vektor, der im kartesischen Koordinatensystem entgegengesetzt gerichtet ist.
- Nullvektor (Void Vektor): Ein Vektor, dessen Modul (oder Ausdehnung) null ist. Er wird dargestellt als
oder
.
Physik und wissenschaftliche Gesetze
Was ist Physik?
Die Physik ist das Studium der Eigenschaften von Raum, Zeit, Materie und Energie unter Berücksichtigung ihrer Wechselwirkungen.
Eigenschaften eines idealen Maßstabs
Welche Eigenschaften sollte ein Maßstab besitzen?
- Unveränderlichkeit: Er darf sich über die Zeit nicht ändern oder davon abhängen, wer die Messung durchführt. Es ist schwer, eine solche Regel perfekt einzuhalten (z. B. Ausdehnung bei Temperaturänderung).
- Universalität: Er muss weit verbreitet oder zumindest anerkannt sein, da er sonst seinen Zweck nicht erfüllt.
- Reproduzierbarkeit: Er sollte nicht zu teuer in der Herstellung sein und in der Regel mit einer gewissen Toleranz reproduziert werden können.
Das wissenschaftliche Gesetz
Ein wissenschaftliches Gesetz beschreibt eine konstante Beziehung zwischen zwei oder mehr Variablen, von denen jede (zumindest teilweise oder indirekt) eine Eigenschaft eines konkreten Systems darstellt.