Grundlegende Menschenrechte: Universalität, Unveräußerlichkeit & Generationen
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Grundlegende Prinzipien der Menschenrechte
Universalität: Menschenrechte gelten für alle Menschen gleichermaßen, ohne Ausnahme. Die Anerkennung dieser Rechte ist entscheidend, auch wenn ihre vollständige Umsetzung noch nicht erreicht ist.
Präferenz: Bei Konflikten zwischen Rechten muss eine sorgfältige Abwägung erfolgen, wobei die Rechte anderer nicht verletzt werden dürfen.
Unverjährbarkeit: Menschenrechte sind zeitlos und gelten immer. Sie haben keine Grenzen, auch wenn es manchmal notwendig ist, bestimmte Rechte einzuschränken, um andere zu schützen.
Unveräußerlichkeit: Menschenrechte können nicht an andere übertragen werden. Sie sind unteilbar und nicht verhandelbar, da sie allen Menschen gleichermaßen zustehen.
Die drei Generationen der Menschenrechte
1. Generation: Bürgerliche und politische Rechte, die im 16. Jahrhundert von der Bourgeoisie gegen das alte Regime erkämpft wurden. Sie betonen die individuelle Freiheit.
2. Generation: Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, die von der Arbeiterbewegung in den letzten zwei Jahrhunderten gefordert wurden. Sie sind notwendig, um die Rechte der 1. Generation zu gewährleisten.
3. Generation: Rechte der Solidarität, wie das Recht auf Frieden, Entwicklung und eine gesunde Umwelt. Sie erfordern nationale und internationale Zusammenarbeit.
Voraussetzungen für einen demokratischen Staat
- Allgemeines Wahlrecht
- Verfassung
- Geheime Abstimmung
- Regelmäßige Wahlen
- Recht auf freie Meinungsäußerung
- Recht auf politische Ämter
- Mehrheitsentscheidungen
- Gewaltenteilung
Formen der Demokratie
Direkte Demokratie: Mitglieder einer Gruppe nehmen direkt an Entscheidungen teil, geeignet für kleine Gruppen.
Repräsentative Demokratie: Gewählte Vertreter treffen Entscheidungen für eine größere Gruppe, üblich in Institutionen.
Formen der Diskriminierung
Diskriminierung kann aufgrund von Aussehen, Beruf, Alter, Behinderung, Geschlecht, Ethnizität oder anderen Merkmalen erfolgen.
Sexismus: Diskriminierung von Frauen aufgrund angeblicher männlicher Überlegenheit.
Heterosexismus: Diskriminierung von nicht-heterosexuellen Menschen.
Feminismus
Der Feminismus ist eine soziale und politische Bewegung, die sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzt. Er kritisiert soziale Ungleichheiten und fordert die Beseitigung der Unterordnung von Frauen.
Feministische Theorien untersuchen die Beziehungen zwischen Geschlecht, Sexualität und gesellschaftlicher Macht.
Formen des Feminismus
- Radikaler Feminismus: Betont die Konfrontation zwischen den Geschlechtern und fordert eigene politische Parteien für Frauen.
- Sozialistischer Feminismus: Strebt die Veränderung sozialer Strukturen und Einstellungen an, um die Unterdrückung von Frauen zu beenden.
- Liberal-reformistischer Feminismus: Fordert gleiche Rechte für Frauen in allen Bereichen und vertritt die Interessen von Frauen als Konsumentinnen, Mütter und Bürgerinnen.