Habeas Corpus und das Recht auf Verteidigung: Gesetzmäßigkeit der Haft

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Habeas Corpus und richterliche Kontrolle der Haft

Die richterliche Kontrolle der Rechtmäßigkeit der Inhaftierung, insbesondere durch das Habeas-Corpus-Verfahren, ist der höchste Garant der bürgerlichen Freiheit, den unsere Verfassung vorsieht. Es dient als letztes Mittel zur Sicherung der persönlichen Freiheit und beauftragt letztlich die Richter mit der Kontrolle der persönlichen Freiheit.

Zweck und Anwendungsbereich des Habeas-Corpus-Verfahrens

Artikel 17.4 der Verfassung lehrt uns, dass Habeas Corpus sofort zur Rechenschaft gezogen werden muss, um alle illegal Inhaftierten freizubekommen. Dieses Verfahren hat einen besonderen, begrenzten Charakter, da es nur die unmittelbare Untersuchungshaft einer Person auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüft. Als Mittel des materiellen Rechts der Freiheit erlaubt es nur den sofortigen Waffenstillstand bei unregelmäßigen Situationen des Freiheitsentzugs.

Habeas Corpus stellt letztlich eine eingeschränkte gerichtliche Kontrolle dar, die nicht alle Aspekte und Modalitäten der Festnahme, sondern nur deren Regelmäßigkeit oder Legalität überprüft. Der Antrag auf Habeas Corpus ist an den Richter des Ortes zu richten, an dem die Person der Freiheit beraubt wird.

Antragsberechtigte Personen

Das Habeas-Corpus-Verfahren kann von folgenden Personen eingelegt werden:

  1. Der Häftling selbst, der Ehegatte oder eine Person, die durch eine ähnliche emotionale Beziehung verbunden ist, Nachkommen, Vorfahren, Geschwister und, im Falle von Minderjährigen und Behinderten, deren gesetzliche Vertreter.
  2. Das Ministerium Fiscal (Staatsanwaltschaft).
  3. Der Verteidiger des Volkes (Ombudsmann).

Der Grundsatz der Gesetzmäßigkeit (Art. 25.1 der Verfassung)

Der Grundsatz der Gesetzmäßigkeit ist in Artikel 25.1 der Verfassung verankert. Er bildet die Grundlage der Freiheit, d. h., es gilt die Regel der Gesetzmäßigkeit und der Rechtssicherheit: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Dies impliziert die Notwendigkeit, jederzeit zu wissen, was zu erwarten ist.

Der Grundsatz der Gesetzmäßigkeit ist eng mit anderen Aspekten des Rechtsstaates im Bereich des staatlichen Sanktionsrechts verbunden, wie dem Grundsatz des Verbots der Willkür der Behörden und dem Recht jeder Person auf Objektivität und Fairness.

Die doppelte Garantie der Rechtsgrundlagen

Die Rechtsgrundlagen beinhalten eine doppelte Garantie:

  • Die 1. materielle Garantie (Art und Umfang): Sie bezieht sich auf die streng strafrechtlichen und administrativen Sanktionen. Diese Beschränkung spiegelt die wesentliche Bedeutung des Grundsatzes der Rechtssicherheit im Bereich der individuellen Freiheit wider.
  • Die 2. formelle Garantie: Sie bezieht sich auf die Notwendigkeit, dass die Normen des Verhaltens und die angemessenen Sanktionen von Wissenschaftlern gefordert werden. Diese Garantie ist an die Notwendigkeit eines Haushaltsgesetzes gebunden, das als Strafaktion im tatsächlichen Zustand der Bürger dient.

Anforderungen an das Sanktionsrecht

Angesichts dieser doppelten Garantie müssen drei Anforderungen erfüllt sein:

  1. Die Existenz eines geschriebenen Gesetzes (Lex scripta).
  2. Das Gesetz muss vor dem Ereignis sanktioniert werden (Lex praevia).
  3. Das Gesetz muss eine Tat beschreiben, die einen streng bestimmten Verlauf beschreibt (Lex certa).

Aus dieser Anforderung der Verfassungsmäßigkeit ergibt sich unter anderem, dass die Folgen des Rechts in den Worten des Richters verankert sind. Die Erfüllung des Mandats erfordert eine Beschreibung des Verhaltens (Handlungen oder Unterlassungen), das eine Straftat darstellt, wobei die Gewissheit die Anforderungen des Grundsatzes der Rechtssicherheit erfüllt.

Das Recht auf Verteidigung und anwaltlichen Beistand

Die erste Manifestation dieser verfassungsrechtlichen Garantie ist das Recht jeder inhaftierten Person auf Information, auf die Teilnahme eines Anwalts und auf dessen Anwesenheit bei polizeilichen und gerichtlichen Verfahren.

Pflichten der Beamten und Wahlfreiheit des Anwalts

Die Strafprozessordnung (LECRIM) auferlegt den Beamten, in deren Gewahrsam sich der Häftling befindet, eine doppelte Aufgabe:

  • Die Pflicht zur Enthaltung einer Empfehlung bezüglich der Wahl eines Rechtsanwalts.
  • Die Pflicht, die Ernennung des gewählten Anwalts unverzüglich mitzuteilen, um dessen Unterstützung zu gewährleisten.

Die Garantie des Verteidigers löst das Problem der fehlenden Anwaltsbestellung für den Gefangenen. Die Bestellung fällt automatisch auf die Mitarbeiter, die unter das Sorgerecht fallen, wobei die Verpflichtung zur Bestellung nur auf Anfrage der Anwaltskammer erfolgt.

Bei der Ausübung des Rechts auf anwaltlichen Beistand nimmt das Vertrauen einen herausragenden Platz ein, das der Mandant in die fachlichen und menschlichen Voraussetzungen seines Verteidigers setzt. Daher muss die Freiheit, den Anwalt zu wählen, als integraler Bestandteil des Schutzbereichs dieses Rechts verstanden werden.

Besondere Situation: Isolationshaft (Einzelhaft)

Die LECRIM sieht die Einzelhaft als eine besondere rechtliche Situation vor, die über die festgenommene oder inhaftierte Person verhängt werden kann. Die Rechte der Häftlinge in Isolationshaft sind mit folgenden Änderungen verankert:

  • Ihr Anwalt wird in jedem Fall automatisch bestellt.
  • Sie sind berechtigt, die Familie oder eine gewünschte Person über die Verhaftung und den Ort der Verwahrung zu informieren.
  • Sie haben kein Recht auf eine private Unterredung mit ihrem Anwalt.

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