Handball: Ursprung, Regeln und spanische Erfolge

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Handball – Geschichte und Regeln

Ursprung und Entwicklung

Handball wurde in Deutschland erfunden. Max Heiser, ein Bildungsprofessor in Berlin, gilt als einer der Erfinder.

  • Frühe Form: Zu Beginn spielten 11 Spieler auf einem Fußballfeld.
  • Moderne Form: Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts spielten zwei Teams mit 7 Spielern auf einem Feld von 40 x 20 Metern.

Handball in Spanien

In den 80er Jahren wurde Handball allmählich in Spanien eingeführt. Spanien gelang es, eine B-Weltmeisterschaft zu gewinnen und weitere Fortschritte zu erzielen.

  • Olympische Erfolge: Bei den Spielen 1996 in Atlanta gewann Spanien die Bronzemedaille.
  • Weltmeistertitel: Im Februar 2005 gewann Spanien die Weltmeisterschaft gegen Kroatien.
  • Führende Teams: FC Barcelona, Ademar León und Ciudad Real sind führende spanische Mannschaften.
  • Frauen-Highlights: Bei den Frauen ist Eliana Valencia hervorzuheben.

Organisation und Ausrüstung

  • IHF: Die Internationale Handballföderation (IHF) ist die Organisation, die die offiziellen Weltwettbewerbe organisiert (ca. 100 Verbände, 4 Millionen Lizenzspieler).
  • Asobal-Liga: Die Asobal-Liga (Ehrendivision) gilt als die stärkste der Welt. Spanische Teams dominieren die europäischen Wettbewerbe.
  • Jugendkategorien: In den Kategorien Benjamin und Alevín (Minibalonmano) werden Tore, Bälle und das Spielfeld angepasst.
  • Harz: Spieler verwenden Harz (Kleber), um den Ball besser fangen zu können.

Die Spielregeln

Wie wird gespielt?

Ziel: Den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Das Team mit den meisten Toren gewinnt.

Der Ball: Die Hülle besteht aus Leder oder Kunststoff. Gewicht und Umfang variieren je nach Altersklasse.

Spielfeld und Linien

Das Spielfeld misst 40 x 20 Meter.

  • 6-Meter-Linie: Begrenzt den Torraum. Darf nur vom Torwart betreten werden.
  • 9-Meter-Linie (Freiwurflinie): Die gestrichelte Linie.
  • 7-Meter-Linie: Die Strafwurflinie.
  • 4-Meter-Linie: Markiert den Bereich, bis zu dem der Torwart beim 7-Meter-Wurf gehen darf.

Spieldauer

Das Spiel besteht aus zwei Halbzeiten à 30 Minuten mit 10 Minuten Pause.

Der Anwurf erfolgt durch die Mannschaft, die den Münzwurf gewinnt und den Anwurf wählt. In der zweiten Hälfte hat die andere Mannschaft Anwurf.

Spielerpositionen

  • Torhüter: Verteidigt das Tor.
  • Außen (Extreme): Agiert nahe der Seitenlinie. Benötigt Geschwindigkeit und die Fähigkeit, aus schwierigen Winkeln zu werfen.
  • Rückraumspieler (Seite): Sollten groß sein und kraftvoll werfen können.
  • Kreisläufer (Pivot): Spielt in der Mitte des Angriffs, oft mit dem Rücken zum Tor. Ein starker Spieler, der gegen die Verteidiger arbeitet, um Platz für Mitspieler zu schaffen.
  • Mittelmann (Zentraler Spieler): Organisiert den Angriff.
  • Auswechselspieler: Können jederzeit eingewechselt werden, ohne dass eine Auszeit genommen werden muss.

Technische Vergehen und Fouls

Technische Vergehen (Freiwurf)

Diese Vergehen, bei denen kein physischer Kontakt zwischen den Spielern besteht, werden mit einem Freiwurf geahndet:

  • Einwurf: Wenn der Ball die Seitenlinie verlässt, muss der einwerfende Spieler 3 Meter Abstand halten.
  • Schritte: Wenn ein Spieler mehr als drei Schritte macht, ohne zu dribbeln.
  • Doppel-Dribbling: Dribbeln, den Ball fangen und erneut dribbeln.
  • Ball halten: Den Ball länger als drei Sekunden in der Hand halten.
  • Fußspiel: Den Ball mit Knie oder Fuß berühren.
  • Passives Spiel: Ballbesitz ohne erkennbare Angriffsabsicht.

Freiwurf: Der Freiwurf wird an der Stelle des Vergehens ausgeführt, mindestens 9 Meter vom Tor entfernt. Die Gegner müssen 3 Meter Abstand halten.

Disziplinarische Verstöße (Körperkontakt)

Verstöße gegen die Disziplin umfassen:

  • Den Gegner festhalten, um den Ball zu entfernen.
  • Behinderung mit Händen, Armen oder Beinen (nur der Rumpf darf verwendet werden, Festhalten ist verboten).
  • Umarmen, Schlagen, Schieben oder Stolpern.

Schiedsrichter-Sanktionen

Der Schiedsrichter kann folgende Sanktionen aussprechen:

  • Verwarnung (Gelbe Karte)
  • Ausschluss (2 Minuten): Der Spieler darf nicht ersetzt werden.
  • Disqualifikation (Rote Karte): Der Spieler muss das Spielfeld verlassen. Nach zwei Minuten darf ein Ersatzspieler eingewechselt werden (außer bei besonders schweren Vergehen).

Der Schiedsrichter kann auch einen 7-Meter-Strafwurf verhängen.

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