Hegels Dialektik: These, Antithese und Synthese

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Hegels Dialektik

Georg Wilhelm Friedrich Hegel entwickelte eine philosophische Lehre von großer Tiefe und Bedeutung. In seinem Werk, das als das letzte große philosophische System gilt, vereinen sich fast alle bisherigen Theorien. Sein Denken war der Höhepunkt der idealistischen Philosophie und gleichzeitig der Ausgangspunkt der zeitgenössischen Philosophie. Letztere entstand als Antwort auf Hegel aus unterschiedlichen Perspektiven.

Der Kern der Hegelschen Philosophie ist die Entdeckung einer Methode, die das Absolute erfasst. Diese Methode wird als Dialektik bezeichnet. Für Hegel kommt es in Wirklichkeit auf das Bewusstsein oder das Denken an. Der Gedanke ist für den Autor die Idee, und die Idee ist alles. Dies ist der radikalste Ausdruck des Idealismus, der sogar die Existenz des Noumenon oder des kantischen Dings an sich leugnet. Für Hegel sind Vernunft und Wirklichkeit identisch, aber die Realität ist dynamisch und neigt dazu, ihre Grenzen zu überwinden und sich durch einen dialektischen Prozess selbst zu verwirklichen. Die Wirklichkeit entwickelt sich und schreitet durch den Konflikt und die anschließende Versöhnung der Gegensätze voran. Daher reicht es zum Verständnis des Denkens im Absoluten nicht aus, den Verstand zu benutzen, sondern man muss die Vernunft gebrauchen.

Die Dialektik ist die Methode des Denkens, die die Wahrheit durch die Negation entdeckt. Nur die absolute Dialektik schlägt vor, dass nach Hegel der Widerspruch das Gesetz der Entwicklung der Wirklichkeit ist. Aber wie können diese Gegensätze in Einklang gebracht werden, da es so viele von ihnen gibt? Denn jede Frage scheint ein Gegenteil zu beinhalten: unendlich-endlich, Selbst-Anderes, Natur-Geist, Notwendigkeit-Freiheit usw.

Die dialektische Methode

Die Gegensätze sind Begriffspaare, die sich im Prinzip durch eine Negation ausschließen. Hegels wichtigster Beitrag besteht darin, beide Begriffe ein zweites Mal zu negieren, um die zunächst gegensätzlichen Konzepte in einer Synthese zu vereinen, die sie enthält.

Die Hegelsche Methode hat drei Stufen:

  1. These
  2. Antithese
  3. Synthese

Erklären wir diesen dialektischen Prozess, indem wir das Absolute als Synonym für Gott betrachten. Obwohl nicht klar ist, dass Hegel diese Überlegung in seiner Philosophie hatte, verwenden wir sie als gültigen Weg zu einer besseren Erklärung seiner Methode:

  1. Für Hegel ist die "Idee an sich" oder "das Absolute" das konzeptionelle Element der Wirklichkeit. Für diesen Autor ist "alles Wirkliche vernünftig und alles Vernünftige wirklich". Unter der Annahme, dass die Idee an sich Gott ist, ist der Ausgangspunkt oder die These der Hegelschen Philosophie das Selbst oder Gott als abstraktes Konzept, das alles umfasst.
  2. Die Idee an sich wird jedoch in Raum und Zeit objektiviert und führt zur Natur. Diese Natur ist die Antithese, die die Idee an sich in ihrer reinen Wirklichkeit objektiviert. Die Natur ist also etwas anderes als Gott oder die Idee an sich, die sich in der Geschichte entfaltet.
  3. In der Synthese kehrt die Idee zu sich selbst zurück, indem sie sich ihrer eigenen Entwicklung bewusst wird und die früheren Perioden dialektisch überwindet.

Die dialektische Methode Hegels argumentiert, dass zwei Negative sich nicht gegenseitig aufheben, wodurch die Operation zum Ausgangspunkt zurückkehrt, sondern dass das Denken in Bewegung gerät und neue Inhalte erreicht.

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