Hierarchische Produktionsplanung: Strategie bis Operativ

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Hierarchische Produktionsplanung im Unternehmen

Bei der Produktionsplanung sollte eine klare Hierarchie bestehen. Diese koordiniert die Ziele, Pläne und Aktivitäten auf der strategischen, taktischen und operativen Ebene. Jeder Beteiligte verfolgt seine Ziele unter Berücksichtigung der Vorgaben der übergeordneten Ebene, von der er abhängig ist, während er gleichzeitig für die Einschränkungen der darunterliegenden Ebene verantwortlich ist.

Die drei Ebenen des Managements

  • Strategische Ebene: Diese liegt in der Verantwortung des oberen Managements und legt die langfristigen Ziele fest.
  • Taktische Ebene: Diese unterliegt dem mittleren Management und definiert mittelfristige Ziele.
  • Operative Ebene: Diese ruht auf der „Front Line“ (ausführende Ebene), wobei die Ziele kurzfristig ausgelegt sind.

Umsetzung des strategischen Plans

Für die Umsetzung des strategischen Plans (mit einem Horizont von oft mehr als einem Jahr) muss zunächst ein langfristiger Absatzplan erstellt werden. Dieser basiert auf der langfristigen Nachfrage und Markenprognosen, die mithilfe von Umsatzstatistiken aus den Vorjahren ermittelt werden. Sobald die langfristige Nachfrage bekannt ist, wird die zu produzierende Menge geplant. Dieser ermittelte Bedarf fließt direkt in die langfristige Finanzplanung ein. Die Struktur dieser drei Pläne bildet den strategischen Gesamtplan.

Taktische Planung und Programmierung

Auf der taktischen Ebene (Planungshorizont von 3 bis 18 Monaten) erfolgt die mittelfristige Programmplanung. Diese beginnt auf der aggregierten Ebene der Produktion, die in monatlichen Perioden konkreter wird. Hier werden Produktfamilien zusammengefasst und wichtige Produktionsvariablen wie Arbeit, Inventar, Überstunden und Produktionsrate festgelegt. Dies wird mit der verfügbaren Kapazität durch den zusätzlichen Kapazitätsplan abgeglichen.

Master Production Schedule (MPS/PMP)

Sobald die Wochenplanung feststeht, wird das Master Production Program (PMP/MPS) erstellt. In diesem werden die Produktfamilien nach einzelnen Produkten und Zeiträumen aufgeschlüsselt. Dies wird wiederum mit der Kapazitätsplanung (grobe Kapazitätsprüfung) abgeglichen.

Detaillierte Planung: MRP und CRP

Es folgt die detaillierte Planung der Komponenten für jedes Produkt mittels der Materialbedarfsplanung (MRP), welche mit der detaillierten Kapazitätsplanung durch Capacity Requirements Planning (CRP) abgeglichen wird.

Kurzfristige operative Planung

Schließlich erreichen wir die kurzfristige Planung (ein Tag bis weniger als drei Monate). Diese umfasst operative Tätigkeiten wie den Einkauf von Rohstoffen und Komponenten sowie die Arbeitsplatzplanung unter Berücksichtigung der Fertigungsprioritäten.

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