Erste Hilfe: CPR, Vitalparameter und Notfallmanagement

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Erste Hilfe und CPR-Maßnahmen

1. Ruhe bewahren und Eigenschutz

Schützen: Zuerst Ruhe bewahren und den Eigenschutz sicherstellen. Den Unfallort absichern, den Sachverhalt klären und beteiligte Personen identifizieren. Mitarbeiter in die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen integrieren.

2. Warnen und Notruf absetzen

Beteiligte warnen und die Notfallsysteme (Emergencia) aktivieren. Kommunikation sicherstellen und Hilfe anfordern, dabei genau beschreiben, was passiert ist.

3. Unterstützung und Patientenbewertung (ABC-Schema)

Den Patienten nach dem ABC-Schema bewerten:

  • A (Airway): Atemwege öffnen (Kopf überstrecken, Kinn anheben) und Objekte entfernen, welche die Atemwege behindern.
  • B (Breathing): Belüftung prüfen, ob Atmung vorhanden ist.
  • C (Circulation): Puls-Check durchführen.

Maßnahmen: Wenn keine Atmung vorhanden ist, sofort mit der CPR (Herz-Lungen-Wiederbelebung) beginnen. Wenn der Patient atmet, in die stabile Seitenlage (PLS) bringen, den Zustand kontinuierlich überprüfen und alle 2 Minuten neu bewerten.

Rollen und Aufgaben im Rettungsteam

Der Fahrer (Function Driver)

Sicherung des Rettungswagens in sicherem Abstand, Aufstellen des Schutzfahrzeugs und Organisation des Verkehrs, falls nötig. Schaffung einer sicheren Umgebung in Zusammenarbeit mit der Guardia Civil oder Polizei.

Pflegekraft (Nurse 1)

Identifiziert Risiken und bewertet die Dimensionen des Unfallgeschehens. Sie managt Zuschauer und verhindert eine Räumung ohne entsprechende Genehmigung zur Teilnahme.

Arzt (Medico 1)

Informiert die Zentrale über das Ausmaß des Unfallgeschehens, bestehende Risiken und den Bedarf an weiterer Unterstützung.

Bereiche beim Massenanfall von Verletzten (AMV)

  • Evakuierungsbereich: Zone für den Abtransport der Patienten.
  • Sanitätsbereich (Entlastung): Bereich für Triage, Verletztensammelstelle (Nest) und medizinische Versorgung.
  • Rettungsbereich: Die unmittelbare Einsatzzone (Impact Zone) für Polizei und Feuerwehr.

Anatomie und Vitalparameter

Zentralnervensystem (ZNS)

Bestehend aus dem Enzephalon (Gehirn), Kleinhirn, Medulla oblongata (verlängertes Mark) und dem Rückenmark.

Vitalwerte und Frequenzen

  • Herzfrequenz: Normal 60–90 Schläge/Min. (Abweichungen: Tachykardie oder Bradykardie).
  • Atemfrequenz: Normal 12–18 Atemzüge/Min. (Abweichungen: Tachypnoe oder Bradypnoe).
  • Temperatur: Normal 36,5–37,0 °C (Abweichungen: Hyperthermie oder Unterzuckerung/Hypothermie).
  • Arterieller Blutdruck: Systolisch 100–140 mmHg, Diastolisch 50–90 mmHg (Abweichungen: Hypertonie oder Unterzuckerung/Hypotonie).
  • Sauerstoffsättigung (Pulsioximetrie): 96–100 % (Abweichung: Hypoxie).

Blutbestandteile und Gefäße

  • Blut: Erythrozyten (Sauerstofftransport), Leukozyten (Abwehr/Verteidigung) und Thrombozyten (Blutplättchen für die Koagulation).
  • Blutgefäße: Arterien, Venen und Kapillaren (Ort des Gasaustauschs).

Spezielle Notfälle und Einflussfaktoren

Hitzebedingte Notfälle

Sonnenstich (Insolation): Verursacht durch lange und direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf.
Hitzschlag: Resultiert aus einer Kombination von hoher Umgebungstemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit.

Rettungskette und Patientenbelastung

Die Rettungskette umfasst den frühen Zugang, den Beginn der CPR, die Frühdefibrillation und SVA (Advanced Life Support).

Faktoren für betroffene Patienten: Beschleunigung/Verzögerung, Schweregrad der Verletzung, Querkräfte, Vibrationen, Lärm und Temperatur.

Krampfanfall beim Kind: Sicherstellen, dass das Kind sich während des Anfalls nicht verletzt.

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