Was ist Hip-Hop? Geschichte und Ursprung der Kultur
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Was ist Hip-Hop?
Hip-Hop ist eine Kunstrichtung, die in den späten 1960er Jahren in den USA entstand. Sie entwickelte sich in den afroamerikanischen und lateinamerikanischen Vierteln von New York – insbesondere in der Bronx, in Queens und Brooklyn. Von Anfang an prägten die Hip-Hop-Kultur verschiedene Ausdrucksformen:
- Musik: Funk, Rap, Blues und DJ-ing
- Tanz: Breaking, Uprocking, Lindy Hop, Popping und Locking
- Malerei: Graffiti, Wandbilder und Street Art
Elemente der Hip-Hop-Kultur
Die Verbindung von zwei Elementen, dem MC (Master of Ceremony) und dem DJ (Disc Jockey), bildet den musikalischen Kern des Hip-Hop: den Rap. Graffiti ist der visuelle Zweig dieser Kultur, der vor allem in städtischen Gebieten Anwendung findet. Die Ästhetik von Graffiti hat Comics, Modedesign, Plattencover und viele weitere Bereiche beeinflusst. Die Künstler, die diesen Aspekt praktizieren, werden als Writer bezeichnet.
Es gibt zudem Graffiti-Formen, die nicht direkt Teil der Hip-Hop-Kultur sind, wie etwa politisches Graffiti, Street Art oder computergenerierte Kunst.
Geschichte des Hip-Hop
Die Hip-Hop-Musik begann in den späten 1960er Jahren mit Straßenfesten (Block Parties) in New York, vor allem in der Bronx. Dies geschah, weil sich viele Menschen den Zutritt zu exklusiven Clubs und Diskotheken in den wohlhabenderen Vierteln des „Big Apple“ – wie etwa dem The Loft oder dem Studio 54 – nicht leisten konnten.
Die Straßenfeste wurden zunächst von Funk und Soul begleitet, bis die ersten DJs begannen, die Perkussions-Passagen zu isolieren und zu verlängern, um die Songs tanzbarer zu machen. Diese rhythmische Anpassung wurde später durch das Rappen ergänzt – eine Gesangstechnik, die auf Rhythmus und Improvisation basiert und den modernen Hip-Hop maßgeblich prägte.
Die Rolle des DJs
Ein Discjockey (DJ) ist ein professioneller Experte, der für die musikalische Gestaltung in einer Umgebung verantwortlich ist. In der heutigen Zeit erfordert der Beruf des DJs fundiertes Wissen, das oft an Fachschulen vermittelt wird. Dazu gehören:
- Computer-Software und elektronische Instrumente
- Digitale und analoge Turntables
- Grundkenntnisse in Elektronik und Akustik
- Harmonielehre und Komposition
Ein DJ unterscheidet sich von einem reinen „Plattenaufleger“. Während Letzterer lediglich Audio-Titel abspielt, berücksichtigt der DJ Übergänge, mischt Tracks, nutzt Effektgeräte oder setzt Techniken wie das Scratching ein, um die Musik aktiv zu gestalten.