Historischer Kontext: XVII Jahrhundert und Mittelalter
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Allgemeiner historischer Kontext aus dem XVII. Jahrhundert
Das siebzehnte Jahrhundert ist ein Jahrhundert der wirtschaftlichen und demographischen Krise, das Jahrhundert des Barock und der Triumph des Rationalismus.
Wirtschaftliche Lage:
Mehrere europäische Länder, insbesondere Spanien und Portugal, schufen Kolonialreiche, die im Prinzip eine große wirtschaftliche Entwicklung durch Handel darstellten. Doch Kriege, Pest und Missernten verursachten eine Wirtschaftskrise, die auch soziale und kulturelle Auswirkungen hatte.
Politische Situation:
In diesem Jahrhundert setzte in Europa die Zentralisierung der politischen Macht ein, was zu absoluten Monarchien führte, die alle Macht in der Figur des Königs konzentrierten. Er stützte seine absolute Macht auf die Aristokratie (sozial) und das Bürgertum (wirtschaftlich). Diese Phase ist als das alte Regime bekannt.
Soziale Lage:
Es ist ein Jahrhundert der Kriege, an denen fast alle europäischen Länder beteiligt sind. Dies, zusammen mit mehreren Ausbrüchen der Seuche, verursachte eine hohe Sterblichkeit in ganz Europa.
Neben den Kriegen, Seuchen und Missernten führte dies zu Hungersnöten, die bis zu 20 % der Bevölkerung töteten.
Kunst und Kultur:
Der künstlerische Stil dieser Zeit wird als barock bezeichnet, mit einer Dominanz von Bewegung und vielen Details.
In der Literatur sind bedeutende Namen: Shakespeare, Cervantes, Lope de Vega; in der Malerei: Velázquez; und in der Musik: Bach.
Wissenschaft:
Für die moderne Wissenschaft liegt das Wesen der Dinge im Konzept, das uns durch den Verstand gegeben ist.
Philosophie und moderne Wissenschaft sind sich einig, dass alles Wirkliche in numerische mathematische Ausdrücke übersetzt werden kann.
Große wissenschaftliche Entwicklungen: die analytische Geometrie von Descartes und die kartesischen Koordinaten, Huygens perfektionierte das Teleskop und machte Entdeckungen in der Astronomie, und Leibniz entwickelte die Infinitesimalrechnung.
Philosophie:
Im XVII. Jahrhundert entstanden zwei philosophische Strömungen: Rationalismus und Empirismus. Die Rationalisten glauben, dass der Verstand die einzige gültige Quelle von Wissen ist, während die Empiristen der Meinung sind, dass die Vernunft immer mit den Daten der Erfahrung arbeiten muss. Der Rationalismus hält den Inhalt der Verständigung für Ideen oder Konzepte, mit denen die moderne Philosophie idealistisch oder subjektivistisch ist. Für sie ist die Methode von großer Bedeutung, insbesondere die deduktive Methode, die Komplexität aus Einfachheit aufbaut, ähnlich wie der aristotelische und scholastische Abzug, der mindestens so breit gefächert ist.
Historischer Kontext: Mittelalter
Das Mittelalter begann im Jahr 478 und deckt das Ende des fünfzehnten Jahrhunderts ab. Es gliedert sich in zwei Perioden:
„Die Hohen Mittelalter bis zur Mitte des XI. Jahrhunderts, die die kulturelle und wirtschaftliche Wiederbelebung des christlich-abendländischen Europas bewirkte.
„Das Mittelalter vom Mitte des elften Jahrhunderts bis zum Ende des XV. Jahrhunderts.
Im Laufe der Jahrhunderte traten III., IV. und V. barbarische Invasionen des Westens auf, und der Niedergang des römischen Reiches führte auch zum Zusammenbruch des Welthandels, was Elend in den Städten zur Folge hatte. Die Bauern hatten kein Land und waren gezwungen, für den Adel oder die Kirche zu arbeiten, und ihre Lebensbedingungen waren schlecht.
Gesellschaft:
Die Gesellschaft war als feudale Gesellschaft organisiert und in Schichten unterteilt:
- Die Kriegeraristokratie, der Adel, lebte in Schlössern und besaß das Land, während die werktätigen Bauern arbeiteten. Ihre Funktion war es, militärisch ihre Untertanen zu schützen.
- Die Kirche, die ebenfalls Eigentümerin von Grundstücken war.
- Die Bauern hatten kein Land und verrichteten alle Handarbeiten.
Wirtschaft:
Zwischen dem zehnten und dreizehnten Jahrhundert gab es einen starken wirtschaftlichen Aufschwung in Westeuropa, getrieben durch die Nutzung neuer Technologien, die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion, die Entwicklung des Handels, des Handwerks und das Wachstum der Städte.
Politik:
Parlamentarische Versammlungen erschienen, und es gab eine Stärkung der Monarchie.
Kultur und Kunst:
Im frühen Mittelalter war die Kultur fast ausschließlich in Klöstern verankert, aber während des Mittelalters entstand eine reiche Literatur in romanischen Sprachen.
Schulen entstanden im elften Jahrhundert, und Universitäten im XIII. Jahrhundert. Sie nutzten das Lateinische, das an den Hochschulen dominierte, und die Scholastik war organisiert.
In der Kunst triumphierten die Romanik und die Gotik im Spätmittelalter.
Philosophie:
Während des Hochmittelalters hatten der Philosoph Augustinus von Hippo und die spätmittelalterliche Scholastik große Bedeutung, deren größter Vertreter Thomas von Aquin war.