Hitlers Expansionspolitik: Der Weg zum Zweiten Weltkrieg

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Die Expansionspläne des nationalsozialistischen Deutschlands unter Adolf Hitler waren ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Zweiten Weltkrieg. Der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) diente Hitler als Testfeld, um militärische Ausrüstung und neue Angriffstaktiken zu erproben. Gleichzeitig festigte er seine Freundschaft mit Italien, was 1936 zur Bildung der Achse Berlin-Rom führte. Nach der Unterzeichnung des Anti-Komintern-Paktes intensivierte Hitler die Aufrüstung und priorisierte die Waffenproduktion, um die deutsche Wirtschaft auf Krieg vorzubereiten. Sein übergeordnetes Ziel war die Schaffung eines Großdeutschen Reiches, das alle deutschsprachigen Gebiete umfassen sollte, darunter Österreich, Teile der Tschechoslowakei und Polen.

Die ersten Schritte der Expansion

  • Sieg im Saarland-Referendum (1935)

    Der erste Schritt war der Sieg im Referendum über den Beitritt des Saarlandes zu Deutschland. Dies stärkte Hitlers Position und zeigte die Zustimmung der Bevölkerung zu seiner Politik.

  • Remilitarisierung des Rheinlandes (1936)

    Der nächste Schritt war die Remilitarisierung des Rheinlandes, das laut Versailler Vertrag entmilitarisiert sein sollte. Dieser Bruch des Vertrages stieß auf wenig Widerstand der Westmächte.

  • Der Anschluss Österreichs (1938)

    Der Versailler Vertrag verbot die Vereinigung zwischen Österreich und Deutschland. Dennoch wurde Österreich im Jahr 1938 von Deutschland annektiert. Eine Volksabstimmung fand kurz nach der Vereinigung statt, um diese zu ratifizieren, wobei das Ergebnis unter Druck zustande kam.

  • Die Annexion des Sudetenlandes (1938)

    Das Sudetenland waren Gebiete der Tschechoslowakei, in denen etwa drei Millionen Menschen deutscher Sprache und Kultur lebten. Hitler forderte die Abtretung dieser Gebiete an Deutschland.

Die Münchner Konferenz und ihre Folgen (September 1938)

Im September 1938 fand die Münchner Konferenz statt, an der das Vereinigte Königreich, Frankreich und Italien teilnahmen. Die Westmächte waren gezwungen, Hitlers Forderungen ohne Anhörung der tschechischen Vertreter zu akzeptieren. Die Staats- und Regierungschefs Großbritanniens und Frankreichs waren überzeugt, dass, wenn sie Hitlers Wünschen nachgäben, der Frieden gesichert sei und er sich nicht mehr trauen würde, weiteres Hoheitsgebiet zu fordern. Diese Appeasement-Politik erwies sich jedoch als fataler Irrtum.

Die Zerschlagung der Tschechoslowakei und der Weg nach Polen

Kurz nach der Münchner Konferenz erfolgte die Zerschlagung der Tschechoslowakei. Die deutsche Armee, die Wehrmacht, besetzte tschechische Regionen in Mähren und Böhmen, die zu einem deutschen Protektorat wurden, und marschierte in Prag ein. Im Mai 1939 unterzeichneten Italien und Deutschland den Stahlpakt, der die Achse Berlin-Rom weiter verstärkte.

Hitlers nächster Schritt war die Annexion Polens. Um den Frieden mit der UdSSR zu gewährleisten und einen Zweifrontenkrieg zu vermeiden, kam es zu einer radikalen Änderung der feindlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion. Sie unterzeichneten den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt (auch bekannt als Hitler-Stalin-Pakt) im August 1939, der eine geheime Klausel zur Aufteilung Polens enthielt. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg.

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