Hochwasser: Ursachen, Risiken und Schutzmaßnahmen

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Hochwasser

Ursachen und Arten

Hochwasser sind Phänomene der Geosphäre, deren Ursachen sowohl geologischer als auch klimatischer und anthropogener Natur sind. Sie können durch Wirbelstürme, Überschwemmungen, Kanalbehinderungen usw. entstehen.

Überschwemmungen in kontinentalen Gewässern lassen sich in zwei Arten unterteilen:

  • Sintflutartige Überschwemmungen: Entstehen in Bächen und trockenen Flussbetten durch Wasser an steilen Hängen. Sie führen sporadisch Wasser, das nach Regenfällen mit hoher Geschwindigkeit fließt und in einen Hauptkanal mündet. Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit können diese Überschwemmungen gefährlich sein.
  • Wasserstraßenüberschwemmungen: Entstehen in Flüssen und Bächen mit mehrjährigem Wasserfluss, die durch weniger steiles Gelände fließen. Das Wasser fließt reguliert ab, dank der natürlichen Überschwemmungsgebiete oder Täler mit alluvialen Bodensedimenten. Das Risiko von Überschwemmungen wird durch menschliche Eingriffe wie die extensive Verstädterung erhöht.

Der Verlauf des Flusses in Überschwemmungsgebieten kann verschiedene Formen annehmen:

  • Gerade: Ein einzelner Kanal.
  • Anastomosiert: Wenn transportierte Materialien in Sandbänken abgelagert werden, die den Flusslauf in mehrere Arme aufteilen.
  • Mäander: Gewundene Formen.

Fluviale Terrassen

Fluviale Terrassen sind stufenförmige Ebenen auf unterschiedlichen Höhen, die parallel zum Flussbett entstehen, wenn der Fluss seinen Kanal vertikal erodiert und sich in seine eigenen Sedimente einschneidet, wodurch ein neues Überschwemmungsgebiet entsteht und das frühere auf ein höheres Niveau verlagert wird.

Gefahren von Hochwasser

Die Gefahr von Hochwasser hängt von der Energie der Bäche und Flüsse ab, die von folgenden Variablen beeinflusst wird:

  • Fließgeschwindigkeit: Erhöht sich mit der Steigung.
  • Durchflussmenge: Volumen des Wassers, das einen Querschnitt pro Zeiteinheit durchfließt. Der Durchfluss hängt von den Niederschlägen, der Infiltration (die mit zunehmender Vegetation und der Art des Gesteins abnimmt) und dem Oberflächenabfluss ab.

Vorhersage und Schutzmaßnahmen

Wichtige Schritte zur Vorhersage von Überschwemmungen sind Wetterberichte, Flussdiagramme und Risikokarten.

Es gibt zwei Arten von Hochwasserschutzmaßnahmen:

  • Strukturelle Maßnahmen: Bau von Dämmen, Erhöhung der Kanalkapazität, Umleitung von Flüssen, Wiederaufforstung, Laminierung und Messstationen.
  • Nicht-strukturelle Maßnahmen: Reduzierung der Anfälligkeit durch Flächenwidmung (Festlegung von Schutzzonen), Versicherungs- und Hilfsprogramme, Katastrophenschutzpläne und Simulationsmodelle.

Flächenwidmung

  • Enge Schutzzone: Streifen von 5 m auf jeder Seite des Flusslaufs. Jegliche Bebauung ist verboten.
  • Polizeiliche Schutzzone: Erstreckt sich bis zu 100 m auf beiden Seiten des Flusslaufs. Landwirtschaftliche Nutzung ist erlaubt, aber Veränderungen der Geländeoberfläche sind verboten.
  • Überschwemmungsgebiet: Bereiche mit einer Überschwemmungswahrscheinlichkeit von 1/500. Es gelten Vorschriften zur Einschränkung der Nutzung und zur Gewährleistung der Sicherheit von Personen und Sachwerten.

Versicherungs- und Hilfepolitik

Versicherungsschutz für Gebäude und andere Zwecke in hochwassergefährdeten Gebieten ist Pflicht.

Katastrophenschutzplan

Hochwasserwarnsysteme ermöglichen den Schutz von Personen und Gütern.

Simulationsmodelle

Mit GIS-Daten können Gebiete modelliert werden, die von Überschwemmungen betroffen sein könnten. Diese Modelle dienen der Abgrenzung von Überschwemmungsgebieten.

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