Holz und Textilfasern: Eigenschaften, Gewinnung und Nutzung
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Holz: Eigenschaften und Klassifizierung
Die Farbe ist die auffälligste Eigenschaft. Holz kann gebeizt oder lackiert werden.
Gewicht: Abhängig von Feuchtigkeit, Dichte, Harz, Baumalter, Wachstumsrate und Präsenz. Die tatsächliche Dichte des Holzes ist für alle Arten annähernd gleich (etwa 1,56). Die Rohdichte schwankt jedoch je nach Spezies, Feuchtigkeit und Standort. Da die Rohdichte das Volumen der Poren umfasst, gilt: Je höher die Rohdichte, desto geringer die Porosität und desto höher der Widerstand. Holz wird nach Rohdichte klassifiziert: schwer (> 0,8), mittelschwer (0,5 bis 0,7) und leicht (< 0,5).
Quellverhalten: Holz ändert sein Volumen bei Feuchtigkeitsaufnahme. Die Konzentration ist im Splintholz höher als im Kernholz.
Härte: Der Widerstand gegen Verschleiß, Kratzer oder Nägel. Man unterscheidet zwischen sehr hart, hart, mittelhart, weich und sehr weich.
Schnittwiderstand: Der Widerstand gegen Kräfte, die das Holz spalten oder schneiden wollen.
Spaltbarkeit: Die Fähigkeit, Holz in Längsrichtung unter der Wirkung eines Keils zu spalten.
Flexibilität: Die Eigenschaft, sich ohne Bruch biegen zu lassen.
Elastizität: Übersteigt die Belastung die Fließgrenze, verhält sich Holz wie ein plastischer Körper und behält eine bleibende Verformung.
Leitfähigkeit: Trockenes Holz ist ein schlechter Wärme- und Stromleiter; bei Nässe kehrt sich dies um.
Wärmeausdehnung: Abhängig von der Holzart und Feuchtigkeit.
Dauerhaftigkeit: Variiert stark je nach Holzklasse, Feuchtigkeit und Trocknungsgrad.
Verschleiß: Erosion durch Reibung führt zu Materialverlust.
Forst- und Holzwirtschaft
Die Forstwirtschaft befasst sich mit der nachhaltigen Pflege von Wäldern, um den Ertrag zu maximieren. Es gibt zwei Arten der Holzernte: den Teileinschlag (rotierender Einschlag je nach Wachstumszyklus) und den Pflanzeinschlag (gezieltes Nachpflanzen für schnelles Wachstum).
Methoden der selektiven Holzernte: Bäume werden nach Größe und Qualität ausgewählt. Die Fällung sollte im Herbst erfolgen, wenn der Saftfluss geringer ist.
Transport: Das Holz wird vom Einschlagort zum Sägewerk transportiert.
Entrindung: Entfernen der Rinde und Äste vom Stamm. Die Rinde kann als Rohmaterial genutzt werden.
Trocknung: Ein entscheidender Prozess für die Holzqualität. Methoden: Natürliche Trocknung (Luftzirkulation in geschützten Stapeln), Trocknung durch Eintauchen (Wasserverdrängung), Vakuum-Trocknung, Verdunstungstrocknung (Dampf bei 80–100 °C) und gemischte Trocknung (z. B. Wärmepumpe).
Klassifikation von Holz
Nadelholz: Meist Nadelbäume. Sie wachsen schnell, haben eine geringe Dichte und bilden lange, gerade Stämme.
Laubhölzer: Langsam wachsend mit höherer Dichte. Nur einige Arten werden kommerziell genutzt.
Derivate: Künstliche Holzwerkstoffe (Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten), Pappe, Papier und Recycling-Papier.
Textilfasern
Tierische Fasern
- Seide: Wird aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen.
- Wolle: Besonders wertvoll von Schafen im Alter von drei bis sechs Jahren. Ein Schaf produziert jährlich ca. 3 kg feine Wolle.
Pflanzliche Fasern
- Baumwolle: Wird aus der Baumwollpflanze gewonnen.
- Leinen: Wird aus der Flachspflanze gewonnen, wobei die Faser aus dem Stängel extrahiert wird.