Humanismus, Renaissance und Barock: Kulturelle Strömungen und katalanische Literatur
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Humanismus und Renaissance: Kulturelle Erneuerung
Humanismus: Fokussierte sich auf die Gelehrten und Philosophen der Renaissance, die große wissenschaftliche und technische Entdeckungen vorantrieben.
Renaissance: Eine Bewegung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellte. Es bestand großes Interesse an der Grammatik der lateinischen Sprache.
Krise der mittelalterlichen Literatur (Notlage der TV. kat.)
Es herrschte ein Mangel an moderner katalanischer Literatur (in der sogenannten llemosina Sprache), was zu einer Trennung zwischen der geschriebenen und der gesprochenen Basis führte. Die Siglos de Oro (Goldene Jahrhunderte) brachten hervor:
- Christopher Despuig (1510/1561–1580): Einer der wenigen prominenten Autoren dieser Zeit. Er schrieb die berühmten Colloquios über die Stadt Tortosa. Seine Werke schöpften aus dem Griechischen und Lateinischen und umfassten erzählende Prosa sowie Dialoge.
Der Barock: Enttäuschung und Vergänglichkeit
Barock: Diese Bewegung entstand aus Enttäuschung und dem Bedürfnis, dem Alltag zu entfliehen. Diese Zeit umfasste den Aufstand von 1640 und die Ereignisse von 1705. Der Barock nutzte Kontrastmittel wie Antithese und Paradoxon. Themen wie der Tod, die Vergänglichkeit der Zeit und die Flüchtigkeit sind zentral.
Wichtige Barockautoren
- Francesc Vicent Garcia: Ein ausgezeichneter Autor von Sonetten und Zehnsilbern (décimas), der auch Prosa und Drama verfasste. Sein Stil war elegant und ausgefeilt, oft mit satirischer und burlesker Absicht (z. B. Hymne der Scheiße).
- Francesc Fontanella: Autor des dramatischen Gedichts Densengany in zwei Akten, ein Beispiel für das Theater dieser Epoche.
Formen der Dichtung
Romanze (Romance): Besteht aus unbestimmten Versen, oft sieben Silben (können variieren), mit Assonanzreim in den geraden Zeilen und ungeraden Zeilen ohne Reim (der „Schnitter“).
Renaissance: Katalanische Identität und Blüte
Renaissance: Eine Wiederbelebung der katalanischen Identität. Die Aufklärung begann voll auszubreiten, die katalanische Sprache erlebte eine Wiedergeburt als Volkssprache. Die populäre Literatur und die mündliche Überlieferung spielten eine sehr wichtige Rolle.
Die Floral OCS (Jocs Florals)
Es war eine öffentliche Plattform für die katalanische Literatur. Bei dieser Zeremonie wurden Kompositionen zu den Themen Heimat (englantina), Liebe (viola) und Natur (flor natural) präsentiert. Die Spiele entwickelten sich zu einer Plattform, die dem literarischen Schaffen schrittweise Ansehen und sozialen Wert verlieh.
Jacinto Verdaguer und die Renaixença
Jacinto Verdaguer (geboren 1845, Symbol der Renaixença): Geboren in Folgueroles, wurde er als „Genie der Sprache“ bezeichnet. Er vermied vulgäre Ausdrücke und Kastellanismen und war tief mit der Tradition und dem Volk verbunden. Er war das zweite von sechs Kindern und wurde zum Priester geweiht, was ihm Zugang zu vielen Lesemöglichkeiten im Seminar in Vic verschaffte. Dort traf er viele Dichter.
Er nahm an den Jocs Florals teil und gewann Preise. Eine Erkrankung führte ihn ans Meer. Sein wichtigstes Werk ist „Atlantis“. Dieses Gedicht bezieht sich auf Christoph Kolumbus, den Anfang und das Ende der Arbeit. In der Mitte erzählt es von Atlantis und seinem Untergang. Es beschreibt die großartigen Lebensbedingungen der Atlantier und erklärt geologische Katastrophen. Dieses Werk gewann 1877 die Jocs Florals.
CANIGÓ: Nach ersten dokumentierten Reisen durch die Pyrenäen, um die Geographie kennenzulernen, entstand dieses Buch. Es umfasst zwölf Gesänge. Man findet darin das erzählende Tempo des Liedes, den romantischen Charme des Volksliedes sowie die Frische der Ode und die Feierlichkeit der Elegie. Es stellt eine moderne Adaption des Epos dar.