Immanuel Kant und die Aufklärung: Eine Analyse

Eingeordnet in Philosophie und Ethik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 5,36 KB

Das 18. Jahrhundert: Das Zeitalter der Aufklärung

Das 18. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Aufklärung und war entscheidend für die Geschichte des Abendlandes. In diesem Jahrhundert rückten die Begriffe der Rationalität und des Menschen in den Mittelpunkt. Philosophen erkundeten die Möglichkeiten und entdeckten die Grenzen des menschlichen Verstandes. Es kam zu großen Umwälzungen in der Politik und in der Behandlung der Menschen, die der Französischen Revolution vorausgingen, welche für die Rechte, Freiheiten, den Frieden, die Gerechtigkeit und die Toleranz kämpfte.

Immanuel Kant: Ein aufgeklärter Denker

Kant verteidigte diese Grundsätze. Er wurde 1724 in Königsberg (Deutschland) in eine bescheidene Familie des deutschen protestantischen Pietismus hineingeboren, der tief verwurzelte moralische und religiöse Werte des 18. und 19. Jahrhunderts prägte. Er widmete sein Leben dem Studium und der Hochschullehre. Zunächst interessierte er sich für die Naturwissenschaften und die Mathematik.

Kants philosophische Entwicklung

Kant begann als Rationalist, beeinflusst von Leibniz und Wolff. Ein weiterer wichtiger Einfluss war Isaac Newton. Diese Periode entspricht seiner vorkritischen Phase. Die Arbeit, die sie repräsentiert, bildet die einzig mögliche Grundlage für die Korrektur der Existenz Gottes. Das Denken von David Hume weckte ihn aus dem dogmatischen Schlummer und leitete seine skeptische Phase ein, in der er sich vom Rationalismus abwandte, da er Hume für zu destruktiv hielt.

Kants Hauptwerke und Kritik

Folgend diesen Einflüssen vollzog Kant die Kritik, in der er eine Analyse der Grenzen der reinen menschlichen Vernunft vornahm. Zu seinen Hauptwerken zählen:

  • Kritik der reinen Vernunft, die die Grundlage für das Korrekturlesen legt.
  • Kritik der praktischen Vernunft, die den Kategorischen Imperativ begründet.
  • Kritik der Urteilskraft, in der er eine Vereinigung der Vernunft anstrebt.

Zudem wurden nach seinem Tod die sogenannten Nachgelassenen Schriften veröffentlicht, in denen seine Notizen enthalten sind.

Schlüsselbegriffe bei Kant

Erfahrungsbegriffe

Erfahrung: Im Kern und ganzheitlich betrachtet, ist Erfahrung der Ausdruck eines allgemeinen und notwendigen Wissens über die Naturgesetze, Wissenschaft und Objektivität. In diesem Fall sprechen wir von objektiver Erfahrung. In einem engeren Sinne bezieht sie sich auf den Moment oder die objektive Erfahrung, die aus dem Gefühl oder der Intuition stammt, also empirisch und anschaulich ist. Der Begriff der möglichen Erfahrung drückt das offene Feld im Rahmen der Bedingungen, Konzepte und Prinzipien aus, die eine möglichst objektive Erfahrung ermöglichen.

Reine Begriffe

Rein: Bezieht sich auf bestimmte Fähigkeiten und Konzepte. Es ist das reine Wissen oder die Gewissheit, dass nichts zur Empfindung gehört, daraus stammt oder mit ihr vermischt ist. In genau diesem Sinne ist rein gleichbedeutend mit a priori, aber nicht alle a priori Konzepte oder Erkenntnisse sind rein.

Imperative

Imperativ: Die Formel eines Gebots der Vernunft. Imperative sind Formeln zur Bestimmung der Handlung. Imperative werden mittels eines „Soll“ ausgesprochen und bezeichnen das Mandat eines objektiven Gesetzes der Vernunft an einen Willen, der nicht notwendig durch das Gesetz bestimmt ist. Der Imperativ kann kategorisch oder hypothetisch sein, je nachdem, ob das Mandat eine bestimmte Bedingung umschließt, ohne die Annahme eines bestimmten Zustandes, oder ob es unter der Annahme eines bestimmten Zieles oder Zweckes ergeht, in Bezug auf welchen eine bestimmte Maßnahme gilt.

Interesse

Interesse: Es ist ein Prinzip, das nur die Ausübung der betreffenden Fähigkeit begünstigt. Interessen können empirisch oder rein sein. Das empirische Interesse hängt von Neigungen und dem Beitrag zum Glück ab; es ist subjektiv und sinnlich. Das Interesse der Vernunft ist erstens spekulativ oder theoretisch, zweitens praktisch. Das spekulative Interesse zielt auf die Erkenntnis des Objekts durch höhere a priori Prinzipien, während das praktische Interesse auf die Bestimmung des Willens in Bezug auf das letzte und vollständigste Ziel ausgerichtet ist. Letztendlich ist jedes Interesse praktisch.

Gesetze und das Praktische

Gesetze: Mittel für solche Regeln oder Grundsätze, die die Natur ordnen und ermöglichen. Die Natur wird durch a priori, universelle und notwendige Gesetze geregelt, in enger Verbindung mit der Gesetzmäßigkeit des Verstandes. Das a priori moralische Gesetz existiert, enthält nichts Empirisches, impliziert eine absolute Notwendigkeit und ist die Grundlage einer Verpflichtung für ein sinnliches Subjekt.

Das Praktische

Praktisch: Ist alles, was durch Freiheit möglich ist. Im praktischen Gebrauch richtet sich die Vernunft nicht auf Objekte, sondern auf ihre eigene Macht, solche Objekte hervorzubringen. Das Praktische bezieht sich nicht darauf, was ist, sondern darauf, was sein sollte. Das Praktische ist eng mit der moralischen Pflicht verbunden.

Verwandte Einträge: