Immanuel Kant: Leben, Philosophie und Erkenntnistheorie
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Immanuel Kant (1724–1804): Leben und Werk
Immanuel Kant war ein Mann von Sitten und folgte einer sehr präzisen Routine. Die Menschen in seiner Stadt stellten ihre Uhren nach seinem täglichen Nachmittagsspaziergang: Jeden Tag ging er zur selben Zeit am selben Ort entlang. Er führte ein seltsames, aber sehr interessantes Leben. Er war nie verheiratet, nie krank und verließ seine Heimatstadt in Ostpreußen kaum. Dennoch war Immanuel Kant ein bedeutender Denker. Er starb im Alter von 80 Jahren.
Die kopernikanische Wende in der Philosophie
Wir wissen, wann Menschen an ihre Grenzen stoßen. Diese Frage löste eine philosophische Revolution aus. Kant sagt, dass er aus dem „dogmatischen Schlummer“ erwachte. Kants Metaphysik führt zu einem Gerichtshof der menschlichen Vernunft. Wenn Metaphysik als Wissenschaft naiv ist, dann ist sie keine Wissenschaft.
Kant versteht das Problem der Erkenntnis durch das, was man die kopernikanische Wende nennt. Diese Verschiebung bedeutet, dass der Mensch nicht einfach die Welt passiv abbildet, sondern die Wirklichkeit durch die Strukturen seines Verstandes erkennt. Das eigentliche Problem ist nicht die Kenntnis der Fakten, sondern die Erforschung der Möglichkeiten und Grenzen unserer Erkenntniskräfte.
Wissenschaft und Urteilsarten
Auf die Frage, ob Metaphysik eine Wissenschaft ist, antwortet Kant mit einem Vergleich zu Mathematik und Physik. Bei der Analyse ihrer Urteile gelangt Kant zu dem Schluss, dass es sich um synthetische Urteile a priori handelt. Dies ist der Schlüssel zur Frage, ob eine Disziplin als Wissenschaft gelten kann.
Wissenschaftliche Aussagen müssen zwei Bedingungen erfüllen:
- Universalität und Notwendigkeit: Sie müssen in allen Fällen und für immer gelten.
- Erweiterung: Sie müssen uns neue Informationen liefern.
Kant bejaht die Möglichkeit synthetischer Urteile a priori für Mathematik und Physik. In Bezug auf die Metaphysik bleibt er jedoch skeptisch.
Struktur der „Kritik der reinen Vernunft“
- Transzendentale Ästhetik: Analyse der Sinnlichkeit.
- Transzendentale Analytik: Analyse des menschlichen Verstandes.
- Transzendentale Dialektik: Analyse der reinen Vernunft.