Immanuel Kant: Leben, Werk und Aufklärung
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Immanuel Kant: Leben und Wirken
Frühes Leben und Ausbildung
Immanuel Kant wurde 1724 in Preußen geboren. Er stammte aus einer bescheidenen Familie mit pietistischem Bekenntnis. Im Jahr 1775 begann Kant seine Lehrtätigkeit. Er verband eine starke Vorstellung der Pflicht mit einem pädagogischen Sinn, der ihn dazu führte, nicht nur Gedanken zu vermitteln, sondern das Denken selbst zu lehren.
Philosophische Entwicklung
Nach Jahren der Lehrtätigkeit zeigte Kant Interesse an der Suche nach einem Fundamento für die Metaphysik, basierend auf der Erfahrung. Die Lektüre von Hume gab seinen Untersuchungen eine neue Richtung.
Hauptwerke und Tod
- Im Jahre 1781 veröffentlichte er die "Kritik der reinen Vernunft", die als Grundlage seiner kritischen Erfahrungsschulung gilt.
- Kant starb am 12. Februar 1804.
Zu seinen Werken gehört auch der Aufsatz mit dem Titel "Was ist Aufklärung?", der hauptsächlich die ideologischen und kulturellen Bewegungen dieser Zeit behandelt.
Die Epoche der Aufklärung
Zeitrahmen und Ziel
Die Aufklärung begann im Jahr 1688 und endete 1789. Das Ziel, das von der Renaissance vertreten wurde, war der Gebrauch der Vernunft.
Politische und soziale Veränderungen
Zwischen den Veränderungen fand sich:
- Ein politischer Konflikt zwischen der alten Gesellschaftsordnung und den neuen, einflussreichen Kräften.
- Der Empirismus von Locke, der die Menschen dazu brachte, an Naturrechte zu glauben.
- Das Bewusstsein für die Würde des Menschen als einmaliges und unersetzliches Wesen.
Verbreitung der Aufklärungsideen
Die Ideen der Aufklärung zeigten in England (ING) keine große Entwicklung, sondern prägten das Modell in anderen Ländern. In Frankreich (FRA) explodierte die Bewegung und erreichte ihre größte Pracht. König Ludwig XVI. akzeptierte die Änderungen nicht, was zur Französischen Revolution führte.
Kants Haltung zur Revolution
Kant stand dieser Revolution ablehnend gegenüber und glaubte, dass die Veränderung bei den Menschen und deren Denken ansetzen müsse. Aus Frankreich gingen die Prinzipien der Aufklärung hervor.
Einflüsse auf Kant
Rousseau war der Denker, der Kant am meisten beeinflusste, insbesondere durch den Gesellschaftsvertrag, der den Ursprung des Staates und der individuellen Freiheiten erklärt.
Aufklärung in Preußen
Auch in Preußen hatte die Aufklärung Bedeutung. Deutschland befand sich in einer besonderen Situation: Der Monarch war absolutistisch, aber mit dem Thronwechsel zu Friedrich II. änderte sich die Ausrichtung der Aufklärung. Friedrich II. förderte die Trennung der Gewalten und die Abschaffung der Folter. Dies ist ein klassisches Modell des aufgeklärten Absolutismus, das besagt: "Denke, was du willst, aber gehorche!", womit der private Gebrauch der Vernunft eingeschränkt wurde.
Kants Religiosität
Kant neigte nicht zum Deismus, sondern zu einer Religion, die rationales Verständnis und nicht die Abhängigkeit vom Göttlichen akzeptierte. Er verstand den pietistischen Glauben als persönliche Überzeugung.
Kants Konzept der Aufklärung und die "Mündigkeit"
Bedingungen der Freiheit
Ein weiterer Einfluss auf Kants Konzept des kritischen Prozesses ist die Vorstellung, dass Freiheit die Bedingung der Aufklärung sei und die Vernunft als Mittel für etwas Gutes genutzt werden könne.
Kritischer Prozess und Autonomie
Kants Theorie besagt, dass jeder Mensch, der sich in der Situation der Epoche befindet, dank einiger Prozesse die Menschheit zu einem Zeitpunkt führen würde, an dem die Menschen autonom und nicht mehr vollständig in der Minderheit wären.
Ursachen der Unmündigkeit heute
Meiner Meinung nach gibt es heute in unserer Gesellschaft unterschiedliche Ursachen dafür, dass wir das Stadium der Aufklärung noch nicht erreicht haben. Diese Ursachen fasste Kant theoretisch zusammen (intern und extern).
Interne Ursachen der Unmündigkeit
Die internen Ursachen der Unmündigkeit sind Faulheit und Feigheit.
Faulheit
Die Faulheit hat sich seit Kants Epoche kaum verändert: Personen ziehen es vor, das Vorgegebene zu akzeptieren, ohne zu fragen, warum, da es bequemer ist, den Status quo anzunehmen, anstatt Protest zu üben und Veränderungen anzustreben. Dies zeigt sich in der Bildung, aber auch heute noch: Manche Menschen akzeptieren die Dinge, weil sie glauben, dass sie durch den kategorischen Imperativ gut oder schlecht sind. Trotzdem ziehen es diese Personen vor, bei Protesten radikale Demonstrationen zu nutzen, wodurch sie jegliche Vernunft verlieren. Dies spiegelt Kants Denken wider: Obwohl er den Gebrauch der Vernunft befürwortete, war er nicht mit der Unterstützung der Revolution einverstanden.
Feigheit
Die Feigheit unter jungen Menschen ist heute noch präsent, scheint aber anders zu sein. Diese Feigheit kann den Ausdruck des Denkens auf eine andere Art und Weise verhindern, anders als die Mehrheit der Gruppe, oder sich anders kleiden oder handeln. Dies ist mit der Mode verbunden.
Externe Ursachen der Unmündigkeit
Schließlich gibt es heute noch externe Ursachen für die Unmündigkeit, nämlich die Lehrer/Betreuer. Diese werden in unserer Gesellschaft oft dadurch repräsentiert, dass die Mehrheit vorgibt, was getan werden muss und was richtig oder falsch ist. Auf diese Weise erreicht ein großer Teil der Menschen nicht die dargestellte Mündigkeit.