Das Immunsystem: Mechanismen, Zellen und Behandlungen

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Spezifische Mechanismen des Immunsystems

Das Immunsystem erkennt Mikroorganismen, die mit uns in Kontakt kommen, als fremd und erzeugt eine spezifische Reaktion. Die Bestandteile des Blutes sind:

Bestandteile des Blutes

  • Plasma: Besteht aus Wasser, Proteinen (wie Fibrinogen) und Gasen (wie Carbonat). Blutplasma ohne Fibrinogen wird als Serum bezeichnet.
  • Zelluläre Bestandteile: Dazu gehören rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen (Lymphozyten, Makrophagen, Eosinophile, Basophile und Neutrophile) und Blutplättchen.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

Mit Ausnahme der B- und T-Lymphozyten sind die übrigen weißen Blutkörperchen an der angeborenen Immunität beteiligt:

  • Makrophagen: Sie phagozytieren (fressen) Zellen oder Zellfragmente und präsentieren Antigene für T-Lymphozyten.
  • Eosinophile: Sie sind als Effektorzellen an allergischen Erkrankungen (wie sofortiger Überempfindlichkeit) und an der Bekämpfung von Parasiten beteiligt.
  • Basophile: Sie spielen eine aktive Rolle in der Immunantwort durch die Freisetzung von Histamin und Serotonin sowie anderen Chemikalien. Sie enthalten spezifische Granula mit Histamin (Gefäßerweiterer) und Heparin (Gerinnungshemmer).
  • Neutrophile: Diese Fresszellen zerstören Mikroorganismen und reagieren auf entzündliche Reize.

Lymphozyten und Antikörper

Lymphozyten können Antigene, Mikroorganismen oder Fremdkörper im Körper erkennen. Es gibt zwei Hauptarten von Lymphozyten:

  • B-Lymphozyten: Sie produzieren Antikörper (Proteine, die spezifisch an das Antigen binden). Durch Antikörper markierte fremde Mikroorganismen werden von anderen weißen Blutkörperchen zerstört.
  • T-Lymphozyten: Wenn ein Virus eine Zelle infiziert, erzeugt diese ein Oberflächenprotein, das von T-Zellen erkannt wird, woraufhin diese die infizierten Zellen zerstören.

Ein Antigen ist alles, was unser Körper als fremd erkennt. Das AIDS-Virus (HIV) vermehrt sich in T-Zellen, zerstört diese und schwächt so das Immunsystem nachhaltig.

Erkrankungen des Immunsystems

  • Autoimmunerkrankungen: Diese entstehen, wenn das Immunsystem körpereigene Moleküle als fremd erkennt. Beispiele hierfür sind Multiple Sklerose, bestimmte Arten von Diabetes oder systemischer Lupus Erythematodes.
  • Allergien: Diese treten auf, wenn das Immunsystem auf Antigene reagiert, die normalerweise harmlos sind, wie Pollen oder Hausstaubmilben.

Behandlung von Infektionskrankheiten

1. Behandlung bakterieller Erkrankungen

Bakterielle Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Das erste Antibiotikum, Penicillin, wurde 1928 von Alexander Fleming entdeckt. Heute gibt es Antibiotika für fast alle Bakterienarten. Jedoch stellt der Missbrauch oder die falsche Anwendung ein großes Problem dar, da dies zur Entstehung resistenter Bakterienstämme führt.

2. Behandlung von Protozoen und Pilzen

Diese Krankheiten werden durch Antiprotozoika bzw. Fungizide behandelt.

3. Behandlung von Viruserkrankungen

Durch Viren verursachte Infektionen sind am schwierigsten zu behandeln, da die Erreger in die Zellen eindringen. Es gibt Medikamente, die Symptome lindern, aber letztlich muss der Körper die Infektion selbst überwinden und das Virus tilgen. In den letzten Jahren wurden wirksame antivirale Medikamente gegen bestimmte Viren wie HIV oder Herpes entwickelt.

4. Impfungen

Impfungen sind eine präventive Methode, um das Immunsystem gegen einen bestimmten Erreger zu trainieren. Wenn wir später mit dem Erreger in Kontakt kommen, reagiert unser Immunsystem schnell und eliminiert ihn. Dies wird als künstliche aktive Immunität bezeichnet.

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