Impressionismus, Expressionismus und Avantgarde in der Musik
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Evolution: Impressionismus und Expressionismus
Evolution: Impressionismus und Expressionismus können als zwei unterschiedliche Ausprägungen derselben Entwicklung verstanden werden: eine hyperromantisch-musikalische Phase, in der sich eine Verschiebung weg von den Gesetzen der Tonalität und der funktionalen Harmonie abzeichnet.
Impressionismus
Impressionismus: Eine späte Reaktion des 19. Jahrhunderts, die als Gegenbewegung zu den vorherrschenden realistischen Strömungen auftritt. Musikalisch ist der Impressionismus in der Regel eine französische Bewegung, die verschiedene Tendenzen verbindet.
Charakteristika
- Melodielinien oft verschwommen, ohne klare Kadenzen;
- gelockerte Harmonik mit Akkorden, die ihren klanglichen Wert und nicht ihre tonale Funktion betonen;
- neues Konzept der Klangfarbe durch die individuelle Behandlung der Instrumente;
- Schaffung einer Atmosphäre, die auf akustischen Eindrücken basiert.
(Debussy, Ravel)
Expressionismus
Expressionismus: Eine deutsche Bewegung, die vor allem Malerei, Literatur und Musik betrifft.
Merkmale
- dramatische Ausdruckssuche durch kontinuierlichen Einsatz von Dissonanzen;
- Verwendung atonaler Systeme;
- Ersetzung traditioneller Melodie durch eine rezitativische Gesangsweise (Sprechgesang);
- Ausrichtung auf kleine Kammerensembles, in denen jedes Instrument eine Solorolle spielt.
(Schönberg)
Weiterentwicklung: Futurismus und Dadaismus
Blüte/Weiterentwicklung: Futurismus und Dadaismus sowie der Dodekaphonismus zählen zur ersten Avantgarde. Der Futurismus entstand in Italien 1909: Er wendete sich von der Kunst der Vergangenheit ab und propagierte die Moderne, gekennzeichnet durch Maschinen und Bewegung. Die futuristische Bewegung war in ihrer Strenge nicht von langer Dauer, doch die Idee, Musik mit den Klängen des Lebens zu verbinden, beeinflusste die Moderne wesentlich.
(Varèse, Honegger)
Dadaismus: Der Dadaismus ist eine bewusst anti-ästhetische Bewegung, die vor allem in Deutschland, Frankreich und den USA zwischen 1916 und 1920 auftrat. Ihr Ausdruck wurde wesentlich durch den Begründer Tristan Tzara geprägt. Die Dada-Bewegung feiert das Absurde und die Zerstörung etablierter Werte, leugnet traditionelle Geschichtsbilder und hinterfragt alle Formen von Kunst und Musik; die Bedeutung liegt weniger in der Schaffung bestimmter Kompositionen als in der Vorbereitung und Erwartung weiterer Avantgarden.
Zwölf-Ton-Technik
Zwölf-Ton-Technik: Eine Kompositionstechnik auf der Grundlage der chromatischen Tonleiter (Dodekaphonie). Diese Methode wurde von Arnold Schönberg im Jahr 1923 entwickelt, als Fortentwicklung des atonalen Expressionismus. Es handelt sich um eine Methode, bei der zwölf Töne zu einer Reihe (Reihe/Serie) geordnet werden; nur die Verwendung dieser Reihe bestimmt das Zusammenwirken der Töne in der Komposition. Schönbergs Zwölftonmusik wurde von seinen Schülern Alban Berg und Anton Webern fortgeführt.