Impressionismus, Neoimpressionismus und Post-Impressionismus
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Der Impressionismus
Der Impressionismus stellt einen Bruch mit der traditionellen Malerei und den Ausgangspunkt der bildnerischen Kunst des 20. Jahrhunderts (S. XX) dar. Er versucht, eine ästhetische Sprache zu erneuern und sucht nach neuen Ausdrucksformen. Der Fokus liegt auf der Wahrnehmung von Realität. Zwei wesentliche Einflussfaktoren für den Bruch hin zu einer besonderen Ästhetik waren die Fotografie und japanische Holzschnitte.
Charakteristika des Impressionismus
- Theorie der Farbe
- Darstellung von Licht
- Sukzessive Färbung der Schatten
- Lockere Pinselführung
- Malen im Freien (Pleinairmalerei)
Wichtige Vertreter des Impressionismus
Claude Monet
Monet spiegelt den Charakter des Impressionismus am besten wider. Sein Interesse gilt Landschaften und vor allem den Auswirkungen von Licht auf die Umgebung zu verschiedenen Tageszeiten. Werke: Seerosen, Bahnhof Saint-Lazare, Kathedrale von Rouen.
Auguste Renoir
Er schuf fröhliche Gemälde mit dekorativen Farben von ländlichen und urbanen Landschaften. Ein bekanntes Werk ist der Frauenakt im Sonnenlicht.
Alfred Sisley
Sisley widmete sich der ländlichen Landschaft, wobei er besonders besorgt um die Darstellung von Wasser und atmosphärischen Phänomenen war. Werk: Überschwemmung in Port-Marly.
Edgar Degas
Er erhielt eine klassische Ausbildung, was sich in seinen Zeichnungen zeigt. Seine Malerei ist farbenfroh, wobei sein Interesse eher dem künstlichen Licht in Innenräumen als der Natur galt. Werke: Der Absinth, Die Musiker des Orchesters.
Édouard Manet
Er gilt als Vorläufer des Impressionismus und der modernen Malerei. Werk: Olympia.
Camille Pissarro
Pissarro wird ebenfalls dieser Bewegung zugeordnet.
Der Neoimpressionismus
Der Neoimpressionismus lehnt den intuitiven und sinnlichen Charakter ab und versucht, der Kunst ein wissenschaftliches Fundament zu geben. Er führt die revolutionäre Technik des Pointillismus ein, die präzise, geduldig und statisch ist und den Betrachter physisch zur optischen Mischung der Farben einlädt. Die Figuration ist weniger naturalistisch, mit starren Formen, weit entfernt vom Atelier. Die Gemälde sind lichtdurchflutet; es ist eine strenge, kalte und poetische Kunst, weit weg von den Impressionisten.
Georges Seurat
Seine Malerei ist sehr statisch. Werk: Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte.
Paul Signac
Er war ein Schüler von Seurat und der Theoretiker dieser Bewegung sowie der wichtigste Verbreiter des Pointillismus. Sein Stil ist sehr farbenfroh. Werk: Der Papstpalast von Avignon.
Der Post-Impressionismus
Eine Reihe von Malern, die zuvor Impressionisten waren, entwickelten ihre Arbeit in dieser wichtigen Bewegung weiter. Der Post-Impressionismus bedeutet die Rückgewinnung der Bedeutung der Zeichnung. Es geht nicht nur um das Licht, sondern darum, die Ausdruckskraft der Dinge und Personen zu erfassen. Er ist ein Vorläufer der Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts.
Henri de Toulouse-Lautrec
Als bildender Künstler schuf er viele Plakate. Sein Leben war geprägt von Melancholie, Alkohol und dem nächtlichen Stadtleben. Werk: Im Moulin Rouge.
Paul Cézanne
Er suchte das Wesen der Dinge und versuchte, die Erscheinung auf reine Farbe und elementare Naturformen zu reduzieren. Die Form wird vollständig durch die Farbe definiert. Werke: Die Kartenspieler, Äpfel und Orangen.
Vincent van Gogh
Sein Leben war sehr dramatisch, und seine Bilder können nicht von seiner Biografie getrennt werden, da sie seine innere Welt zeigen. Er nutzt lebendige Farben, gewundene Formen und einen willkürlichen Einsatz von Farbe. Werke: Sonnenblumen, Selbstporträt, Die Mittagsruhe.
Paul Gauguin
Ein bekanntes Werk ist Das weiße Pferd.