Der Impressionismus: Revolution der Malerei und Lichtkunst
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Der Impressionismus: Eine Revolution in der Malerei
Der Impressionismus – den man als eine Revolution in der Malerei bezeichnet – hat sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunächst in Frankreich und später in anderen Ländern entwickelt. Der Maler hält sich nicht an die klassischen Regeln, malt draußen in der Natur und bemüht sich um die Lichtintensität. Er ist eine Kunstrichtung, die auf der Leinwand schlicht die Impression wiedergeben will, wie sie materiell empfunden wurde. Er will die Lichtwirkungen und das Leben in seiner Augenblicklichkeit erfassen. Impressionismus ist in der Malerei der Begriff für den „Malstil der unmittelbaren Wahrnehmung“; das heißt, es wird nur das gerade Gesehene gemalt. Die Impressionisten machten es sich zum Ziel, den vergänglichen Augenblick festzuhalten.
Die Geburtsstunde des Begriffs
Die Société anonyme des artistes peintres, sculpteurs, graveurs etc. veranstaltete eine Ausstellung vom 15. April bis zum 15. Mai 1874. Der Journalist Louis Leroy gab in der Zeitschrift Le Charivari dieser Ausstellung den Titel „L’exposition des Impressionnistes“. Er leitete das Wort von Claude Monets Gemälde „Impression, Sonnenaufgang“ ab.
Licht, Farbe und die Vergänglichkeit des Augenblicks
Alles, was das Licht zurückwirft, ist von Bedeutung. Die Künstler wollen nicht wie ihre Vorgänger nur eine Jahreszeit malen: Ihr Bestreben ist es, im Wechselspiel des Lichts und der Luft eine Örtlichkeit, einen Monat oder eine Stunde des Tages erstehen zu lassen. Die Maler pflanzen ihre Staffelei immer wieder an derselben Stelle vor denselben Gegenständen auf und verfolgen das Motiv im Tagesablauf, um zu zeigen, dass sich die Formen und Farben im Wechsel der Lichtspiegelungen und der durchsichtigen, farbgetränkten Schatten unaufhörlich erneuern.
Der gesellschaftliche Kontext
Während für das Kunstpublikum der Klassizismus noch immer als ästhetische Norm galt, wurde es in der Mitte des 19. Jahrhunderts zur Mode, im Freien zu malen. In den Metropolen entwickelte sich zudem eine Bohème, die sich meist in bestimmten Lokalen und Cafés traf. Der Begriff bezeichnet eine unkonventionelle, oft „wilde“ Lebensform, wie sie etwa Oscar Wilde verkörperte. Die Bezeichnung stammt aus Henri Murgers Roman „Scènes de la vie de bohème“ (1851).
Gegensätze in der Kunstauffassung
Der Historienmaler sucht sich das ideale Thema, während der Impressionist das eindrucksvolle Motiv wählt.
Entstehung des Impressionismus
- Erfindung der Fotografie
- Farbtheorie des Chemikers Michel Eugène Chevreul