Industrie und Energie: Ein Umfassender Überblick

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Arten von Energiequellen

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind solche, die sich nicht erschöpfen oder die unerschöpflich sind, wie zum Beispiel:

  • Solarenergie
  • Gezeitenenergie
  • Windenergie
  • Biomasse

Sie werden auch als weiche Energien bezeichnet, weil sie die Umwelt nicht belasten.

Nicht-erneuerbare Energien

Nicht-erneuerbare Energien sind solche, die irgendwann erschöpft sein werden, da ihre Vorkommen in der Natur begrenzt sind. Beispiele hierfür sind:

  • Kohle
  • Öl
  • Gas
  • Kernenergie (Uran)

Sie werden auch als harte Energien bezeichnet, weil sie stark umweltbelastend sind.

Primäre und Sekundäre Energiequellen

Primäre Energiequellen sind solche, die direkt für mechanische Arbeit genutzt werden können, wie zum Beispiel Strom. Sekundäre Energiequellen hingegen werden nicht direkt für mechanische Arbeit genutzt, sondern müssen erst umgewandelt werden. Beispiele hierfür sind Kohle, Öl und Uran.

Industrielle Konzepte

Arbeitskräfte: Als Arbeitskräfte bezeichnet man die Gesamtheit der in der Industrie beschäftigten Personen.

Pipelines: Pipelines sind Rohrleitungen, die zum Transport von Gas (Gas-Pipelines) oder Öl (Öl-Pipelines) verwendet werden.

Holding: Eine Holding ist ein Monopol, das verschiedene Unternehmen kontrolliert, indem es die Mehrheit ihrer Aktien besitzt. In der Regel handelt es sich um eine Finanz- oder Bankengruppe.

Industrie: Industrie ist jeder Prozess der Umwandlung von Gütern, die der Mensch nicht direkt verwenden oder verbrauchen kann (Rohstoffe), in andere, die er verwenden oder verbrauchen kann.

Industriezweige

Leichtindustrie: Die Leichtindustrie stellt Güter für den direkten Gebrauch und Verbrauch her (z. B. Textilien, Schuhe, Lebensmittel, Automobile, Haushaltsgeräte).

Schwerindustrie: Die Schwerindustrie stellt Produktionsmittel her. Dazu gehören die mechanische Industrie (Maschinen, die Güter für den Verbrauch produzieren) und die Grundstoffindustrie, die Rohstoffe in Halbfertigprodukte umwandelt, die wiederum von anderen Industrien als Ausgangsstoff verwendet werden. Die wichtigsten Zweige der Grundstoffindustrie sind die Stahlindustrie und die petrochemische Industrie.

Industrialisierung

Endogene Industrialisierung: Diese entwickelt sich aus der Anwendung von Faktoren, die aus der Umgebung selbst stammen.

Exogene Industrialisierung: Diese entwickelt sich aus der Anwendung von Faktoren, die von außerhalb der Umgebung stammen.

Industriestandort: Orte, an denen sich Industrien ansiedeln. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Standortwahl, wie z. B. die Nähe zu Rohstoffen oder Energiequellen, das Interesse des Kapitals, die Verfügbarkeit, Qualifikation und der Preis der Arbeitskräfte, Logistikzentren, die Nähe zu Verbrauchszentren oder die Existenz anderer Industrien (Industrie zieht Industrie an).

Rohstoffe und Mineralien

Rohstoff: Naturprodukte, die von der Industrie verarbeitet werden.

Metallurgie: Die Metallurgie befasst sich mit der Gewinnung verschiedener Metalle und Legierungen (Mischungen).

Mineral: Anorganische Stoffe mit homogener Zusammensetzung, die von der Industrie als Ausgangsmaterial verwendet werden.

Weitere wichtige Begriffe

Multinationale Unternehmen: Unternehmen mit Niederlassungen in verschiedenen Ländern. Die Muttergesellschaft legt die Politik der Tochtergesellschaften fest.

Neue Industrieländer: Dieser Begriff bezieht sich auf die Länder Ost- und Südostasiens, deren industrielles Wachstum auf reichlich vorhandenen und billigen Arbeitskräften basiert.

Industrielandschaft: Das Ergebnis der Umgestaltung der Landschaft durch die Bauindustrie.

Technologiepark: Ein Raum, in dem sich High-Tech-Industrien konzentrieren.

Entwicklungspläne: Politische Programme der 1960er Jahre zur Förderung wirtschaftlich rückständiger Gebiete.

Industriegebiete: Städte am Rande von Großstädten, die sich entlang der Verkehrswege befinden (für den Transport von Rohstoffen oder Energie und den Abtransport von Waren). In diesen Gebieten dominieren die Leichtindustrien (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter).

Entwicklungspole: Diese waren das Ergebnis der Entwicklungspläne. Es handelt sich um Orte, an denen verschiedene Industriezweige angesiedelt wurden, um ein Gebiet durch politische Entscheidung zu fördern.

F&E-Programme: Forschung und technologische Entwicklung, um die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern.

Protektionismus: Wirtschaftspolitik, die Maßnahmen zum Schutz der inländischen Produktion vor ausländischer Konkurrenz ergreift.

Industrielle Umstrukturierung: Anpassung der Industriestruktur an neue Marktbedingungen und -techniken.

Industrieregion: Große Räume, die verschiedene Industriezentren und -komplexe umfassen können. Sie weisen eine Vielzahl von Industrien auf, die aufgrund ihrer Abhängigkeit oder Komplementarität gruppiert sein können oder auch nicht. (Beispiel für Spanien: Madrid und sein Großraum).

Industrielle Revolution: Große Veränderung in der Produktion, die im England des 18. Jahrhunderts nach dem Aufkommen der Maschine stattfand.

Stahlindustrie: Die Stahlindustrie befasst sich mit der Metallurgie von Eisen zur Herstellung von Stahl.

Trust: (Ähnlich wie ein Kartell) Eine Vereinbarung zwischen Unternehmen, um den Markt für ein Produkt zu monopolisieren.

Lagerstätte: Eine Ansammlung von mineralischen Rohstoffen oder Energieträgern.

Zonen dringender Reindustrialisierung (ZUR): Gebiete, in denen Pläne zur Reindustrialisierung der zerstörten industriellen Basis entwickelt wurden.

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