Industrielle Revolution, Imperialismus & Spaniens Wirtschaft
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Die Erste und Zweite Industrielle Revolution
Thema 3: Die Erste Industrielle Revolution. Diese war geprägt durch kleine Werkstätten in Städten ohne Maschinen, die niedrige Produktionskosten aufwiesen. Es folgten die Einführung von Dampfmaschinen und die Arbeitsteilung: Jeder Arbeitnehmer übernimmt eine spezifische Aufgabe, was die Produktion und den finanziellen Ertrag steigert.
Die Zweite Industrielle Revolution
In dieser Phase entstanden neue Energiequellen wie Elektrizität und Erdöl. Es entwickelten sich der Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie. Ein Wandel im Verkehr vollzog sich durch das Auto und das Flugzeug (unter Nutzung von Benzin und Kohle). Es bildeten sich Aktiengesellschaften (Sociedades Anónimas), Banken und Kreditsysteme.
- Taylorismus: Jeder Arbeitnehmer hat einen festen, spezialisierten Aufgabenbereich.
- Fordismus: Fokus auf die Serienproduktion.
- Unternehmensfusionen: Betriebe schließen sich zusammen, um die Marktmacht zu stärken.
Politische Ideologien: Marxismus und Anarchismus
Marxismus: Strebt eine Revolution an, um den Kapitalismus zu zerstören und eine kommunistische Gesellschaft zu errichten, in der die Arbeiterklasse ermächtigt ist.
Anarchismus: Lehnt den Staat ab und möchte ihn durch freiwillige Assoziationen zwischen Personen ersetzen; zudem wird die Beteiligung an der herkömmlichen Politik abgelehnt.
Imperialismus im 19. Jahrhundert
Thema 4: Imperialismus. Dies impliziert die Ausdehnung der Herrschaft eines Landes auf andere Gebiete. Die Metropole steuert die Kolonisation. Im 19. Jahrhundert traten neue Akteure wie Großbritannien und Frankreich hervor.
Wirtschaftliche Faktoren des Imperialismus
Diese Faktoren hatten eine sehr große Bedeutung. Angesichts der steigenden Produktion und des Reichtums, die mit der Industriellen Revolution einhergingen, wurden die Kolonien zu Märkten, in denen die in der Metropole hergestellten Produkte verkauft wurden. Zudem wurde Kapital in den Bau oder die Verbesserung öffentlicher Arbeiten wie Eisenbahnen und Häfen investiert. Ein weiteres Ziel war der Bezug von Rohstoffen für die Industrie zu sehr niedrigen Preisen.
Politische und demographische Faktoren
Politische Faktoren: Die koloniale Expansion wurde genutzt, um das Prestige einer Weltmacht und den nationalen Stolz zu erhöhen. Die Mächte eroberten strategisch wichtige Gebiete, um die Hauptverkehrswege zu kontrollieren.
Demographische Faktoren: Da die Bevölkerung in westlichen Ländern ab dem 19. Jahrhundert stetig wuchs, förderten viele Regierungen die Migration in die Kolonien, um soziale Unruhen durch Arbeitslosigkeit zu verringern.
Die wirtschaftliche Entwicklung in Spanien
Eine schwache industrielle Revolution
Die industrielle Entwicklung in Spanien war aufgrund von Rohstoffknappheit, schlechter Kommunikation, dem Fehlen eines Absatzmarktes und mangelnden Investitionen eher schwach. Die ersten modernen Industrien waren die Textilindustrie und die Siderurgie (Eisen- und Stahlindustrie). Parallel dazu kam es zur Gründung der ersten Finanzinstitute.
Zwischen 1856 und 1866 wurden in Spanien jährlich mehr als tausend Kilometer Straßen gebaut. Es entwickelten sich zudem neue Sektoren wie Elektrizität, Öl und die chemische Industrie.
Liberalisierung des Landes und Agrarreformen
Die Landwirtschaft blieb der wichtigste Wirtschaftssektor, in dem 70 % der Belegschaft tätig waren. Die Abschaffung der Majorate (Mayorazgos) im Jahr 1837 führte dazu, dass große Ländereien in privaten Besitz übergingen. Es gab zwei bedeutende Desamortisationen (Säkularisationen):
- Mendizábal: Hierbei wurden Ländereien der Kirche verkauft.
- Madoz: Diese betraf die Ländereien von Gemeinden und anderen Institutionen.