Installationsanleitung für elektrische Heizkabel & Heizfolien

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Zweck und Geltungsbereich

Diese Anweisung gilt für die Installation von elektrischen Heizkabeln und Heizfolien mit Nennspannungen von 300/500 V, die in Böden und Decken eingebettet werden. Die Norm UNE 21.155-1 gibt die Arten der verwendbaren Heizleitungen an. In jedem Fall müssen sowohl die Heizkabel als auch die Heizfolien den Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie gemäß Artikel 6 entsprechen.

Anwendungsbeschränkungen

Diese Einrichtungen dürfen keine Verbindungen innerhalb der Verbotsbereiche von Bädern haben. Die Kaltleiter dürfen sich nicht im Schutzbereich befinden. Das Heizelement darf nicht unter Wasserrohren oder Abflüssen installiert werden.

Installation

Stromversorgungskreis

Der Stromversorgungskreis muss den Anforderungen der Verordnung entsprechen, insbesondere hinsichtlich:

  • Leitungsführung und Mindestquerschnitte der Leiter
  • Überstromschutz
  • Überspannungsschutz
  • Schutz gegen indirektes Berühren

Darüber hinaus müssen Steuer- und Betätigungseinrichtungen allpolig sein. Eine Ausnahme sind Steuergeräte wie Thermostate.

Elektrische Anlage

Der Heizkreis wird gemäß den Kriterien der ITC-BT in Teilstromkreise unterteilt, abhängig von der gleichzeitigen Nutzung, Entfernung und anderen Sicherheitskriterien, mit einem Maximum von 25 A pro Phasenstromkreis. Jeder Stromkreis wird durch einen allpoligen Leitungsschutzschalter geschützt. Es ist ein obligatorischer Schutz durch einen hochsensitiven Fehlerstromschutzschalter (30 mA) für jeden Heizkreis (Heizkabel oder Heizfolie) erforderlich. Wenn die Heizfolie einen Rahmen oder der Thermostat ein Metallgehäuse hat, müssen beide über einen Schutzleiter mit geeignetem Durchmesser, der dem Querschnitt des Phasenleiters entspricht, geerdet werden. Das zum Thermostat führende Kabel (die Phase) muss den gleichen Querschnitt wie das Referenzrohr haben und in einem solchen untergebracht sein. Vor dem Anschluss des Heizelements muss die Durchgängigkeit des Stromkreises überprüft werden. Nach der Verlegung der Kabel und vor dem Aufbringen des Bodenbelags muss die elektrische Isolierung gegen Erde überprüft werden; sie sollte gleich oder größer als 250.000 Ohm sein.

Kaltleiteranschlüsse

Die Anschlüsse der Heizkabel oder Heizfolien (Kaltleiteranschlüsse) müssen so ausgeführt werden, dass der Wärmeübergang von diesen und dem Stromkabel innerhalb der Grenzen bleibt, die mit der maximal zulässigen Dauertemperatur gemäß UNE 20.460-5-523 vereinbar sind. Aus diesem Grund sollten, außer bei einer Reparatur, keine bauseitigen Kaltleiteranschlüsse genehmigt werden. Die Kaltleiteranschlüsse werden durch die maximal zulässigen Ströme für den Dauerbetrieb gemäß ITC-BT-19 bestimmt. Das Kabel muss mindestens 0,20 m von der Heizung entfernt enden, und diese Verbindung sollte vollständig in die Betonmasse eingebettet sein.

Platzierung der Heizleitungen

Bei der Platzierung eines Heizelements (Heizkabel) in der Decke oder im Boden wird empfohlen, die Schleifen parallel zur Wand mit den größten Wärmeverlusten zu verlegen. Dieser Streifen von 0,5 m bis 0,6 m Breite, der der Gebäudehülle am nächsten liegt, kann durch eine Verringerung des Abstands zwischen den Kabeln verstärkt werden, ohne dabei die maximal zulässige Temperatur zu überschreiten. Es wird empfohlen, das Heizkabel, insbesondere im Boden, 0,6 m von Innenwänden entfernt zu halten, wo Möbel aufgestellt werden könnten. Das Heizkabel muss abschließend mit einem relativ gut wärmeleitenden Material wie Beton, Gips usw. abgedeckt werden, um die Wärmeabgabe zu erleichtern.

Befestigung der Heizleitungen

Das Heizkabel wird mit nichtmetallischen Abstandhaltern befestigt, die an den Enden platziert werden, wo das Kabel die Richtung ändert. Die Abstandhalter müssen korrosionsbeständig sein und dürfen die Isolierung des Kabels nicht beschädigen. Der Biegeradius der Kabel darf nicht kleiner sein als das 6-fache ihres Außendurchmessers bei unbewehrten Kabeln und das 10-fache bei bewehrten Kabeln.

Verbindung zu anderen Installationen

Das Heizelement sollte so weit wie möglich von Strom- und Beleuchtungskabeln installiert werden, um deren Erwärmung zu vermeiden. Andernfalls muss die Betriebstemperatur der Strom- und Beleuchtungskreise unter Berücksichtigung der vom Heizelement abgegebenen Wärme berechnet werden. Der entsprechende Kabelquerschnitt ist gemäß der Kabelart und den Vorgaben der Norm UNE 20.460-5-523 zu wählen.

Besondere Anforderungen für Fußbodenheizungen

Die Temperatur der Heizkabel darf unter den zu erwartenden Betriebsbedingungen die in der Norm UNE 21.155-1 für isolierte Leitungen festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten. Die Wärmekapazität der Materialien zwischen der Oberfläche der Wärmedämmung und der emittierenden Oberfläche muss weniger als 120 kJ/m²K (29 kcal/m²°C) betragen.

Verlegung

Die auf dem Boden verlegten Kabel werden in Beton oder Mörtel eingebettet. Es muss eine erste Betonschicht vorhanden sein, die isolierend sein kann. Die zweite Betonschicht, ohne isolierende Eigenschaften, muss eine Mindestdicke von 30 mm haben und dient zur Einbettung der Heizdrähte. Das Aushärten des Betons darf nicht durch das Heizelement beschleunigt werden, auch nicht zur Materialtrocknung. Zusätzlich zur Dämmung unter der Platte wird im Randbereich des Raumes eine Randdämmung mit einer Dicke von mindestens 1 cm und einer Höhe, die der Mörtel- oder Betonschicht entspricht, in der das Heizelement eingebettet ist, angebracht. Bei möglicher Feuchtigkeit muss die Wärmedämmung an der Unterseite mit einer Dampfsperre versehen werden. Bei Kondensationsgefahr ist ebenfalls eine Dampfsperre erforderlich. Das Konturkabel wird mit einem Mindestabstand von 0,2 m zu allen Außenwänden des Raumes verlegt.

Besondere Anforderungen für Deckenheizungen

Bei direkten Heizsystemen ist es notwendig, die Masse der Baustoffe zu reduzieren, die die emittierende Oberfläche bilden und vom Kabel erwärmt werden. Die Wärmekapazität des Materials zwischen der Dämmschichtoberfläche und der emittierenden Oberfläche muss weniger als 180 kJ/m²K (43 kcal/m²°C) betragen.

Verlegung

Die Mindesthöhe von Räumen, die mit diesem System ausgestattet sind, beträgt 3,5 m. Der Abstand der Heizleitungen in der Decke muss mindestens 0,4 m zu Außenwänden und 0,2 m zu Innenwänden betragen. Lichtpunkte an der Decke, einschließlich Einbauleuchten, müssen einen Mindestabstand von 0,1 m einhalten. Die an der Decke verlegten Produkte müssen in eine Putzschicht von mindestens 15-20 mm Dicke eingebettet werden, die parallel zu den Kabeln aufgetragen wird. Es ist sorgfältig darauf zu achten, dass keine Luftblasen im Putz in Kontakt mit dem Kabel verbleiben.

Steuerung

Der Raumthermostat sollte vorzugsweise an einer Innenwand in einer Höhe von 1,5 m über dem Boden installiert werden. Er darf weder direkter Sonneneinstrahlung, künstlicher Beleuchtung, der Wärme von Geräten noch Zugluft von Türen, Fenstern oder Ventilatoren ausgesetzt sein. Die Schaltdifferenz des Thermostats darf 1,5 K nicht überschreiten. Wenn die Stromstärke des Heizelements die Schaltleistung des Thermostats übersteigt oder es sich um einen Drehstromkreis handelt, steuert der Thermostat die Spule eines Schützes mit ausreichender Leistung, das sich im nachgeschalteten Verteilerfeld befindet. In großen Räumen ist die Installation von mehr als einem Thermostat gerechtfertigt, um den Energieverbrauch zu optimieren.

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