Institute for New Economic Thinking (INET): Gründung und Ziele
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Institute for New Economic Thinking
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ziele
- 2 Geschichte
- 3 Kritik
- 4 Einzelnachweise
- 5 Weblinks
Ziele
Das Institut wird Forschungsstipendien vergeben, Symposien veranstalten und eine Zeitschrift herausgeben. Es gehe darum, neue Paradigmen zu finden und den „marktfundamentalistischen Konsens“ der Wirtschaftswissenschaften zu erschüttern.[2]
Geschichte
Im Januar 2009 unterhielten sich Anatole Kaletsky, Roman Frydman und George Soros über die Notwendigkeit, nach der Finanzkrise einen neuen Konsens in der Volkswirtschaft zu schaffen. Fünfundzwanzig Volkswirtschaftler, Journalisten und Finanzinvestoren trafen sich im September in Bedford, NY, wo sie ebenfalls das Thema diskutierten. Die Gründung des INET erfolgte dann im Oktober 2009. Executive Director wurde Robert Johnson. Noch im November wurde ein Beirat gegründet.
Mitbegründer sind unter anderem die Nobelpreisträger George Akerlof, Sir James Mirrlees, A. Michael Spence und Joseph Stiglitz.[2] Weitere Mitglieder des Gründungsbeirats sind Jeffrey Sachs, Willem Buiter, Markus K. Brunnermeier, Robert Dugger, Duncan Foley, Thomas Ferguson, Roman Frydman, Ian Goldin, Charles Goodhart, Anatole Kaletsky, John Kay, Axel Leijonhufvud, Perry Mehrling, Y.V. Reddy, Kenneth Rogoff, John Shattuck, William R. White und Yu Yongding.
George Soros finanzierte die Projektgründung mit 50 Millionen US-Dollar.[2] Weitere Geldgeber waren Jim Balsillie und William Janeway. Insgesamt kamen 200 Millionen US-Dollar zusammen.
Große Konferenzen gab es im April 2010 an der Cambridge University mit dem Titel: “The Economic Crisis and the Crisis in Economics”. Im April 2011 folgte eine Konferenz in Bretton Woods, New Hampshire zum Thema: “Crisis and Renewal: International Political Economy at the Crossroads”. Die dritte Konferenz war im April 2012 in Berlin zum Thema: “Paradigm Lost: Rethinking Economics and Politics” und die vierte Konferenz im April 2013 in Hong Kong zum Thema: “The Changing of the Guard?”.
Kritik
Der Ökonom Stefan Homburg hält das INET für eine Lobbyorganisation, "die inzwischen zwei der fünf Mitglieder des Sachverständigenrats in ihrem Portfolio hat und auf allen Kanälen für Bankenunion, Bailouts und monetäre Staatsfinanzierung trommelt." Homburg zufolge nutzt Mitbegründer George Soros das INET, um Wissenschaftler für seine persönlichen Spekulationsziele zu instrumentalisieren und ihre Unterstützung für steuerfinanzierte Bailouts zu gewinnen.[3]
Einzelnachweise
Pressemeldung: Innovative Denker kommen zusammen, um den Herausforderungen der weltweiten Wirtschaftskrise entgegenzutreten. In: Presseportal.de, 27. Oktober 2009. Abgerufen am 26. September 2013.
Olaf Storbeck: George Soros: Millionen-Angriff auf etablierte VWL. In: Handelsblatt, 3. November 2009. Abgerufen am 26. September 2013.
- Stefan Homburg (2012) Der neue Kurs der Europäischen Zentralbank. Wirtschaftsdienst, S. 674.