Instrumente und Tänze der Renaissance

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Instrumente der Renaissance

Die Instrumente der Renaissance werden wie folgt beschrieben:

Blasinstrumente

  • Horn: Ein gebogenes Blasinstrument aus Holz mit einem becherförmigen Mundstück.
  • Krummhorn: Ein stabähnliches Instrument, bestehend aus einer Kapsel, in die ein doppeltes Rohrblatt aus Holz eingefügt wird. Es erzeugt einen weichen und zugleich scharfen Klang.
  • Posaune: Ein Metallinstrument, das einen abgerundeten und weniger brillanten Klang als moderne Posaunen erzeugt.
  • Trompete: Ein Blasinstrument aus Metallwindungen, dessen Klänge durch die Stellung der Lippen erzeugt werden.

Saiteninstrumente

  • Gambe (Viola da gamba): Ein Streichinstrument mit sechs bis sieben Saiten, das in der Renaissance von großer Bedeutung war. Ihr Klang war weich und verschleiert. Sie wurde vor dem Körper gehalten und nicht unter das Kinn gesetzt. Es gab sie in drei Größen: Sopran, Tenor und Bass. Sie ist nicht mit der Violine zu verwechseln.
  • Laute: Seit dem neunten Jahrhundert bekannt. Die Araber brachten sie nach Spanien, und sie wurde in der Renaissance sehr wichtig. Sie bestand aus einem Hals und einem birnenförmigen Korpus. Die Saiten waren doppelchörig; das Instrument wurde auch als maurische Gitarre bezeichnet.

Tasteninstrumente

  • Clavichord: Ein sehr kleines Tasteninstrument, das auf einem Tisch stand. Durch Drücken der Tasten schlägt ein Metallhammer direkt auf die Saiten und erzeugt einen sehr weichen Klang.
  • Cembalo: Es existieren verschiedene Formen und Größen. Beim Drücken der Tasten zupft ein Kiel (Plektrum) die Saite an und erzeugt ein kräftiges Klangbild.

Formen der Instrumentalmusik

Die wichtigsten Formen der Instrumentalmusik sind:

  • Vokalkompositionen: Davon abgeleitete Musik, wie die Canzone, die aus dem Chanson hervorging.
  • Improvisationspraxis: Beispiele hierfür sind die Fantasie oder die Toccata.
  • Variationen: Basierend auf technischem Wandel, wie die bereits erwähnten Diferencias.
  • Tanzformen: Diese basieren auf Tänzen wie Pavane und Galliarde.

Die wichtigsten Tänze der Renaissance

In der Instrumentalmusik sind die Tänze von zentraler Bedeutung:

  • Pavane: Ein Renaissance-Tanz, der aus der Stadt Padua stammt (vom Wort Pavo für Pfau, wegen des galanten Schreitens).
  • Galliarde: Französischen Ursprungs, lebhafter im Tempo und meist im Dreiertakt; sie folgte in der Regel auf die Pavane.
  • Folia: Ein schneller und kraftvoller portugiesischer oder spanischer Tanz, der zum Klang von Kastagnetten getanzt wurde.
  • Gavotte: Ein französischer Kreistanz.
  • Sarabande: Ein spanischer Tanz.
  • Farandole: Ein Kettentanz.

Instrumentalmusik in Spanien

Spanien zeichnete sich zu dieser Zeit durch einige der bedeutendsten Instrumentalisten der Renaissance aus, besonders durch Organisten und Vihuelisten. Diese waren so zahlreich, dass man von der spanischen Vihuela-Schule spricht.

Darunter ragt besonders Antonio de Cabezón heraus. Geboren in der Provinz Burgos und trotz seiner Blindheit, komponierte er ein umfangreiches Werk für Orgel. Er war ein großer Improvisator und in ganz Europa bekannt, da er König Philipp II. auf seinen Reisen begleitete.

Die Vihuela und ihre Meister

Innerhalb der Saitenmusik war Spanien seiner Zeit mit der Musik für Gitarreninstrumente voraus. Die Vihuela, ein Instrument mit großer Tradition, war besonders in der gebildeten Klasse erfolgreich und beliebt, um weltliche Musik auszudrücken.

Unter der Vielzahl von Musikern, die für dieses Instrument komponierten, sind besonders hervorzuheben:

  • Luis de Milán: Autor des Lehrwerks El Maestro.
  • Luis de Narváez: Bekannt für Los seys libros del Delphin.
  • Alonso de Mudarra.

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