Intelligenz: Definitionen, Messung (IQ) und die Kontroverse um Kognition

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Kognitive Wahrnehmung und Intelligenz

Die Beschreibung der Intelligenz im Kontext des kognitiven Wahrnehmungslernens ist zutreffend, wenn sie einen Teil unseres Verhaltens erklärt. Man könnte argumentieren, dass unser Verhalten durch ein noch ausgefeilteres kognitives Wahrnehmungslernen erklärt wird, das einen Teil des Ganzen darstellt. Es wird nicht nur unser Lernprozess beschrieben, sondern auch betont, dass Stimuli nicht zwingend notwendig sind, um Intelligenz zu entwickeln. Intelligenz beinhaltet die Manipulation von Symbolen, wobei diese nicht physisch präsent sein müssen, sondern in abstrakter Form vorliegen können. Produkte dieses Verhaltens sind Wissenschaft, Technologie, Kunst, Philosophie und Poesie.

Historische Definitionen und der IQ

Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Definitionen der Intelligenz gehören jene von Alfred Binet, der den IQ (Intelligenzquotienten) erklärte. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der IQ nicht die gesamte Intelligenz einer Person abbildet. Der IQ wird ermittelt, indem das mentale Alter durch das chronologische Alter (jeweils für das entsprechende Alter) geteilt und mit 100 multipliziert wird. Im Leben geht es darum, Probleme zu lösen.

Intelligenz als Anpassungsfähigkeit (Stern & Wechsler)

Wilhelm Stern und David Wechsler gaben eine sehr ähnliche Definition ab. Sie besagen, dass Intelligenz die Fähigkeit oder persönliche Eignung einer Person ist, sich neuen Situationen anzupassen oder sich zufriedenstellend an die Umwelt anzupassen. Wenn eine Person mit einem neuen Problem konfrontiert wird und sie operativ und mit ausreichender Eignung reagiert, gilt sie als intelligent.

Messung der Intelligenz: Psychometrie

Zur Messung der Intelligenz dienen Intelligenztests, die der Psychometrie entstammen. Die Intelligenz wird in den Ergebnissen dieser Tests ausgedrückt. Die Faktoren, die in Intelligenztests beobachtet werden, sind:

  • Zahlenverständnis
  • Verbale Fähigkeiten
  • Räumliches Denken
  • Grundlegendes Verständnis

Kontroverse: Menschliche vs. Tierische Intelligenz

Intelligenz als Umweltanpassung und Werkzeuggebrauch

Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Intelligenz. Einige Forscher argumentieren, dass Intelligenz auch bei Tieren möglich ist, während andere sie als einzigartig menschlich betrachten. Diejenigen, die Intelligenz als die Fähigkeit definieren, die Umwelt zu transformieren und zu verändern, sowie Werkzeuge zu bedienen, sind jene, die die Möglichkeit tierischer Intelligenz bejahen.

Intelligenz als Abstraktion und Sprache

Andere definieren Intelligenz als die Fähigkeit, abstrakte Konzepte zu konstruieren, Zeichen in Symbolen zu lernen, reale Dinge zu verstehen und artikulierte Sprache zu konstruieren. Diese Forscher argumentieren, dass Intelligenz ausschließlich menschlich ist.

Verhaltensmuster und Interpretation

Einige Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Tiere stets einem sehr einfachen, flachen Verhaltensmuster folgen, das auf einem reinen Reiz-Reaktions-Muster basiert. Menschen lernen zwar auch durch Reiz-Reaktions-Muster, aber wir geben diesen Reizen zusätzlich einen Sinn, eine Interpretation und eine Bedeutung. Wir sind in der Lage, Lösungen für verschiedene Szenarien zu erfinden und diese auf andere Szenarien zu übertragen. Diese Fähigkeit ist einzigartig für den Menschen und kann von Tieren nicht in gleicher Weise ausgeführt werden. Wir als Biologen vertreten die Ansicht, dass Menschen eine andere kognitive Intelligenz als Tiere besitzen. Durch unsere kognitive Interpretationsfähigkeit können wir unterscheiden, was eine Belohnung und was eine Bestrafung ist, weil wir interpretieren können, was wir tun, warum wir es tun und wie wir es tun.

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