Intensive Landwirtschaft und Viehhaltung: Formen und Folgen

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Formen der landwirtschaftlichen Produktion

Die landwirtschaftliche Produktion lässt sich nach verschiedenen Kriterien klassifizieren:

Intensität der Produktion

Eine Produktion ist intensiv, wenn der Ertrag pro Flächeneinheit und Arbeitnehmer hoch ist. Ein Beispiel hierfür sind bewässerte Kulturen in Valencia oder der Treibhausanbau in Almería.

Kulturformen nach Flächenverteilung

  • Polykultur: Das Gebiet enthält verschiedene Arten von Nutzpflanzen (z. B. Obstgartenbau).
  • Monokultur: Das Gebiet ist auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert (z. B. Getreideanbau in Real).

Pflanzentypen und Nutzungsdauer

  • Sträucher: Pflanzen mit holzigem Stamm (z. B. Futterpflanzen wie Luzerne).
  • Einjährige und krautige Pflanzen: Dazu zählen die meisten Getreidearten.

Die Verteilung der Kulturen wird oft nach der Anzahl der Hektar bemessen, wie etwa bei Ackerbau in Kastilien und León oder der Serienfertigung von Obst und Gemüse in der Region Murcia.

Problematik der intensiven Landwirtschaft

Obwohl die Gesamtproduktion heute mindestens viermal höher ist als früher – trotz sinkender Anbauflächen und weniger Arbeitskräften –, führt die intensive Landwirtschaft zu Problemen:

  • Umwelt: Verlust der Bodenfruchtbarkeit, Erosion etc.
  • Soziales: Rückgang der Beschäftigten in der Landwirtschaft, was zur Entvölkerung ländlicher Gebiete führt.
  • Wirtschaft: Niedrige Preise und mangelnde Preisgarantien im Vergleich zu anderen Produkten.
  • Qualität: Verlust der natürlichen Qualität der Lebensmittel.

Viehhaltung

Die Viehhaltung findet häufig auf Flächen statt, die für den Ackerbau ungeeignet sind, etwa aufgrund von Hanglagen oder flachgründigen Böden. Durch den steigenden Lebensstandard ist die Nachfrage nach Fleisch stark gestiegen, was zu einer intensiven Tierhaltung und einer räumlichen Trennung von Produktions- und Konsumorten geführt hat.

Regionale Schwerpunkte der Viehhaltung

  • Milchviehhaltung: Vorwiegend im Kantabrischen Gebirge.
  • Intensive Schweinehaltung: Hoch entwickelt in Katalonien.
  • Geflügelhaltung: Konzentriert in der Gemeinschaft Madrid.

Das wachsende Bewusstsein für ökologische Schäden durch intensive Ausbeutung sowie staatliche Gemeinschaftsbeihilfen haben den Trend zum ökologischen Landbau verstärkt.

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