Internationale Arbeiterassoziation (IAA) und Kolonialverwaltung
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Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA/IWA)
Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA), auch bekannt als Erste Internationale, wurde in London von Vertretern britischer und französischer Verbände sowie politischen Migranten gegründet. Sie umfasste auch italienische und deutsche Arbeiterbewegungsgesellschaften in verschiedenen Ländern und Persönlichkeiten, die am sozialen Kampf beteiligt waren. Sie wurde von einem Generalrat unter der Leitung von Karl Marx geführt.
Grundprinzipien der IAA
Die Grundprinzipien der IAA waren:
- Die Emanzipation der Arbeiterklasse.
- Die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft.
- Die Etablierung des Sozialismus.
Der erste Kongress der IWA verabschiedete in Genf, Lausanne und Brüssel Vereinbarungen, um weitere Arbeitsmobilisierungen in jedem Land zu fördern. Dabei wurden folgende Maßnahmen definiert, die die Arbeitnehmer betrafen:
- Verkürzung der Arbeitszeit.
- Abschaffung der Kinderarbeit.
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
- Abschaffung der Armee.
- Vergesellschaftung der Produktionsmittel.
- Der Streik als bester Weg zur Erreichung dieser Ziele.
Der Konflikt zwischen Marx und Bakunin
Es gab interne Unstimmigkeiten, die zur Konfrontation zwischen Marx und Bakunin führten. Während die IAA von Marx kontrolliert wurde und politische Autorität befürwortete, trat Bakunin für die Abschaffung des Staates ein und war gegen jede politische Autorität (Anarchismus).
Systeme der Kolonialverwaltung
Das Ausmaß der Reiche, die Abgelegenheit von der Metropole und die soziale Vielfalt der Bevölkerung erforderten die Schaffung spezifischer Verwaltungssysteme. Man unterschied hauptsächlich zwei Arten von Kolonien:
- Ausbeutungskolonien: Die Verwaltung konzentrierte sich auf die Verwertung der lokalen Ressourcen.
- Siedlungskolonien: Gebiete, in die europäische Bevölkerung auswanderte und die indigene Bevölkerung verdrängte oder dominierte.
Das britische Modell der Verwaltungsorganisation
Das Britische Empire etablierte ein vielschichtiges Modell der Verwaltungsorganisation:
- Kronkolonien (Besatzungskolonien): Diese Gebiete waren Gegenstand der wirtschaftlichen Interessen der Metropole. Die Verwaltung stützte sich auf Selbstverwaltung, wobei die Metropole eine Verwaltungspolitik ausübte.
- Schutzgebiete (Protektorate): Die Metropole errichtete und verhängte eine parallele Regierung und übte einseitig dominante Verteidigungsfunktionen und externe Vertretung aus.
- Dominions: Gebiete mit geringer indigener Bevölkerung, in denen die weiße Minderheitsregierung ein parlamentarisches System selbst einrichtete.
- Mandate: Entstanden nach dem Ersten Weltkrieg zur Verwaltung der abhängigen Gebiete, die durch den Machtverlust im Kampf entstanden waren.